Das Stubaital kannten wir bereits aus mehreren Urlauben. Wir waren hier schon zum Winterurlaub im Stubaital, zum Skifahren am Gletscher und im Sommer mit unseren Kindern. Trotzdem zeigte sich das Tal dieses Mal wieder von einer anderen Seite.
Innerhalb von drei Tagen fuhren wir mit dem E-Bike durch das Stubaital und weiter zum Grawa Wasserfall, standen auf einem der Seven Summits, liefen bei tief hängenden Wolken über eine Hängebrücke und testeten zum Abschluss den neuen Elfercoaster.
Das klingt nach einem ziemlich vollen Programm. War es auch.
Gerade deshalb zeige ich dir nicht nur, was wir unternommen haben, sondern auch, welche Kombination gut funktioniert hat, was anstrengender war als gedacht und wo du eventuell mehr Zeit einplanen solltest.
Inhaltsverzeichnis
- Unser 3-Tage-Plan im Stubaital im Überblick
- Tag 1: Mit dem E-Bike durch das Stubaital
- Tag 2: Gipfeltour auf den Hohen Burgstall
- Tag 3: Sunnenseit’n Weg und Elfercoaster
- Lohnt sich die Stubai Super Card?
- Unsere Unterkunft in Mieders
- Reichen drei Tage für einen Sommerurlaub im Stubaital?
- Mein Fazit zum Sommerurlaub im Stubaital
Unser 3-Tage-Plan im Stubaital im Überblick
Tag 1: Mit dem E-Bike auf der Stubai Radroute 19 zum Klaus Äuele, weiter zum Grawa Wasserfall und anschließend auf den Stubaier Gletscher
Tag 2: Gipfeltour auf den Hohen Burgstall, Abstieg zur Starkenburger Hütte und über den Naturschauplatz Gletscherblick zurück zur Bergstation
Tag 3: Kurze Variante des Sunnenseit’n Weges zur Hängebrücke und Fahrt mit dem Elfercoaster
Der Plan passt zu dir, wenn du gerne aktiv bist und innerhalb weniger Tage möglichst unterschiedliche Seiten einer Region erleben möchtest. Für einen ausgesprochen gemütlichen Urlaub würde ich ihn etwas entzerren. Vor allem der erste Tag ist lang, auch mit E-Bike.
Tag 1: Mit dem E-Bike durch das Stubaital
Die neue Stubai Radroute 19
Die Stubai Radroute 19 führt durch das gesamte Stubaital und verbindet Schönberg, Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift mit dem hinteren Talbereich bis Falbeson.
Lass dich bei der Planung nicht von unterschiedlichen Kilometerangaben irritieren: Die Tour zwischen Schönberg und der Doadler Alm in Falbeson wird mit rund 24 Kilometern angegeben. Zusammen mit der Radroute 19a, Zubringern und weiteren Teilstücken umfasst das gesamte Radnetz mehr als 40 Kilometer.
Die Strecke führt nicht durchgehend über einen glatten, vom Verkehr getrennten Asphaltweg. Asphaltierte Abschnitte wechseln sich mit Schotterwegen und kurzen Passagen durch die Orte ab. Genau das macht die Route abwechslungsreich, erfordert aber manchmal etwas mehr Aufmerksamkeit.
Wir starteten direkt an unserem Hotel in Mieders und fuhren von dort taleinwärts. Immer wieder öffnete sich der Blick auf die Berge und Richtung Gletscher. Dazwischen ging es durch Waldstücke und kleinere Orte.
Unsere Strecke bis zum Natur Aktiv Park Klaus Äuele war ungefähr 22 Kilometer lang und brachte rund 430 Höhenmeter zusammen. Mit dem E-Bike waren wir etwa eineinhalb Stunden in Bewegung.
Das war gut machbar. Ohne Motorunterstützung wäre die Strecke natürlich ebenfalls möglich, aber etwas anstrengender – besonders dann, wenn du anschließend wie wir noch zum Grawa Wasserfall und weiter zur Gletscherbahn fahren möchtest.

