Luxor in Ägypten ist definitiv eine Reise wert. Aber auch bei einem Tagesausflug von Hurghada aus, kannst du einige der antiken Denkmäler besuchen. Welche Luxor-Sehenswürdigkeiten besonders schön sind und wie unsere Erfahrungen mit einem Ausflug nach Luxor waren, verrate ich dir hier auf meinem Reiseblog.
Inhaltsverzeichnis
- Ägypten – ein spannendes Land mit viel Geschichte
- Die Lage von Luxor
- Ausflug nach Luxor – Ablauf und Details
- Beste Reisezeit für Luxor
- Was kostet ein Ausflug von Hurghada zu den Sehenswürdigkeiten von Luxor?
- Wie gefährlich ist die Fahrt nach Luxor?
- Diese Sehenswürdigkeiten in Luxor lohnen sich
- Weitere Luxor-Sehenswürdigkeiten
- Fazit: Luxor Sehenswürdigkeiten – lohnt sich der Tagesausflug?
Ägypten – ein spannendes Land mit viel Geschichte
Es wird vermutet, dass Menschen bereits vor 250 000 Jahren in Ägypten siedelten. Etwa vor 25.000 Jahren wurden sie an den fruchtbaren Ufern des Nils sesshaft. Die Hochkultur Ägyptens begann etwa 3. Chr. und endete mit der Unterwerfung der Römer.
Im antiken Ägypten wurden die Könige Pharaonen genannt und in der Frühzeit sogar als Götter verehrt. Die mächtigen Pharaonen herrschten über eine Zeitspanne von mehr als 3000 Jahren, eine unglaublich lange Zeit. In der Religion der alten Ägypter gab es viele verschiedene Götter. Einen besonderen Platz nahm dabei der ägyptische Totenkult ein. Daraus resultierten beeindruckende Tempel und Gräber mit unfassbar wertvollen Grabbeigaben. Viele dieser imposanten Bauwerke kannst du in Luxor besichtigen.

Die Lage von Luxor
Luxor liegt in Oberägypten am grünen Ufer des Nils. Die oberägyptische Stadt befindet sich knapp 280 Kilometer südöstlich von Soma Bay und Safaga, sowie gut 300 Kilometer von Hurghada entfernt. Von diesen drei Urlaubsorten aus bietet sich ein Tagesausflug nach Luxor an.
Gut zu wissen: In Luxor befinden sich nicht die Pyramiden von Gizeh, diese befinden sich im 700 Kilometer entfernten Kairo.
Ausflug nach Luxor – Ablauf und Details
Wir waren eine Woche tauchen in Soma Bay und wollten auf keinen Fall die Sehenswürdigkeiten von Luxor verpassen. Es war schon lange ein Traum von mir, die antiken Tempelanlagen und das Tal der Könige zu sehen. Wir buchten deshalb bereits von zu Hause aus einen privaten Ausflug nach Luxor. Angebote kannst du zum Beispiel bei Get Your Guide* finden. Es ist aber auch möglich, vor Ort kurzfristig eine Tour zu buchen.
Wir wurden um halb sieben von unserem Hotel abgeholt. Unser privater Fahrer fuhr zuerst nach Safaga. Dort müssen sich alle Ausflügler auf dem Weg nach Luxor melden. Der Tour-Operator musste bereits im Vorfeld eine Genehmigung für die Tour einholen. Dazu benötigte er die Daten der Reisenden sowie den Hotelnamen und die Zimmernummer.
Später machten wir eine kurze Frühstückspause an einer Raststätte. Nach etwa vier Stunden trafen wir schließlich in Luxor ein. Dort erwartete uns bereits unser deutschsprachiger Guide, welcher uns die Sehenswürdigkeiten von Luxor näherbrachte. Abends gegen neun Uhr waren wir schließlich wieder zurück in unserem Hotel.

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Beste Reisezeit für Luxor
Unsere Reisezeit im November war mit gemäßigten Temperaturen ideal für Besichtigungen. In Luxor lagen die Temperaturen mit 30 Grad um ein paar Grad höher als an der Küste. Ein Sonnenhut und Sonnencreme leisteten uns gute Dienste.
Die deutschen Sommermonate sind für eine Besichtigung in Luxor ungeeignet. Unser Guide berichtete uns von Temperaturen von bis zu 60 Grad im Tal der Könige im Juli und August.

