Etosha Nationalpark in Namibia – Highlight für Tierliebhaber

Etosha Tipps und Erfahrungsbericht

Der Etosha Nationalpark im Norden Namibias ist das Highlight für jeden Tierliebhaber. Er ist mit seiner Salzpfanne in der Mitte des Parks einzigartig. Hier findest du meinen Etosha Erlebnisbericht sowie Tipps für deinen Besuch im Nationalpark.

Was wäre eine Namibia Reise ohne Safari im Etosha Nationalpark? Ein Besuch des Parks gehört einfach dazu und ist ein einmaliges Erlebnis. Wir haben den Etosha Park bereits zweimal besucht, immer auf eigene Faust. Das erste Mal im Rahmen unsereres Namibia Roadtrips und das zweite Mal bei unserer Rundreise durch Namibia, Botswana und zu den Viktoriafällen in Simbabwe.

Etosha Nationalpark Tipps & Wissenswertes

Was bedeutet eigentlich Etosha?

Der Etosha Nationalpark erstreckt sich über ein Gebiet von knapp 23.000 km². Darin liegt die 4.700 km² große weiße, salzverkrustete Etosha Pfanne. Der Name „Etosha“ bedeutet „großer weißer Platz“. Weitere Übersetzungen und Namen sind „Ort der Leere“ oder „See der Tränen“.

Etosha Salzpfanne

Wo liegt der Etosha Nationalpark?

Die Etosha Pfanne liegt über 1.000 Meter über dem Meeresspiegel im Norden Nambias. Von Windhoek aus sind es zum Anderson Gate rund 400 km.

Was ist die beste Reisezeit für den Etosha Park?

Die Trockenzeit von Mai bis November ist für Tierbeobachtungen am besten geeignet. Alle Tiere kommen zu dieser Zeit regelmäßig an die Wasserstellen. Kalt kann es im Juni und Juli werden. Ab Mitte August bis September wird es tagsüber wieder wärmer. Wir waren beide Male im August in Namibia. Im Etosha Park war es tagsüber etwa 25 bis 30 Grad warm, nachts kühlte es angenehm ab. Ich kann diese Zeit absolut empfehlen.

Wichtig bei der Reiseplanung ist auch zu wissen, dass Mitte Juni bis Anfang Juli die Südafrikaner große Ferien haben. Sie reisen meist mit Zelt und Wohnwagen durch Namibia. Auf Campingplätzen kann es deshalb schon mal eng werden.

Giraffen im Etosha Park

August im Etosha Nationalpark

Welche Tiere gibt es im Etosha Nationalpark?

Die Vielfalt der Tierwelt ist einzigartig. Wir konnten uns an den Tieren gar nicht sattsehen. Nicht nur für die Kinder waren unsere Safaris im Etosha absolut aufregend und spannend!  Auch nach drei Tagen wurden wir es nicht leid, immer neue Gebiete und Wasserlöcher des Parkes zu erkunden und nach Tieren Ausschau zu halten.

Wir sahen beeindruckende Löwen, mächtige Nashörner und Elefanten, Strauße, langhalsige Giraffen, Gnus, viele viele Antilopen, Zebraherden und bunte Vögel. Es gibt im Park auch Geparden und Leoparden, diese sind aber extrem schwer zu sichten. Leider gibt es im Park keine Wasserbüffel mehr.

Zebras auf Kuschelkurs

Safari im Etosha Nationalpark

Safari im Etosha Nationalpark

Etosha Safari

Wo sind die meisten Tiere im Etosha zu finden?

Für Tierbeobachtung im Etosha brauchst du Geduld und Glück. Die besten Tageszeiten sind der frühe Vormittag und der Nachmittag. In der Trockenzeit hast du meist Erfolg an einem der künstlichen Wasserlöcher. Am besten kaufst du dir die Etosha Karte im ersten Camp, wo du auch den Eintritt bezahlst. In dieser Karte sind alle Wasserlöcher eingezeichnet.

Aufschlussreich kann ein Blick in die Beobachtungsbücher sein, welche in den Büros der Camps liegen. Hier tragen Parkbesucher Ihre Tiersichtungen ein. Besonders bei Löwen stehen die Chancen gut, sie an der Stelle wiederzufinden, da sie den Großteil des Tages schlafen.

Tiere im Etosha Park

Tiere im Etosha an einem der Wasserlöcher

Wie lange im Etosha Nationalpark bleiben?

