Unsere Tansania Reiseroute eignet sich vor allem, wenn du etwa zwei bis drei Wochen Zeit hast und Safari im Norden mit ein paar Tagen Sansibar kombinieren möchtest. Wir waren mit An- und Abreise insgesamt 18 Tage unterwegs. Der Fokus lag klar auf Safari im Norden Tansanias: Tarangire, Lake Manyara, Serengeti und Ngorongoro. Zum Abschluss ging es für sechs Nächte nach Sansibar – bewusst als ruhiger Kontrast nach den intensiven Safari-Tagen.

Auf dem Festland konzentrierten wir uns auf den Norden des Landes. Das war für uns genau richtig, denn die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen und eine Safari-Rundreise in Tansania ist deutlich intensiver, als es auf der Karte aussieht. Lange Fahrten, frühes Aufstehen, viel Staub und viele Stunden im Jeep gehören dazu.

In diesem Beitrag findest du unsere genaue Tansania-Reiseroute mit Stationen, Unterkünften und meiner ehrlichen Einschätzung, was ich wieder so planen würde – und wo du je nach Reisestil auch kürzen oder verlängern kannst.

Unsere persönlichen Tansania-Erfahrungen, meine Einschätzung zu Safari, Guide statt Selbstfahrer und mein ehrliches Fazit findest du im separaten Beitrag: Tansania Urlaub: unsere Safari-Erfahrungen & ehrliches Fazit.

Für wen passt diese Tansania-Route?

Diese Route passt, wenn du Tansania vor allem wegen Safari bereist und die klassischen Highlights im Norden erleben möchtest. Sie kombiniert mehrere sehr unterschiedliche Safari-Gebiete mit einem Strandabschluss auf Sansibar.

Gut geeignet ist die Route für dich, wenn du:

  • eine intensive Safari-Rundreise im Norden Tansanias planst,
  • die Serengeti und den Ngorongoro-Krater unbedingt sehen möchtest,
  • Safari und Sansibar kombinieren willst,
  • mit Fahrer und Guide reisen möchtest,
  • gute Unterkünfte suchst und nicht extrem low budget unterwegs bist,
  • bereit bist, mehrere Tage früh aufzustehen und viel Zeit im Jeep zu verbringen.

Weniger passend ist diese Route, wenn du kurze Fahrzeiten erwartest, sehr günstig reisen möchtest oder vor allem einen entspannten Badeurlaub suchst. Tansania ist für mich kein Ziel, das man mal eben nebenbei macht. Gerade die Safari-Tage sind intensiv.

Unsere Tansania Reiseroute auf einen Blick

Mit An- und Abreise waren wir insgesamt 18 Tage unterwegs. Der Fokus unserer Reise lag auf Safaris mit anschließendem Strandaufenthalt auf Sansibar. Auf dem Festland konzentrierten wir uns auf den Norden des Landes, auf Sansibar hatten wir unsere Unterkunft im Osten der Insel.

Unsere Route sah so aus:

Arusha → Lake Burunge / Tarangire → Lake Manyara → Zentral-Serengeti → Nord-Serengeti → Zentral-Serengeti → Ngorongoro Conservation Area → West-Kilimandscharo → Sansibar

TagStationNächteSchwerpunkt
1Arusha1Ankommen nach dem Flug
2Tarangire Nationalpark / Lake Burunge1erste Safari, Baobabs, Elefanten
3–4Lake Manyara / Karatu2Safari, Mto wa Mbu, Hochland
5Zentral-Serengeti1Löwen, Leoparden, erste Serengeti-Eindrücke
6–7Nord-Serengeti2große Tierherden, Mara River
8Zentral-Serengeti1Rückfahrt und weitere Safari
9Ngorongoro / Karatu1Krater-Safari
10–11West-Kilimandscharo2Massai-Lodge, Kultur, Landschaft
12–18Sansibar6Strandabschluss und Erholung

Meine Einschätzung: Für uns war diese Aufteilung stimmig, weil der Schwerpunkt klar auf Safari lag. Die sechs Nächte auf Sansibar waren danach angenehm, um die vielen Eindrücke erst einmal sacken zu lassen. Wer weniger Zeit hat, könnte Sansibar kürzen. Wer ruhiger reisen möchte, sollte eher mehr Zeit einplanen als weitere Stationen ergänzen.