Pause im Klaus Äuele
Im Klaus Äuele legten wir unsere Mittagspause im Marend-Stüberl ein. Die Pause war sinnvoll, denn bis zu diesem Punkt hatten wir zwar den entspannten Teil des Tages hinter uns, aber noch lange nicht das Ende unserer Tour erreicht.
Mit Kindern kann man im Klaus Äuele problemlos deutlich mehr Zeit verbringen. Rund um den Park gibt es Wasser, Wald und verschiedene Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten. Für Familien wäre der Ort deshalb auch ein gutes eigenständiges Ziel, statt nur eine kurze Station auf einer längeren Radtour.
Wir hatten allerdings noch etwas vor und stiegen nach dem Essen wieder auf unsere Räder.
Mit dem Fahrrad weiter zum Grawa Wasserfall
Von Klaus Äuele fuhren wir noch einmal ungefähr sieben Kilometer und 350 Höhenmeter bis zum Parkplatz beim Grawa Wasserfall.
Dieser Abschnitt gehört nicht mehr zu dem Teil der Radroute 19 und ist keine entspannte Familientour mehr. Du fährst auf der Gletscherstraße und durch mehrere teilweise geschlossene Tunnel.
Mit dem E-Bike war der Anstieg für uns konditionell kein Problem. Angenehm fand ich die Tunnel trotzdem nicht. Mit jüngeren Kindern würde ich diese Verlängerung nicht fahren.
Eine Alternative ist der Bus, der von Falbeson beziehungsweise Klaus Äuele weiter in Richtung Grawa Wasserfall und Stubaier Gletscher fährt. Den genauen Fahrplan solltest du am Ausflugstag prüfen, da sich die Verbindungen je nach Saison und Tageszeit unterscheiden.
Wichtig für die Planung: Die Radroute ist kein Rundkurs. Wir fuhren nach unserem Ausflug zum Gletscher mit den E-Bikes auf derselben Strecke wieder zurück nach Mieders. Das war aber überhaupt kein Problem. Vom hinteren Stubaital geht es größtenteils bergab, sodass wir entspannt zurückrollen konnten. Du solltest die zusätzlichen Kilometer und die Fahrzeit trotzdem einplanen.

Grawa Wasserfall: überraschend ruhig – zumindest bei unserem Besuch
Vom Parkplatz stellten wir unsere Räder ab und gingen das kurze Stück zur unteren Plattform am Grawa Wasserfall.
Schon auf dem Weg hörten wir das Wasser. Direkt vor dem Wasserfall kam die feine Gischt dazu, die an einem warmen Sommertag ziemlich angenehm ist. Auf der Plattform stehen mehrere große Holzliegen, von denen du frontal auf den Wasserfall blickst.
Ich hatte ehrlich gesagt mit deutlich mehr Trubel gerechnet. Der Grawa Wasserfall gehört schließlich zu den bekanntesten Ausflugszielen des Stubaitals und ist vom Parkplatz schnell erreichbar.
Bei unserem Besuch war es trotzdem erstaunlich entspannt. Wir genossen den imposanten Anblick, das Wasserrauschen und die sanfte Gischt.
Das muss an gut besuchten Sommertagen nicht immer so sein. Ich kann mir vorstellen, dass der Bereich voll werden kann. Wie mächtig der Wasserfall wirkt, hängt außerdem vom Wasserstand ab. Nach Regenfällen oder während der Schneeschmelze ist die Wassermenge meist größer.
Wer mehr als nur die untere Plattform sehen möchte, kann den Besuch mit einer Wanderung auf dem WildeWasserWeg ausweiten. Dafür solltest du allerdings deutlich mehr Zeit und feste Schuhe einplanen.
Vom Grawa Wasserfall weiter zum Stubaier Gletscher
Nach dem Wasserfall stiegen wir noch einmal auf unsere Räder. Bis zur Talstation der Stubaier Gletscherbahn waren es von dort ungefähr zwei Kilometer und weitere 120 Höhenmeter.