Als wir das erste Mal im Etosha waren, verbrachten wir insgesamt drei Tage im Park. Da der Park sehr groß ist, konnten wir in dieser Zeit viele Straßen abfahren und einige großartige Tiersichtungen verzeichnen. Bei unsererem zweiten Aufenthalt haben wir einen Tag eingeplant, das ist allerdings fast etwas knapp geworden: Hier eine Tiersichtung, dort eine Tiersichtung und die Zeit verging wie im Flug. Die Strecken sind nicht zu unterschätzen, denn bei Sonnenuntergang musst du den Park verlassen haben.

Viele Tiere am Wasserloch

Gibt es im Etosha Nationapark Malaria?

Generell ist die Etosha Region Malariagebiet. Das geringste Risiko besteht während der Trockenzeit. Als wir im August unterwegs waren, sahen wir so gut wie keine Moskitos. Medizinische Hinweise für Namibia findest du auf der Webseite des Auswärtigen Amtes oder dem Tropeninstitut.

Riesentrappe in Namibia

Etosha Nationalpark als Selbstfahrer, ist das ratsam?

Wir waren mit unserem eigenen Mietauto im Park unterwegs. Die Straßen sind teils Sand- und teils Asphaltpisten. Je nach Straße musst du mit größeren Schlaglöchern rechnen. Hier ist ein Auto mit einem höheren Bodenabstand hilfreich. Generell kannst du aber mit jedem Auto durch den Park fahren. Allrad ist nicht notwendig.

Mit dem eigenen Auto hast du die Freiheit, hinzufahren und anzuhalten wo du willst. So kannst du stehen bleiben und die Tiere beobachten, wie du Lust hast. Als Selbstfahrer im Etosha unterwegs zu sein, kann ich nur jedem empfehlen.

Du solltest beachten, dass die Höchstgeschwindigkeit im Park 60 km/h beträgt. Aussteigen darfst du nur in den Camps. Toiletten gibt es an ausgewiesenen Stellen im Park und in den Camps. Also, vor dem Losfahren unbedingt nochmal das stille Örtchen aufsuchen.

Etosha auf eigene Fause

Straßen im Etosha Nationalpark

Etosha Selbstfahrer

Den Etosha Park als Selbstfahrer erkunden

Öffnungszeiten Etosha, Gates und Parkgebühren

Der Etosha Nationalpark ist durch vier Tore erreichbar: das Anderson Gate am südlichen Ende, das Lindequist Gate im Osten, das Galton Gate im Südwesten und das King Nehale Lya Mpingana Tor am nördlichen Ende des Parks. Alle Tore werden bei Sonnenaufgang geöffnet und bei Sonnenuntergang geschlossen.

Bei Einfahrt in den Park musst du dich registrieren lassen. Die Parkgebühr musst du dann im nächstgelegenen Camp entrichten. Der Parkeintritt kostet pro Tag 80 NAD für Erwachsene, Kinder bis 16 Jahre sind frei.

Straßen im Etosha Park

Unterkünfte innerhalb des Etosha Nationalparks

Die Camps im Park werden von dem Unternehmen Namibia Wildlife Resorts verwaltet, dessen einziger Aktionär das Ministerium für Umwelt und Tourismus ist. Alle Camps kannst du nur dort direkt buchen.

Insgesamt gibt es sechs Camps. Die Unterkünfte sind vor allen Dingen in der Hochsaison schnell ausgebucht. Ich würde dir deshalb raten, unbedingt so zeitig wie möglich zu buchen.

Während unserer ersten Namibia Reise verbrachten wir eine Nacht im Halali Camp, mitten im Etosha Park. Im Camp befindet sich ein Wasserloch. Abends hatten wir großes Glück und sahen dort drei Nashörner. Die untergehende Sonne spiegelte sich im Wasserloch, der Moment war nahezu magisch. Nachdem die Nashörner gegangen waren, kam auch noch eine Elefantenherde mit einem Elefantenbaby, ein ganz tolles Erlebnis!

Unterkünfte außerhalb des Etosha Parks

Taleni Camp im Etosha Village nahe Anderson Gate

Unsere erste Unterkunft, das Taleni Camp*, befand sich rund vier Kilometer vom Anderson Gate entfernt. Wir übernachteten in einem einfachen Zelt mit bequemen Betten und Freiluft-Dusche. Gegessen wird im Freien bei angerichteten Buffet.

Im Camp kam richtiges Abenteuerfeeling auf. Ganz besonders als wir eine richtig große Spinne an unserer Zeltwand vorfanden. Mit einer sehr großen Kaffeetasse konnten wir die Spinne unbeschadet an die frische Luft setzen, um ohne Krabbeltiere unsere Nachtruhe ungestört zu verbringen. Ansonsten war diese Zeltunterkunft für uns und die Kinder ein großer Spaß!