Für die Safari-Tage solltest du dein Gepäck bewusst planen. Du brauchst keine riesige Ausrüstung, aber helle, lange Kleidung, feste Schuhe, Sonnenschutz, Mückenschutz und ein paar praktische Kleinigkeiten machen unterwegs einen großen Unterschied. Meine komplette Übersicht findest du hier: Safari Packliste – was du auf Safari wirklich brauchst.

Karte: Unsere Tansania Rundreise Route im Überblick

Auf der Karte siehst du unsere komplette Tansania Route mit den wichtigsten Stationen: vom Start in Arusha über den Tarangire Nationalpark, Lake Manyara, die Serengeti, den Ngorongoro-Krater und West-Kilimandscharo bis zum Abschluss auf Sansibar. So bekommst du ein besseres Gefühl für die Entfernungen – denn auf der Karte wirkt vieles näher, als es sich unterwegs tatsächlich anfühlt.

Tansania Rundreise: 2 Wochen, 18 Tage oder 3 Wochen?

Unsere Route war auf 18 Tage mit An- und Abreise ausgelegt. Für die Kombination aus Safari im Norden und Sansibar war das aus meiner Sicht ein guter Rahmen.

ReisedauerEinschätzung
10–12 Tagesehr knapp, eher nur Safari oder sehr kurzer Sansibar-Abschluss
14 Tagemachbar für Safari im Norden plus wenige Tage Sansibar
18 Tagegute Kombination aus intensiver Safari und Strandabschluss
21 Tageentspannter, mehr Zeit für Serengeti, Sansibar oder zusätzliche Pausentage

Bei nur zwei Wochen würde ich nicht versuchen, die komplette Route eins zu eins zu kopieren. Dann würde ich entweder Sansibar kürzen oder West-Kilimandscharo streichen. Bei drei Wochen könntest du die Route entspannter planen und an einzelnen Orten länger bleiben.

Unsere Unterkünfte auf der Tansania Rundreise

Unsere Unterkünfte waren Teil der Route und haben die Reise stark geprägt. Gerade auf Safari macht die Lage einer Lodge viel aus: zu weit außerhalb bedeutet längere Fahrten, mitten in der Wildnis bedeutet oft intensiveres Safari-Gefühl.

Unsere Unterkünfte im Überblick:

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir das Sound of Silence Camp mitten in der Serengeti, das mobile Camp in der Nord-Serengeti und die Africa Amini Maasai Lodge mit Blick Richtung Kilimandscharo. Jede Unterkunft war sehr authentisch und passten gut zur Reise.

Tipp: Achte bei einer Tansania Rundreise nicht nur auf die Unterkunft selbst, sondern auch auf die Lage zur geplanten Route. Bei Safari zählt jede unnötige Zusatzfahrt.

Unsere Tansania Rundreise im Detail: Tag für Tag

Tag 1 – Ankunft in Arusha

Wir flogen von München aus über Mombasa zum Kilimanjaro International Airport. Die erste Nacht verbrachten wir in der kleinen Ilboru Safari Lodge in Arusha. Die Bungalows waren einfach, aber die Anlage hatte einen schönen Pool und einen tropischen Garten.

Für den ersten Tag war das genau richtig. Wir konnten uns vom langen Flug ausruhen und am nächsten Tag ausgeschlafen in die Rundreise starten.

Meine Einschätzung: Arusha ist für viele Tansania-Rundreisen der klassische Startpunkt. Ich würde hier keinen großen Programmpunkt mehr einbauen, sondern wirklich erst einmal ankommen.

Ilboru Safari Lodge in Arusha mit einfachen Bungalows und Gartenanlage
Die Ilboru Safari Lodge in Arusha war für uns ein ruhiger Startpunkt nach dem langen Flug.

Tag 2 – Safari im Tarangire Nationalpark und Übernachtung am Lake Burunge

Am nächsten Morgen holte uns unser privater Fahrer ab. Wir machten uns auf den Weg zu unserer ersten Safari im Tarangire Nationalpark. Der Park war ein guter Einstieg in die Reise: trockene Landschaften, große Baobab-Bäume, Elefanten und erste intensive Tierbeobachtungen.