Da wir über unser Hotel die Stubai Super Card erhalten hatten, war die Berg- und Talfahrt für uns bereits enthalten. Also fuhren wir hinauf.
Wir kannten den Stubaier Gletscher bisher vor allem aus dem Winter. Beim Skifahren am Stubaier Gletscher hatten wir diese Landschaft bislang fast nur unter einer geschlossenen Schneedecke erlebt. Im Sommer sah sie völlig anders aus. Keine geschlossene Schneedecke, keine Skipisten, stattdessen viel Fels, Geröll und kahle Flächen.
Ganz ehrlich: Einige Bereiche wirkten auf mich zunächst ziemlich trostlos.
Gleichzeitig lagen zwischen den grauen und braunen Flächen intensiv türkisfarbene Speicher- und Schmelzwasserseen. Dahinter ragten die Berggipfel auf. Der Kontrast war eigenartig, aber gerade deshalb interessant.
Der Gletscher im Sommer zeigt hier ziemlich deutlich, wie rau und karg eine hochalpine Landschaft aussehen kann.

Top of Tyrol auf 3.210 Metern
Wir fuhren weiter hinauf zur Aussichtsplattform Top of Tyrol auf 3.210 Metern.
Von dort blickst du über die Stubaier Alpen und bei klarer Sicht bis zu den Dolomiten. Obwohl wir schon mehrmals hier oben waren, haut mich dieses Panorama jedes Mal wieder um. Die Höhe, die Weite und die vielen Bergspitzen wirken in natura einfach anders als auf Bildern.
Die letzten Meter zur Plattform führen über Metalltreppen. Technisch ist das nicht schwierig. Durch die Höhe können die wenigen Stufen trotzdem erstaunlich anstrengend sein.
Ob du im Sommer tatsächlich bis zum Top of Tyrol fahren kannst, hängt vom Betriebszeitraum der einzelnen Bahnen ab. Die vollständige Auffahrt ist nicht während der gesamten Sommersaison möglich. Prüfe deshalb vorher die aktuellen Betriebszeiten der Stubaier Gletscherbahn.
Bei schlechtem Wetter oder komplett dichter Bewölkung würde ich mir die Auffahrt ebenfalls überlegen. Der Ausblick ist für mich der Hauptgrund, im Sommer bis ganz nach oben zu fahren.

Meine Einschätzung zu diesem Tag
Radroute, Grawa Wasserfall und Stubaier Gletscher lassen sich an einem Tag kombinieren. Mit E-Bike, frühem Start und passendem Wetter hat es für uns gut funktioniert.
Der Tag war lang, aber nicht so anstrengend, wie die gesamte Strecke zunächst vermuten lässt. Der Hinweg zum Grawa Wasserfall und zur Gletscherbahn bringt einige Höhenmeter mit sich. Auf dem Rückweg nach Mieders geht es dagegen größtenteils bergab, sodass wir trotz der bereits gefahrenen Kilometer keine Probleme hatten.
Wer auf der Radroute häufiger anhalten, länger im Klaus Äuele bleiben oder am Wasserfall noch wandern möchte, sollte den Gletscher trotzdem besser auf einen anderen Tag legen. Für uns war gerade die Abwechslung das Spannende: erst grüne Wiesen und Wald, dann der Wasserfall und schließlich die kahle Landschaft auf über 3.000 Metern. Drei völlig unterschiedliche Eindrücke innerhalb eines Tages.
Tag 2: Gipfeltour auf den Hohen Burgstall
Am zweiten Tag stand die Tour auf den Hohen Burgstall an. Rückblickend war das für uns der schönste der drei Tage.
Vielleicht auch deshalb, weil es nicht nur mehrere einzelne Programmpunkte waren, sondern eine richtige Bergtour mit einem klaren Ziel: dem Gipfel auf 2.611 Metern.
Der Hohe Burgstall gehört zu den Seven Summits Stubai. Innerhalb dieser Gipfelserie gilt er als vergleichsweise gut erreichbar. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Wanderung ein Spaziergang ist.