Reisebericht Namibia: Eosha Village Taleni

Onguma Bush Camp, östlich des Etosha Parks gelegen

Auf unserer ersten Reise nach Namibia nächtigten wir die erste Nacht im Taleni, die zweite Nacht im Park im Halali Camp und die dritte Nacht im wunderschönen Onguma Bush Camp. Das Camp liegt rund 12 Kilometer vom Namutoni Gate entfernt und besitzt sogar größere Zimmer für Familien. Es hat ein tolles Restaurant oberhalb eines künstlich angelegten Wasserloches. Mit etwas Glück beobachtest du beim Essen Zebras, Springböcke oder Schakale beim abendlichen Trinken.

Auf keinen Fall versäumen solltest du dort eine geführte Sundowner-Safari. Wir erspähten sogar einen Löwen, ein imposanter Anblick! Der krönende Abschluß des Tages war der Sundowner Drink mitten in der Wildnis mit einem spektakulären Sonnenuntergang. Leider habe ich von der Unterkunft keine Fotos, da wir dort unsere Kamera geschrottet haben.

Löwen im Etosha Nationalpark

Mushara Bush Camp, ebenso östlich des Parks gelegen

Bei unserer letzten Reise haben wir uns für das Mushara Bush Camp entschieden. Wir erreichten das Camp vom Namutoni Gate aus innerhalb von zehn Minuten. Wir waren von dem Camp total positiv überrascht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis fand ich hier sehr gut.

Der Empfangs- und Essensbereich war sehr einladend, die Zelte mit bequemen Betten richtig schön. Junior freute sich über den Pool. Leider verbrachten wir dort nur eine Nacht, hier wären wir gerne noch länger geblieben.

Camps im Etosha

Mushara Bush Camp

Unterkunft Etosha Tipp

Übernachtungstipp Etosha

Unser Etosha Nationapark Erfahrungsbericht

Wie bereits erwähnt, waren wir nun bereits zum zweiten Mal in Namibia mit dem Mietauto unterwegs. Wir waren von unserer ersten Reise so vom Etosha Park begeistert, dass klar war, wir müssen unbedingt nochmal eine Safari durch den Etosha einplanen.

Bei unserem ersten Etosha Besuch legten wir unsere erste Übernachtung in den westlichen Bereich außerhalb, aber nahe des Parkes. Am nächsten Tag fuhren wir dann gleich ganz früh morgens in den Park auf Safari. Wir nahmen uns an diesem Tag eher den westlichen Teil des Parks vor.

Am späten Nachmittag fuhren wir dann zu unserer Unterkunft in der Mitte des Parks, zum Halali Camp. So konnten wir uns am darauffolgenden Tag weiter östlich im Park orientieren und dort die Wasserlöcher abfahren, um bei Sonnenuntergang den Park im Westen durch das Namutoni Gate zu verlassen. Eine Unterkunft nahe des Gates war dann sehr praktisch, um vor der Dunkelheit im Camp zu sein.

Bei dieser Aufteilung der drei Tage konnten wir den Park optimal erkunden. Wir hatten ausreichend Zeit, um bei Tiersichtungen lange genug zu verweilen und uns etwas treiben zu lassen.

Als wir das zweite Mal dort waren, kannten wir uns ja schon aus und machten quasi den Etosha nochmal im Schnelldurchlauf. Es war super schön, die Erinnerungen aufzufrischen und neue Safarierlebnisse mitzunehmen. Für unsere Kids war der Etosha Park das absolute Highlight unserer Namibia Reise.

Weiterlesen zum Thema Nambia

Der Etosha Nationalpark sollte bei keiner Namibia Reise fehlen. Für einen ersten Besuch würde ich auf jeden Fall drei Tage einplanen. Die Tierwelt ist vielfältig und jede Safari einzigartig. Am flexibelsten bist du mit dem eigenen Auto. Wir haben die Unabhängigkeit sehr genossen. Auch wenn wir nun schon zwei mal dort waren, hoffe ich, dass es nicht das letzte Mal war.

Meine Reiseführerempfehlung für Namibia

*

Warst du schon einmal im Etosha Nationalpark? Welche Tipps hast du?

Pinne den Beitrag auf Pinterest

Etosha Safari Tipps

Folge mir auch auf Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram und bleibe über RSS-Feed, Bloglovin oder Feedly auf dem Laufenden.

Teilen

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.