Am späten Nachmittag erreichten wir unsere nächste Unterkunft, das Lake Burunge Tented Camp. Die Zelt-Lodge liegt oberhalb des Burunge-Sees mit schönem Pool. Vor unserem Luxus-Zelt, das mit richtigen Betten sowie Bad und Toilette ausgestattet war, liefen große Maribus und Dik-Diks herum.

Wir haben diese Unterkunft sehr gemocht und wären gerne länger als eine Nacht geblieben.

Meine Einschätzung: Der Tarangire war für uns ein gelungener Einstieg in die Safari. Eine Nacht am Lake Burunge war schön, rückblickend hätte ich mir hier auch etwas mehr Zeit vorstellen können.

Lake Burunge Tented Camp mit Zeltunterkunft oberhalb des Burunge-Sees in Tansania
Das Lake Burunge Tented Camp gehörte zu den Unterkünften, in denen wir gerne länger geblieben wären.
Pool im Lake Burunge Tented Camp mit Blick in die Landschaft am Burunge-See
Nach dem ersten Safari-Tag im Tarangire war der Pool mit Blick Richtung Burunge-See genau richtig.

Tag 3 & 4 – Lake Manyara Nationalpark und Mto wa Mbu

Um 8 Uhr morgens fuhren wir weiter in den Lake Manyara Nationalpark und unternahmen dort eine Safari. Der Park ist deutlich kleiner als die Serengeti, aber landschaftlich ganz anders: See, Wald, viele Vögel, Elefanten und große Pavian-Gruppen.

Am späten Nachmittag erreichten wir nach einer sehr ruppigen Auffahrt über holprige Pisten die Rhotia Valley Tented Lodge. Die Lodge liegt im Hochland auf etwa 1.800 Metern am Rand der Ngorongoro-Region. Wir haben uns in den Zelten mit bequemen Betten sehr wohlgefühlt. Der Pool war schon etwas in die Jahre gekommen, die Terrasse und der Garten waren dafür schön.

Das Besondere an der Unterkunft ist, dass mit den Übernachtungen ein Waisenhaus unterstützt wird. Auf dem einen Hügel liegt die Lodge, auf dem anderen das Waisenhaus.

Am nächsten Tag erkundeten wir im Rahmen einer zweistündigen Radtour das Dorf Mto wa Mbu in der Manyara-Region. Hier leben mehr als 40 ethnische Gruppen zusammen. Wir radelten durch das Dorf und durch eine Bananenplantage, besuchten eine örtliche Bar, schauten in ein Open-Air-Kunstatelier und durchstöberten einen Markt.

Meine Einschätzung: Lake Manyara war für uns eine schöne Ergänzung, aber nicht der stärkste Safari-Teil der Reise. Die Radtour in Mto wa Mbu brachte dafür eine andere Seite in die Rundreise und war ein guter Kontrast zu den reinen Safari-Tagen.

Safari Lake Manyara
Den „Blue Monkey“ gibt es nur im Lake Manyara NP
Zeltunterkunft im Rhotia Valley Tented Camp im Hochland bei Karatu
Das Rhotia Valley Tented Camp liegt im Hochland bei Karatu – praktisch für Lake Manyara und Ngorongoro.
Tansania Urlaub
Kunstatelier in Mt b

Tag 5 bis 8 – Safari in der Serengeti

Die nächsten Tage zählten zu den stärksten Erlebnissen unserer Tansania Rundreise. Zunächst unternahmen wir nach einer langen Anreise eine Safari in der Zentral-Serengeti und übernachteten im Sound of Silence Camp mitten im Nirgendwo.

Das Camp war toll: Wildtiere spazierten vorbei, abends saßen wir am Lagerfeuer und schliefen danach im Zelt in richtigen Betten. Genauso hatte ich mir Safari in der Serengeti vorgestellt – nicht übertrieben luxuriös, aber sehr besonders.