Ausgangspunkt ist die Bergstation Kreuzjoch der Schlick 2000 auf 2.136 Metern. Die Bergbahn nimmt dir also bereits einen großen Teil des Aufstiegs aus dem Tal ab. Zwischen Bergstation und Gipfel liegen knapp 500 Höhenmeter. Durch unsere Runde über die Starkenburger Hütte und den erneuten Anstieg zurück kamen wir am Ende aber auf deutlich mehr.

Von der Bergstation Kreuzjoch Richtung Gipfel
Von der Bergstation gingen wir zunächst auf einem aussichtsreichen Panoramaweg in Richtung Sennjochhütte und Starkenburger Hütte.
Der erste Abschnitt war angenehm zu laufen. Der Weg stieg moderat an und die Aussicht öffnete sich immer weiter. Noch fühlte sich die Tour eher wie eine aussichtsreiche Höhenwanderung an.
Unterhalb des Gipfels änderte sich der Charakter.
Der Untergrund wurde felsiger und der Weg führte durch eine kurze gesicherte Rinne. Danach folgte ein etwas ausgesetzter Abschnitt bis zum Gipfel.
Die Passage ist nicht besonders lang und für geübte Bergwanderer technisch gut machbar. Wer sich auf felsigem Untergrund unsicher fühlt oder unter starker Höhenangst leidet, wird sie trotzdem nicht einfach nebenbei machen.
Ich fand den Abschnitt eher spannend als unangenehm. Trotzdem war ich froh über feste Schuhe und trockenen Fels. Bei Nässe würde ich die Tour eher nicht gehen.

Aussicht vom Hohen Burgstall
Oben angekommen hatten wir einen Rundumblick auf die umliegenden Berge und Gletscher. Vom Gipfel siehst du unter anderem Richtung Karwendel, Zillertaler Alpen und tief hinein in die Stubaier Bergwelt.
Wir blieben eine Weile oben. Nicht nur, um uns vom Aufstieg zu erholen. Die Aussicht war schlicht zu gut, um nach dem obligatorischen Gipfelfoto sofort wieder abzusteigen.
Genau solche Momente sind der Grund, warum ich Bergtouren mag: Man hat sich den Weg erarbeitet und steht dann oben, schaut in alle Richtungen und ist für einen kurzen Moment ziemlich zufrieden mit der Welt.
Abstieg zur Starkenburger Hütte
Vom Gipfel stiegen wir auf der anderen Seite in Richtung Starkenburger Hütte ab.
Der Weg verlor schnell an Höhe und zog sich etwas länger, als ich beim Blick auf die Karte erwartet hatte. Der Weg war steinig und wir mussten aufpassen, nicht auf dem losen Schotter auszurutschen. An der Hütte legten wir eine Pause ein, stärkten uns und genossen noch einmal den Blick auf die gegenüberliegenden Berge.
An diesem Punkt könnte man gedanklich meinen, der anstrengende Teil sei erledigt: Gipfel erreicht, zur Hütte abgestiegen, jetzt nur noch gemütlich zurück zur Bahn.
Ganz so war es nicht.

Der Gegenanstieg, den wir unterschätzt hatten
Von der Starkenburger Hütte mussten wir noch einmal ungefähr 300 Höhenmeter bergauf.
Auf dem Papier klingt das nicht nach besonders viel. Nach dem Aufstieg zum Gipfel, dem langen Abstieg zur Hütte und einer Brotzeit im Bauch, fühlten sich diese Höhenmeter allerdings zäh an.
Genau dieser Abschnitt wird bei der Planung leicht übersehen. Du gehst nicht einfach auf gleicher Höhe zurück zur Bergstation, sondern musst einen Teil der zuvor verlorenen Höhe wieder hinauf.
Der Weg führte am Naturschauplatz Gletscherblick vorbei. Dort lohnt es sich, noch einmal stehenzubleiben und den Rundumblick zu genießen.
