Das Elbsandsteingebirge liegt im Grenzgebiet von Sachsen und Tschechien. Der deutsche Teil wird meist Sächsische Schweiz genannt, der tschechische Teil Böhmische Schweiz. Typisch für die Region sind Sandsteinfelsen, Tafelberge, schmale Schluchten, Wälder und das Elbtal.
Schon lange wollte ich zur berühmten Basteibrücke wandern. Im Rahmen unseres Deutschland-Roadtrips im Sommer haben wir es endlich geschafft: Unsere letzte Station war Dresden, und von dort ist es nicht weit bis in die Sächsische Schweiz. Wir haben uns für eine leichte Rundwanderung ab Rathen entschieden – mit Gamrig, Schwedenlöchern, mehreren Aussichtspunkten und natürlich der Basteibrücke.
Die Tour dauert etwa drei Stunden und ist gut als Halbtageswanderung machbar. Mit wandererprobten Kindern funktioniert sie gut, für Kinderwagen ist sie wegen der Treppen und schmalen Felsdurchgänge aber nicht geeignet.
Kurze Planungshilfe für deine Basteibrücke-Wanderung
Dauer: etwa 3 Stunden reine Gehzeit
Start: Rathen / Fähranleger
Schwierigkeit: leicht bis moderat, viele Stufen
Mit Kindern: ja, wenn sie trittsicher sind
Mit Kinderwagen: nein
Beste Zeit: früh am Morgen oder später am Nachmittag, weil es rund um die Basteibrücke schnell voll wird
Wichtig: Vorab aktuelle Wegesperrungen prüfen, besonders nach Sturm, Regen oder Bauarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
- Wanderung von Rathen über den Gamrig und die Schwedenlöcher zur Basteibrücke
- Highlights der Basteibrücke-Wanderung im Elbsandsteingebirge
- Route ab Rathen: die Stationen der Basteibrücke-Wanderung
- Mein Fazit: Lohnt sich die Wanderung zur Basteibrücke?
- Weitere Tipps für deinen Deutschland-Roadtrip
- Häufige Fragen zur Bastei und zum Elbsandsteingebirge
Wanderung von Rathen über den Gamrig und die Schwedenlöcher zur Basteibrücke
Diese Rundwanderung ist im ersten Teil angenehm ruhig. Erst bei den Schwedenlöchern und rund um die Basteibrücke wird es deutlich voller. Für mich war genau diese Mischung ideal: erst ein ruhiger Einstieg über den Gamrig, dann die schattigen Felsspalten der Schwedenlöcher und zum Schluss der bekannte Blick auf die Basteibrücke. Die Tour ist leicht bis moderat, aber durch die vielen Stufen nicht ganz ohne Anstrengung.


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Highlights der Basteibrücke-Wanderung im Elbsandsteingebirge
Auf dieser Rundwanderung geht es nicht nur um die Basteibrücke selbst. Gerade die Mischung aus ruhigem Einstieg über den Gamrig, schattigen Felsdurchgängen, vielen Stufen und den Aussichtspunkten im Basteigebiet macht die Tour abwechslungsreich. Die wichtigsten Stationen stelle ich dir hier kurz vor.
Schwedenlöcher – schmale Felsdurchbrüche und steile Treppen
Die Schwedenlöcher sind eine klammartige, schattige Schlucht, in der es über viele Stufen stetig bergauf geht. Besonders an warmen Tagen ist dieser Abschnitt angenehm, weil du hier lange im Schatten unterwegs bist. Mit kleineren Kindern solltest du dir etwas Zeit lassen, für Kinderwagen ist der Weg nicht geeignet. Ihren Namen erhielten die Schwedenlöcher in Erinnerung an den Dreißigjährigen Krieg, als sich Einwohner vor den Schweden versteckten.

Basteibrücke: der beste Blick auf das bekannte Fotomotiv
Die bekannteste Felsformation der Sächsischen Schweiz ist die Bastei mit der 76,5 Meter langen Basteibrücke. Die Brücke selbst ist frei zugänglich und gehört zu den meistbesuchten Orten im Elbsandsteingebirge. Einen schönen ersten Ausblick hast du bereits von der Wehlsteinaussicht vor dem Basteihotel. Wenn du vor der Basteibrücke den linken Abzweig nimmst, kommst du zur Ferdinandaussicht – für mich einer der besten Fotospots, weil du von dort direkt auf die Brücke blickst.
Die Ferdinandaussicht ist kostenfrei zugänglich; sie liegt nur wenige Meter vor der Basteibrücke und bietet den direkten Blick auf Brücke und Felsenpanorama.


Felsenburg Neurathen – aktuell geschlossen
Unmittelbar nach der Basteibrücke befindet sich die Felsenburg Neurathen. Sie gilt als größte mittelalterliche Felsenburg der Region. Bei unserem Besuch konnte man sie noch besichtigen, aktuell ist die Anlage jedoch wegen Sicherheitsmängeln bis auf Weiteres gesperrt. Der Weg über die Basteibrücke ist davon nicht betroffen.
Aktualisierung 2026: Die Felsenburg Neurathen ist derzeit geschlossen. Bitte prüfe vor deinem Besuch die aktuellen Hinweise der Sächsischen Schweiz bzw. des Nationalparks, da sich Sperrungen im Elbsandsteingebirge kurzfristig ändern können.