Von hier fuhren wir weiter in die Nord-Serengeti zu den großen Tierherden. Dort übernachteten wir zweimal im mobilen Ang’ata Migration Bologonja Camp, mitten in der Wildnis. Der Sonnenuntergang und das Abendessen am Lagerfeuer waren eindrücklich. Nachts hörten wir sogar das Brüllen eines Löwen.

Von der Nord-Serengeti aus fuhren wir frühmorgens zum Mara River, um die Große Tierwanderung zu beobachten. Nach mehreren Stunden Warten hatten wir tatsächlich das Glück, eine Überquerung der Gnu-Herden am Mara River zu erleben.

Auf dem Rückweg blieben wir noch einmal eine Nacht im Sound of Silence Camp und unternahmen eine weitere Safari in der Zentral-Serengeti, bevor wir die Serengeti wieder verließen.

Meine Einschätzung: Die Kombination aus Zentral- und Nord-Serengeti würde ich wieder so planen. Die Zentral-Serengeti war bei uns super für Löwen und Leoparden, die Nord-Serengeti für riesige Tierherden und die Nähe zum Mara River. Wenn du für die Große Tierwanderung reist, ist die genaue Lage der Unterkunft extrem wichtig.

Tag 9 – Ngorongoro Conservation Area und Weiterfahrt nach Karatu

Von der Serengeti ging es den recht weiten Weg weiter zum Ngorongoro-Krater. Im Krater selbst verbrachten wir etwa einen halben Tag auf Safari. Wir sahen Flamingos an einem alkalischen See, viele Nilpferde, weite Steppen und sogar ein Nashorn mit Jungtier.

Die ganz großen Herden blieben während unseres Besuchs im September aus, da es sehr trocken war. Landschaftlich war der Krater trotzdem ein Highlight. Schon der Blick vom Kraterrand auf die riesige Caldera ist beeindruckend.

Nach dem Safari-Tag verließen wir den Park wieder und fuhren nach Karatu. Dort übernachteten wir etwas außerhalb in der Marera Valley Lodge.

Meine Einschätzung: Den Ngorongoro-Krater würde ich auf einer ersten Tansania Rundreise einplanen. Er ist kein Ersatz für die Serengeti, sondern ein ganz eigenes Safari-Erlebnis. Für uns war ein halber Tag im Krater ausreichend, weil der Reisetag insgesamt schon lang war.

Ngorongoro Krater
Ngorongoro Krater
Marera Valley Lodge bei Karatu nach der Safari im Ngorongoro-Krater
Die Marera Valley Lodge war unsere Unterkunft nach dem Safari-Tag im Ngorongoro-Krater.

Tag 10 bis 11 – West-Kilimandscharo und Africa Amini Maasai Lodge

Die letzten beiden Tage auf dem Festland von Tansania waren noch einmal ganz anders. Wir verbrachten sie in der Africa Amini Maasai Lodge inmitten der Massai-Steppe mit Blick Richtung Kilimandscharo.

Die Lodge ist ein besonderer Ort, um mehr über die Bräuche und Traditionen der Massai zu erfahren. Der Hauptzweck der Lodge ist es, das Einkommen der lokalen Bevölkerung und damit Bildung und medizinische Versorgung zu verbessern.

Gewohnt haben wir in einem nachgebauten Massaidorf in einem Erdhaus. Es gab einen Pool und sogar eine Sauna. Der weite Blick in die Steppe und der direkte Blick auf den Kilimandscharo – sofern er sich nicht hinter Wolken verbarg – waren sehr schön. Bei Gesprächen am Lagerfeuer, Naturspaziergängen oder Speerwerfen lernten wir die Massai-Kultur etwas besser kennen.

Meine Einschätzung: West-Kilimandscharo war für uns ein besonderes Kultur- und Lodge-Erlebnis. Ich würde diese Station einplanen, wenn du nach der Safari noch etwas anderes als Nationalparks erleben möchtest. Wenn du wenig Zeit hast oder möglichst viel Safari möchtest, wäre dieser Abschnitt eher optional.