Von hier blickst du auf die umliegenden Gipfel und Gletscherfelder. Bei uns war die Sicht gut, und genau dieser letzte Aussichtspunkt machte den zusätzlichen Anstieg zumindest wieder versöhnlich.
Unsere Runde war knapp acht Kilometer lang und brachte laut unserer Aufzeichnung rund 730 Höhenmeter zusammen.

Wie schwierig ist die Tour auf den Hohen Burgstall?
Die Bergbahn verkürzt die Tour erheblich. Sie macht daraus aber keine einfache Wanderung.
Du solltest Kondition, Trittsicherheit und etwas Erfahrung auf alpinen Wegen mitbringen. Die gesicherte Rinne ist kurz, der Weg aber stellenweise felsig und ausgesetzt. Dazu kommt der Gegenanstieg nach der Starkenburger Hütte.
Neben festen Wanderschuhen würde ich für diese Runde eine Trinkflasche*, eine wärmende Schicht* und Regenschutz einpacken. Was bei meinen Bergtouren sonst in den Rucksack kommt, findest du in meiner Packliste fürs Wandern.
Für Wanderanfänger ohne Bergerfahrung, Menschen mit starker Höhenangst oder kleinere Kinder würde ich diese Runde nicht empfehlen.
Wer regelmäßig in den Bergen unterwegs ist, bekommt dagegen eine abwechslungsreiche Gipfeltour, die an einem Tag gut machbar ist und deutlich mehr bietet als nur einen kurzen Aufstieg von der Bergbahn zum Gipfel.
Für mich hatte die Tour genau die richtige Mischung: anstrengend, aber nicht überfordernd, ein wenig Kraxelei und immer wieder starke Aussichtspunkte. Unser klarer Höhepunkt im Stubaital.

Der Hohe Burgstall war eine Tour, die ich nicht nur auf dem Handy speichern wollte. Route, Höhenmeter und persönliche Eindrücke halte ich deshalb in meinem Wandertagebuch* fest – so bleiben auch die kleinen Details erhalten.
Tag 3: Sunnenseit’n Weg und Elfercoaster
Nach dem Hohen Burgstall wollten wir am dritten Tag etwas ruhiger angehen lassen. Das Wetter half bei dieser Entscheidung nach.
Die Wolken hingen tief im Tal, die Berge waren größtenteils verschwunden und von der Sonne war auf dem Sunnenseit’n Weg wenig zu sehen.
Wir hätten natürlich auf besseres Wetter warten oder den Tag komplett anders planen können. Stattdessen entschieden wir uns für eine kürzere Variante bis zur Hängebrücke.

Welche Variante des Sunnenseit’n Weges passt?
Der Sunnenseit’n Weg verbindet Fulpmes und Neustift. Er führt von der Mittelstation Froneben über Vergör, die Pfurtschellhöfe und weiter Richtung Kartnall.
Du musst allerdings nicht den kompletten Weg gehen. Es gibt verschiedene Startpunkte und Rundtouren – von einer längeren Strecke ab Froneben bis zu kürzeren Varianten ab Neustift oder Neder.
Da sich Streckenführung, Höhenmeter und mögliche Abstiege je nach Variante deutlich unterscheiden, findest du hier Varianten des Sunnenseit’n Weges mit Karten und aktuellen Tourdaten direkt auf der Stubai-Website.
Für unsere Entscheidung war vor allem wichtig, dass wir die Tour problemlos abkürzen konnten. Bei besserem Wetter wären wir wahrscheinlich länger gegangen. An diesem Tag reichte uns der Abschnitt bis zur Hängebrücke und zur Aussichtsplattform Neustiftblick.
Hängebrücke ohne Neustiftblick
Die Hängebrücke ist rund 110 Meter lang und verläuft bis zu 50 Meter über dem Boden. Normalerweise öffnet sich von der Plattform oberhalb der Brücke der Blick über Neustift und das Stubaital.
Bei uns war davon fast nichts zu sehen.