Route ab Rathen: die Stationen der Basteibrücke-Wanderung
- Startpunkt der Wanderung ist der Fähranleger in Rathen auf der linken Elbseite. Dort gibt es kostenpflichtige Parkplätze. Die Tour beginnt mit der Fährüberfahrt nach Oberrathen. Die Hin- und Rückfahrt mit der Gierseilfähre kostet für Erwachsene aktuell 3 €. Wichtig: VVO-Karten und Deutschlandticket gelten auf der Fähre nicht. Die Fährzeiten kannst du hier nachlesen: kurort-rathen.de.
- Anschließend geht es in Rathen landeinwärts auf den Aussichtsfelsen Gamrig. Der Felsen ist schnell erreicht und die Aussicht lohnt sich.
- Weiter wanderst du schließlich auf breiten Wanderwegen immer wieder leicht bergauf und bergab durch lichte Mischwälder.
- Schließlich führt die Tour zu den Schwedenlöchern. Nun wird es schweißtreibend, denn Treppen führen durch die Felsspalten kontinuierlich bergauf.
- Anschließend gelangst du zur Aussichtsstelle der „Pavillonaussicht“, welche wenig frequentiert ist.
- Nach dieser Aussicht führt der Weg schließlich in das Basteigebiet und zur Basteibrücke.
- Weiter geht es über die Basteibrücke. Die Felsenburg Neurathen liegt direkt danach, ist aktuell jedoch geschlossen. Der Rückweg nach Rathen ist weiterhin möglich – achte aber vor Ort auf aktuelle Wegweiser und Sperrhinweise.

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Mein Fazit: Lohnt sich die Wanderung zur Basteibrücke?
Ja, die Wanderung zur Basteibrücke lohnt sich, erwarte aber nicht, dass du dort allein unterwegs bist. Die Bastei ist sehr bekannt und entsprechend gut besucht. Genau deshalb würde ich die Tour wieder ab Rathen gehen: Der Einstieg über den Gamrig ist deutlich ruhiger, die Schwedenlöcher bringen etwas Abwechslung in die Wanderung und die Basteibrücke ist am Ende trotzdem der klare Höhepunkt.
Wenn du nur kurz zur Brücke möchtest, kannst du auch von oben über den Parkplatz beim Bastei-Berghotel kommen. Schöner fand ich aber die Kombination aus Rundwanderung, Felsen, Wald und Aussichtspunkten.
Wenn du die Bastei nicht nur als Tagesausflug ab Dresden besuchen möchtest, lohnt sich eine Übernachtung in Rathen, Pirna, Bad Schandau oder direkt im Bereich der Bastei. Dann kannst du früh starten und bist vor dem größten Besucherandrang an den Aussichtspunkten.
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Weitere Tipps für deinen Deutschland-Roadtrip
Wenn du das Elbsandsteingebirge mit einem Städtetrip verbinden möchtest, liegt Dresden sehr praktisch. Wir haben die Stadt ebenfalls auf unserem Deutschland-Roadtrip besucht – mit Frauenkirche, Zwinger, Semperoper und Blick von der Kuppel der Frauenkirche.
→ Dresden Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
→ Leipzig an einem Tag
→ Berlin Sehenswürdigkeiten für das erste Mal
→ Rügen Tipps & Sehenswürdigkeiten
→ Mecklenburgische Seenplatte bei schlechtem Wetter
Weitere außergewöhnliche Naturwege findest du auf meiner Übersichtsseite: Wandern in Deutschland & den Alpen.
Häufige Fragen zur Bastei und zum Elbsandsteingebirge
Das Elbsandsteingebirge erstreckt sich über Sachsen und Nordböhmen. Es liegt zwischen dem Elbtalschiefergebirge im Westen, dem Lausitzer Granitmassiv im Norden und dem Osterzgebirge im Südwesten.
Das Elbsandsteingebirge ist gut 40 Kilometer von Dresden entfernt. Von Dresden bis zum Kurort Rathen fährst du etwa eine Stunde.
Die Felsformation liegt am rechten Elbufer zwischen den Orten Rathen und Wehlen in der Sächsischen Schweiz.
Was für dich der beste Weg ist, hängt davon ab, was du darunter verstehst. Der schnellste oder der schönste Weg? Der schnellste Weg führt über das Bastei-Berghotel (über dem Ort Lohmen). Hier stehen kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Schöner ist es sicherlich, die Basteibrücke mit einer Wanderung zu verbinden.
Die erste Basteibrücke wurde 1824 aus Holz errichtet. 1851 wurde sie durch die heutige Steinbrücke ersetzt. Sie verbindet die Sandsteinfelsen miteinander und führt in Richtung Felsenburg Neurathen.
Ja, die Basteibrücke ist kostenfrei zugänglich. Auch die Bastei selbst ist ganzjährig begehbar. Einzelne Bereiche wie die Felsenburg Neurathen können aber gesperrt oder kostenpflichtig sein.
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