Africa Amini Maasai Lodge in der Steppe am West-Kilimandscharo
Die Africa Amini Maasai Lodge war keine klassische Safari-Lodge, sondern eher ein Kultur- und Landschaftserlebnis.
Erdhaus in der Africa Amini Maasai Lodge mit Blick Richtung Kilimandscharo
Unser Erdhaus in der Africa Amini Maasai Lodge – ruhig gelegen und mit Blick Richtung Kilimandscharo, wenn die Wolken mitspielten.
Pool der Africa Amini Maasai Lodge mit Blick in die Steppe am Kilimandscharo
Der Pool mit Blick in die weite Steppe war nach den intensiven Safari-Tagen ein unerwarteter Luxus.

Tag 12 bis 18 – Sansibar als Abschluss der Rundreise

Von West-Kilimandscharo fuhren wir zum Arusha Airport und flogen von dort mit Flightlink in rund einer Stunde nach Sansibar. Den Transfer zum Flughafen organisierte die Massai Lodge für uns.

Auf Sansibar übernachteten wir im Fun Beach Hotel in Jambiani im Osten der Insel. Nach den intensiven Safari-Tagen konnten wir hier unsere Eindrücke in Ruhe verarbeiten und den Strand genießen.

Alle Details zu Sansibar findest du in meinem separaten Beitrag: Die schönsten Sansibar Sehenswürdigkeiten & Ausflüge.

Meine Einschätzung: Sansibar war für uns als Abschluss genau richtig. Ich würde die Insel nach der Safari und nicht davor einbauen. Vor der Safari wäre es für mich zu passiv gewesen, danach war es angenehm, ein paar Tage herunterzufahren.

Strand bei Jambiani auf Sansibar nach unserer Tansania Safari
Sansibar war für uns der passende Abschluss nach der intensiven Safari-Rundreise durch Nord-Tansania.
Fun Beach Hotel in Jambiani auf Sansibar als Abschluss unserer Tansania Rundreise
Nach den Safari-Tagen war das Fun Beach Hotel in Jambiani unser ruhiger Abschluss auf Sansibar.

Was ich an dieser Tansania-Route wieder so planen würde

Mehrere Punkte würde ich rückblickend wieder genauso machen:

  1. Safari klar in den Mittelpunkt stellen
    Tansania lohnt sich vor allem dann, wenn du Safari wirklich als Schwerpunkt siehst. Für uns waren die Tierbeobachtungen, die Serengeti und der Ngorongoro-Krater der Kern der Reise.
  2. Zentral- und Nord-Serengeti kombinieren
    Die Zentral-Serengeti und die Nord-Serengeti fühlten sich unterschiedlich an. Gerade diese Kombination machte die Serengeti für uns so stark.
  3. Mit Fahrer und Guide reisen
    Obwohl wir sonst oft als Selbstfahrer unterwegs sind, war der private Fahrer mit Guide in Tansania für uns die richtige Entscheidung. Ohne die Erfahrung unseres Guides hätten wir viele Tierbeobachtungen wahrscheinlich verpasst.
  4. Sansibar ans Ende legen
    Nach mehreren intensiven Safari-Tagen war der Strandabschluss sinnvoll. Direkt nach der Ankunft hätte ich Sansibar weniger passend gefunden.
  5. Nicht zu viele Regionen einbauen
    Tansania ist groß. Selbst diese Route war intensiv. Ich würde auf einer ersten Reise nicht versuchen, zusätzlich noch den Süden oder Westen des Landes einzubauen.

Was ich heute anders planen würde

Die Route hat für uns gut funktioniert. Trotzdem gibt es ein paar Punkte, die ich heute bewusster abwägen würde.

Mehr Zeit am Lake Burunge
Das Lake Burunge Tented Camp hat uns sehr gut gefallen. Eine Nacht war knapp. Wenn du langsamer reisen möchtest, könntest du hier eine zusätzliche Nacht einplanen.

Tempo insgesamt prüfen
Die Route war intensiv. Wer weniger Ortswechsel möchte, sollte entweder die Reise verlängern oder eine Station streichen. Tansania ist kein Ziel, bei dem ich möglichst viel in möglichst kurzer Zeit abhaken würde.

West-Kilimandscharo bewusst einordnen
Die Africa Amini Maasai Lodge war ein besonderes Erlebnis, aber sie ist kein Safari-Stopp und teuer. Für uns passte es sehr gut, weil es nach den Nationalparks noch einmal eine andere Perspektive brachte und ein weiteres Highlight der Reise war. Bei knapper Zeit würde ich überlegen, ob diese Station wichtiger ist als mehr Zeit in der Serengeti oder auf Sansibar.