Die Wolken zogen durch die Bäume und hingen direkt zwischen den Berghängen. Teilweise verschwand sogar das andere Ende der Brücke im Grau.
Natürlich wäre eine freie Aussicht schöner gewesen. Trotzdem hatte der Ort bei diesem Wetter eine ganz eigene Stimmung. Die Brücke wirkte fast ein wenig mystisch – und deutlich weniger als das typische Fotomotiv, das man bei Sonnenschein erwartet.
Unterwegs fanden wir außerdem jede Menge wilde Himbeeren. Ein kleines Detail, aber genau solche Dinge bleiben am Ende oft hängen.
Der Weg auf unserem Abschnitt war einfach zu gehen und gut ausgebaut. Bei leichtem Regen oder tiefen Wolken ist eine kurze Variante deshalb möglich. Bei Gewitter, starkem Regen oder sehr rutschigen Verhältnissen würde ich allerdings umplanen.
Schlechtes Wetter bedeutet nicht automatisch, dass der Tag ausfallen muss. Es bedeutet nur, dass man das ursprüngliche Programm nicht stur durchziehen sollte.
Wir mussten bei unseren Aufenthalten im Stubaital schon öfter umplanen. Welche Ausflüge und Aktivitäten sich dann bewährt haben, zeige ich dir in meinem Beitrag Stubaital bei Regen – was sich auch bei schlechtem Wetter lohnt.
Abschluss mit dem Elfercoaster
Nach der Wanderung fuhren wir weiter zur Elferbahn in Neustift.
Mit der Bergbahn ging es hinauf zur Bergstation. Die Fahrt war bei uns mit der Stubai Super Card enthalten. Der Elfercoaster musste separat bezahlt werden.
Der neue Elfercoaster startet direkt im Bereich der Bergstation und führt auf Schienen durch mehrere Kurven talwärts. Die Geschwindigkeit kannst du selbst regulieren. Die Strecke ist gut einen Kilometer lang; alleine fahren dürfen Personen ab zehn Jahren und mit einer Körpergröße von mindestens 1,35 Metern.
Bei uns regnete es leicht, die Bahn war trotzdem geöffnet.
Die Fahrt machte wahnsinnig Spaß. Kaum hatten wir richtig Geschwindigkeit aufgenommen, waren wir allerdings schon wieder unten. Es ging viel zu schnell vorbei.
Am meisten lohnt sich eine Fahrt mit dem Elfercoaster als Ergänzung zu einer Wanderung am Elfer oder als Abschluss eines Tages im Raum Neustift.
Öffnungszeiten & Preise Elfercoaster

Lohnt sich die Stubai Super Card?
Für unseren Reiseplan war die Stubai Super Card ausgesprochen praktisch.
Wir erhielten sie über unsere Unterkunft und nutzten innerhalb von drei Tagen mehrere enthaltene Leistungen: die Schlick 2000, die Stubaier Gletscherbahn, die Elferbahn und auch der öffentliche Nahverkehr wäre dabei gewesen.
Bei teilnehmenden Unterkünften gehört die Karte zum Aufenthalt. Enthalten sind unter anderem täglich je eine Berg- und Talfahrt mit den Bergbahnen am Stubaier Gletscher, in der Schlick 2000 und am Elfer sowie Busverbindungen zwischen Innsbruck und Mutterberg. Die genauen Leistungen und Gültigkeitszeiträume können sich ändern.
Prüfe vor der Buchung, ob deine Unterkunft tatsächlich Partnerbetrieb ist.
Bei unserem Programm sparte die Karte nicht nur Geld. Sie machte es auch leichter, spontan noch mit einer Bergbahn hinaufzufahren, ohne jedes Mal neu über den Ticketpreis nachzudenken.
Unsere Unterkunft in Mieders
Wir übernachteten im Hotel Serles* in Mieders, das von der Familie Weichinger geführt wird.
Für uns war Mieders ein guter Ausgangspunkt, weil wir am ersten Tag direkt am Hotel auf unsere E-Bikes steigen konnten. Für die anderen Ausflüge mussten wir allerdings weiter nach Fulpmes, Neustift oder bis in den hinteren Talbereich fahren.