Was kostet ein Ausflug von Hurghada zu den Sehenswürdigkeiten von Luxor?
Wir haben für unseren privaten Ausflug nach Luxor für zwei Personen 6.900 EGP bezahlt. Im Preis inbegriffen waren der Fahrer, ein deutschsprachiger Tourguide, Eintrittsgelder, Mittagessen und die Permission (Erlaubnis der Tourismusbehörde). Der Wechselkurs hat sich zwischenzeitlich stark verändert. Aktuell (2026) musst du für einen Tagesausflug in der Gruppe etwa 100 € und für eine private Tour mit circa 200 € rechnen. Möchtest du die Tour ganz entspannt von zu Hause buchen? Hier kannst du die Touroptionen ansehen und buchen*.
Wie gefährlich ist die Fahrt nach Luxor?
Weite Teile der Strecke führen einsam durch die Wüste und die Straßen sind größtenteils gut ausgebaut. Generell ist es sicher, nach Ägypten zu reisen. Das Auswärtige Amt gibt lediglich eine Teilreisewarnung für den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet, sowie für entlegene Teile der Sahara aus.
Eine Reise nach Oberägypten und damit ein Ausflug nach Luxor gelten damit als ungefährlich. Das einzig Gefährliche an einem Ausflug, ist die Fahrweise der Ägypter: Es wird überholt trotz Gegenverkehr, es wird telefoniert während der Fahrt und bei Dunkelheit sind viele Fahrzeuge ohne Beleuchtung. Achte deshalb unbedingt bei Beginn der Fahrt auf einen funktionierenden Sicherheitsgurt.
Diese Sehenswürdigkeiten in Luxor lohnen sich
Bei einem Tagesausflug kannst du unmöglich alle Luxor-Sehenswürdigkeiten besuchen, es sind einfach zu viele. Setze deshalb Prioritäten und konzentriere dich auf ein paar Highlights. Folgende fantastische Sehenswürdigkeiten haben wir besucht, ich kann sie zu 100 Prozent weiterempfehlen.
Karnak-Tempel
Am östlichen Nilufer liegt eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Ägypten, der Karnak-Tempel. Die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Tempelanlage war unsere erste Station in Luxor. Sie hat mich mit ihrer Größe und Schönheit sehr beeindruckt. Obwohl hier viel los war, hat es sich sehr gut verteilt.
Eigentlich handelt es sich um einen riesigen Tempelkomplex mit drei Haupttempeln, mehreren kleineren geschlossenen Tempeln und einigen Außentempeln. Besonders faszinierend ist der große Säulensaal mit den mächtigen, 15 Meter hohen Säulen.
Der Karnak-Tempelkomplex wurde von rund 30 verschiedenen Pharaonen erbaut und immerzu erweitert. Fast 1.700 Jahre wuchs die Anlage und veränderte fortwährend ihr Gesicht. Begonnen wurde mit dem Bau im Mittleren Reich, und er reichte bis in die griechisch-römische Zeit hinein.






Tal der Könige
Nach unserem Besuch des Karnak-Tempels genossen wir ein Mittagessen am Nilufer. Anschließend setzten wir mit einem Motorboot zum Westufer des Nils über. Dort erwartete uns schon unser Fahrer, welcher uns zum Tal der Könige brachte.


Die Pharaonen des Neuen Reiches errichteten ihre Grabmäler im trockenen Flusstal gegenüber der antiken Stadt Theben, dem heutigen Luxor. Insgesamt befinden sich im Tal der Könige über 60 Gräber. Im alten Ägypten wurden die Friedhöfe meist am Westufer angelegt, da die Ägypter glaubten, dass der Sonnengott am westlichen Horizont unterging und am östlichen Horizont wiedergeboren wurde.
Der abgelegene Ort wurde aber auch deshalb gewählt, da die damaligen Herrscher bereits wussten, dass leicht auffindbare Grabstätten von Grabräubern geplündert werden. So bauten sie ihre Gräber unterirdisch, gut versteckt. Es ist ein einmaliges Erlebnis, einige dieser alten Gräber zu betreten. Bei der Eintrittskarte ist der Besuch von drei Gräbern inkludiert. Wir haben die Gräber von Rameses III., Rameses IV. und Rameses IX. besucht, welche uns unser Guide empfahl.
Das berühmte Grab des jung verstorbenen Tutanchamun kostet extra Eintritt. Wir haben es aufgrund der Empfehlung unseres Guides nicht besucht. Er meinte, die Grabkammer selbst sei weniger beeindruckend, da die Bauzeit aufgrund des frühen Todes des Pharaos sehr kurz gewesen sei. Das Einmalige und Besondere an diesem Grab war, dass es nicht geplündert wurde. Die wertvollen Grabbeigaben können heute im Museum in Kairo bewundert werden.