Sansibar zeitlich an deine Bedürfnisse anpassen
Sechs Nächte Sansibar waren für uns nach der Safari perfekt. Wenn du eher aktiv reisen möchtest, reichen eventuell weniger Nächte. Wenn du wirklich Badeurlaub willst, kannst du den Sansibar-Teil verlängern.

Beste Reisezeit für diese Tansania-Route

Wir waren Mitte September in Tansania unterwegs. Für unsere Route war diese Reisezeit sehr passend, weil sie auf Safari im Norden und die Große Tierwanderung am Mara River ausgerichtet war.

Kurz gesagt: Für Safari gilt die Trockenzeit von Juni bis Oktober als besonders gute Reisezeit. Wenn du die Große Tierwanderung am Mara River erleben möchtest, ist nach unserer damaligen Planung besonders September bis Anfang Oktober interessant. Trotzdem gehört Glück dazu. Die Natur lässt sich nicht fest buchen.

Wir hatten Mitte September tatsächlich das Glück, eine Überquerung der Gnu-Herden am Mara River zu sehen. Von Dezember bis März befinden sich die großen Tierherden eher in der südlichen Serengeti. Dann wäre die Route anders zu planen.

Wichtig: Bitte prüfe vor der Buchung aktuelle Informationen zur Migration, zu Parkbedingungen und zur konkreten Lage deiner Unterkunft. Gerade bei der Großen Tierwanderung macht es einen großen Unterschied, ob du in der passenden Region der Serengeti übernachtest.

Tansania mit Fahrer oder als Selbstfahrer auf dieser Route?

Obwohl wir sonst oft als Selbstfahrer unterwegs sind, entschieden wir uns in Tansania bewusst für einen privaten Fahrer mit Guide. Für diese Route war das rückblickend die richtige Entscheidung.

Das Land ist nur bedingt auf Selbstfahrer ausgelegt. Straßenschilder sind selten, viele Strecken sind unbefestigt oder in schlechtem Zustand. Dazu kommt: Auf Safari geht es nicht nur darum, von A nach B zu kommen. Ein guter Guide sieht Tiere früher, kennt typische Plätze und kann Situationen besser einschätzen.

Selbstfahren ist in Tansania möglich, erfordert aber eine sehr gute Vorbereitung. Unterwegs trafen wir kaum andere Selbstfahrer. Mit unserem Guide hätten wir viele Tierbeobachtungen ohne sein Wissen und seine Erfahrung schlicht verpasst.

Meine Einschätzung: Für genau diese Route mit Tarangire, Lake Manyara, Serengeti, Ngorongoro und West-Kilimandscharo würde ich wieder mit Fahrer und Guide reisen.

Fazit: Würde ich diese Tansania-Rundreise wieder so planen?

Ja, grundsätzlich würde ich diese Tansania-Route wieder so planen. Die Kombination aus Safari im Norden und Sansibar als Abschluss war für uns sehr stimmig. Besonders die Serengeti, die Nord-Serengeti und der Ngorongoro-Krater haben die Reise geprägt.

Trotzdem ist diese Route nicht entspannt im klassischen Sinn. Du sitzt viel im Jeep, startest früh und wechselst mehrfach die Unterkunft. Dafür bekommst du aber eine enorme Dichte an Safari-Erlebnissen.

Wenn ich heute etwas ändern würde, dann eher am Tempo: an einzelnen Orten etwas länger bleiben und die Route noch bewusster auf die eigene Reisedauer abstimmen. Für eine erste Tansania Reise mit Safari-Fokus ist diese Route aber sehr stark.

Weitere persönliche Eindrücke findest du im Beitrag Tansania Urlaub: unsere Safari-Erfahrungen und im Beitrag über die schönsten Sansibar Sehenswürdigkeiten.

Wenn du noch verschiedene Länder für eine Afrika-Reise vergleichst, findest du in meinem Überblick zu den schönsten Reisezielen in Afrika weitere Ideen – von Safari bis Strand.