Wer vor allem rund um die Schlick 2000 und im vorderen Stubaital unterwegs sein möchte, ist in Mieders gut aufgehoben. Liegt dein Schwerpunkt beim Gletscher, am Elfer oder auf Wanderungen im hinteren Stubaital, kann eine Unterkunft in Neustift praktischer sein.
Nach unseren langen Tagen freuten wir uns besonders auf das leckere Abendessen im Hotel. Auch die persönliche Atmosphäre im Hotel hat uns gut gefallen.
Reichen drei Tage für einen Sommerurlaub im Stubaital?
Drei Tage reichen, um sehr unterschiedliche Seiten des Stubaitals kennenzulernen. Für einen wirklich entspannten Urlaub sind sie knapp.
Unser erster Tag war relativ voll. Der zweite Tag war körperlich anspruchsvoll. Am dritten Tag entschieden wir spontan, wie weit wir bei dem schlechten Wetter überhaupt gehen wollten.
Ich würde für diesen Reiseplan mindestens drei volle Tage einplanen. Hast du vier oder fünf Tage zur Verfügung, kannst du den Grawa Wasserfall und den Stubaier Gletscher voneinander trennen und zusätzlich einen Reservetag für schlechtes Wetter einbauen.
Gerade in den Bergen ist das sinnvoll. Aussichtspunkte wie Top of Tyrol, der Hohe Burgstall oder der Neustiftblick leben nun einmal von der Sicht. Drei Tage Dauerregen lassen sich auch mit der besten Planung nicht schönreden.
Mein Fazit zum Sommerurlaub im Stubaital
Unsere drei Tage im Stubaital waren abwechslungsreich, teilweise anstrengend und viel zu schnell vorbei.
Der erste Tag zeigte uns, wie unterschiedlich das Tal auf wenigen Kilometern sein kann: grüne Radwege, der Grawa Wasserfall und nur wenig später die kahle Landschaft am Stubaier Gletscher.
Der Hohe Burgstall war trotzdem unser persönlicher Höhepunkt. Die Tour war fordernd, aber gut machbar, die kurze Kletterpassage brachte etwas Abwechslung und die Aussichten begleiteten uns fast den ganzen Tag.
Der Sunnenseit’n Weg zeigte schließlich, dass ein Wandertag nicht automatisch ausfallen muss, nur weil die Sonne fehlt. Wir hatten kaum Aussicht, dafür Wolken zwischen den Bäumen, eine fast verschwundene Hängebrücke und wilde Himbeeren am Wegesrand.
Lohnt sich das Stubaital im Sommer? Aus meiner Sicht absolut – vor allem, wenn du gerne aktiv bist und nicht jeden Tag dieselbe Art von Wanderung machen möchtest.
Wer drei Tage hat, kann unseren Plan gut als Grundlage nutzen. Passe ihn bei Bedarf an deine Bedürfnisse an: Tag 1 ist lang und für den Hohen Burgstall brauchst du Trittsicherheit und etwas Kondition. Langweilig wird es dir aber im Stubaital im Sommer garantiert nicht.
Du suchst noch weitere Ideen für einen aktiven Urlaub in den Bergen, an Seen oder in weniger bekannten Regionen? In meinem Überblick zum Sommerurlaub in Österreich findest du weitere spannende Reiseziele.
Du möchtest deine eigenen Wanderungen und Radtouren festhalten? In meinem Wandertagebuch* und meinem Fahrrad-Logbuch* findest du Platz für Tourdaten, Wetter, Höhenmeter und persönliche Erinnerungen.
Werbung & Affiliate-Hinweis: Diese Reise fand im Rahmen einer Kooperation mit Stubai Tirol statt. Was ich hier beschreibe und wie ich die Erlebnisse einordne, basiert auf meinen eigenen Erfahrungen vor Ort. Einige Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Wenn du darüber buchst oder etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis unverändert.