Hatschepsut, Deir el-Bahari
Nach der faszinierenden Welt im Tal der Könige fuhren wir weiter zum Hatschepsut-Tempel. An dem terrassenförmigen Tempel machten wir allerdings aus Zeitgründen nur einen kurzen Fotostopp.
Der Tempel wurde von Hatschepsut errichtet, einer der mächtigsten Frauen des alten Ägypten. Sie herrschte über zwei Jahrzehnte anstelle des noch unmündigen Thutmosis III. Sie ernannte sich selbst von der Königin zum Pharao. Wenn du mehr über Hatschepsut erfahren möchtest, lies hier weiter: Hatschepsut: Die Frau, die Pharao war.

Die Gräber von Qurnet Murrai
Unser nächster Stopp ist ein absoluter Geheimtipp unter den Sehenswürdigkeiten von Luxor. Gängige Reiseveranstalter haben dieses antike Highlight bisher nicht auf dem Plan. In Qurnet Murrai (auch Qrna Murai oder Qurnat Mura’i geschrieben) am westlichen Nilufer befindet sich auf einem Hügel ein verlassenes Dorf. Die Häuser des Dorfes wurden auf alten thebanischen Gräbern gebaut.

In Qurnet Murrai fand man Privatgräber von hohen Beamten aus dem Neuen Reich (Zeitspanne im Alten Ägypten zwischen 1550 und 1070 v. Chr.). Nach dem Fund der Gräber wurden die Bewohner des Dorfes umgesiedelt und die Gräber freigelegt und erforscht.
Zusammen mit einem Hüter durchstreiften wir die Ruinen. Wir bestaunten die bunt verzierten Gräber und genossen einen tollen Ausblick auf Luxor und das Nilufer. Wir waren tatsächlich die ersten Besucher, mit denen unser Guide hier war.






Ramesseum-Tempel
Eine weitere besonders schöne Sehenswürdigkeit in Luxor ist das Ramesseum. Wir erkundeten den Totentempel von Ramses II am späten Nachmittag und waren dabei die einzigen Besucher. Das Ramesseum diente sowohl dem Totenkult des ehemaligen Königs als auch der Verehrung des Gottes Amun. Die Tempelanlage mit den aufwendig verzierten Säulen und den imposanten Statuen verzauberte uns im untergehenden Licht der Sonne. Das Ramesseum ist ein sehr magischer Ort!






Memnonkolosse
Unser letzter kurzer Stopp war zu guter Letzt bei den mächtigen Memnonkolossen. Die riesigen Statuen sind Überbleibsel des Tempels des Amenophis III. aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. Lediglich die Kolossalstatuen stehen heute noch, vom Tempel ist nichts mehr übrig geblieben.


Weitere Luxor-Sehenswürdigkeiten
An einem Tag lassen sich unmöglich alle Sehenswürdigkeiten von Luxor besichtigen. Weitere Highlights sind natürlich ebenso der Luxor-Tempel oder das Luxor Museum. Auch an weiteren beeindruckenden Tempeln mangelt es nicht, wie dem Totentempel des Ramses III. oder dem Tempel des Sethos I.
Fazit: Luxor Sehenswürdigkeiten – lohnt sich der Tagesausflug?
Unser Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten von Luxor hat uns richtig gut gefallen. Die lange Fahrt war zwar anstrengend – und die abenteuerliche Fahrweise unseres Fahrers hat es nicht gerade entspannter gemacht. Aber sobald du zwischen Tempeln und Königsgräbern stehst, ist das ehrlich gesagt schnell vergessen. Diese antiken Anlagen live zu erleben, ist etwas ganz Besonderes und bleibt hängen. Wenn du noch mehr Inspiration für deine Reise suchst: Auf meiner Ägypten-Übersichtsseite findest du alle bisher erschienenen Beiträge gesammelt.




Sehr schöner Bericht- Danke.
Ichbdenke aber es ist die Anlage Ramses III. und nicht Ramses II. Oder irre ich mich?
War ein Irrtum- sorry.
Kein Ding :)
Ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat!