In Südafrika gibt es so unheimlich viel zu entdecken! Schon allein die Umgebung von Kapstadt bietet zahlreiche Erlebnisse und Naturhighlights. Wenn du in Kapstadt bist, ist eine Tagestour zum Kap der Guten Hoffnung fast schon Pflichtprogramm. Auf dem Roadtrip auf der Kap-Halbinsel gibt es aber noch viel mehr zu entdecken, als das Kap der Guten Hoffnung, ich habe dir deshalb hier mal meine Tipps für alle Highlights auf dem Weg aufgeschrieben.
Aktualisiert Januar 2024
Inhaltsverzeichnis
- Alle Highlights in der Kapregion auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung
- Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung – Details zu den einzelnen Highlights
- 1) Chapman‘s Peak Drive – eine der coolsten Küstenstraßen der Welt
- 2) Noordhoek – traumhafter Strand und weit und breit keine Seele unterwegs
- 3) Muizenberg – bunte Strandhäuschen und weiße Haie
- 4) Boulders Beach bei Simon’s Town – süße Pinguine
- 5) Cape Point – Meer so weit das Auge reicht
- 6) Kap der Guten Hoffnung – früher von Seefahrern gefürchtet, heute ein Magnet für Touristen
- 7) Dias Beach – ein weißer Traumstrand
- Wie viel Zeit du für das Kap der Guten Hoffnung und die Kap-Halbinsel einplanen solltest
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Alle Highlights in der Kapregion auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung
Starte am besten frühmorgens von Kapstadt aus, um ausreichend Zeit für diese wundervolle Route zu haben. Fahre über den malerischen Chapmans Peak Drive und genieße die atemberaubende Aussicht. Setze dann deine Reise fort zum schönen Strand von Noordhoek, wo du einen entspannten Spaziergang entlang des weichen Sandes machen kannst. Anschließend führt dich die Route weiter zu den bunten Häuschen von Muizenberg.
Mache einen Halt am Boulders Beach, um die süßen Pinguine zu beobachten und vielleicht eine kleine Mittagspause einzulegen. Nach einer erfrischenden Pause fährst du weiter zur Spitze der Kap-Halbinsel zum Cape Point und anschließend zum Kap der Guten Hoffnung.
Auf dem Rückweg solltest du unbedingt einen Stopp am traumhaften weißen Dias Beach einlegen, der nicht weit vom Kap entfernt liegt. Dort kannst du nochmals die entspannende Atmosphäre und den wunderschönen Strand genießen, bevor du dich auf den Heimweg nach Kapstadt begibst.
Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung – Details zu den einzelnen Highlights
1) Chapman‘s Peak Drive – eine der coolsten Küstenstraßen der Welt
Chappy, wie der Chapman‘s Peak Drive von den Einheimischen liebevoll genannt wird, sollte bei einem Kapstadt Besuch auf keinen Fall fehlen. Diese spektakuläre Panoramastraße wurde vor rund 100 Jahren gebaut. Sie ist 10 Kilometer lang und hat einigen Haltebuchten für Fotostopps. Am schönsten ist es am späten Nachmittag, wenn das Licht weicher wird. Wir fuhren die Panoramastraße deshalb noch ein zweites Mal am Nachmittag. Für das Befahren der kurvenreichen Küstenstraße muss eine Maut entrichtet werden. Die einfache Fahrt kostet 37 Rand (circa 2 €).
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2) Noordhoek – traumhafter Strand und weit und breit keine Seele unterwegs
Nach dieser wundervollen Fahrt über den „Chappy“ geht es weiter (von Kapstadt aus kommend) an den langen, weißen Sandstrand von Noordhoek. Oberhalb des Strandes befindet sich ein kostenloser Parkplatz. Wir stellten dort unser Auto ab und machten einen Spaziergang an dem wunderschönen Strand. Unser unerschrockener ReiseSpatz Sohn sprang sogar bei einer Wassertemperatur von höchstens 18 Grad ins Wasser. Mir reichte es bereits nach einem Wassertest mit dem großen Zeh.
3) Muizenberg – bunte Strandhäuschen und weiße Haie
Die schönen Art déco Hausfassaden der Strandhäuser in False Bay sind ein cooles Fotomotiv. Muizenberg liegt rund 25 Kilometer südlich von Kapstadt und besitzt einen sage-und-schreibe 32 Kilometer langen Sandstrand. Die Wellen kommen flach an den feinsandigen Strand, wodurch er auch für kleinere Kinder zum Baden geeignet ist. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp ein, um ein paar Fotos zu schießen und einen kleinen Strandspaziergang in Sand zu unternehmen. Danach fuhren wir weiter in Richtung Boulders Beach.
An der Promenade machen Flaggen den Besucher auf die aktuelle Gefahr durch Haie aufmerksam. Rote Flagge bedeutet Hai-Alarm, das heißt, dass in den vergangenen zwei Stunden Haie gesichtet wurden. Bei grüner Flagge besteht kein Risiko. Weitere Informationen zu den Shark Spotters, sowie wann und wo wie viele Haie gesichtet wurden, findest du hier.
4) Boulders Beach bei Simon’s Town – süße Pinguine
Am Boulders Beach lebt eine Brillenpinguin-Festlandkolonie. Fast 3.000 Pinguine tummeln sich im Sand, auf den runden Granitblöcken oder im Wasser. Der Strand mit dem türkisfarbenen Wasser gehört zum Table Mountain National Park, deshalb wird Eintritt fällig (rund 10 €). Auf erhöhten Plattformen und Holzstegen kannst du die lustigen Pinguine beobachten und fotografieren. Ich sah die süßen Tierchen das erste Mal und freute mich sehr darüber, auch wenn ich die Plattform mit vielen anderen Touristen teilen musste.
Nach dem Besuch der Pinguinkolonie kann ich einen Besuch im Penguin Point Café empfehlen. In entspannter Atmosphäre gibt es in diesem Terrassen-Restaurant mit Blick aufs Meer leichte Gerichte oder hausgemachten Kuchen.
Cape of Good Hope Nature Reserve
Auf dem Weg weiter musst du das Tor des Cape of Good Hope Nature Reserve passieren. Die Tore sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Die direkte Fahrt vom Eingangstor zum Parkplatz des Cape Point dauert ohne Stopps rund 15 Minuten.
Eintrittspreise: Erwachsene R400 (ca. 20 €), Kinder R200 (ca. 10 €) | Weitere Informationen: CapePoint Website
5) Cape Point – Meer so weit das Auge reicht
Die Spitze der Kap-Halbinsel ist Cape Point. Am Fuße des Historical Lighthouses befindet sich ein großer Parkplatz. Am späteren Nachmittag ist nicht mehr so viel los und man findet leicht eine leere Parkbucht. Den Souvenirshop und das Info-Center ließen wir links liegen und stiegen gleich die 120 Treppenstufen zum Leuchtturm hinauf. Theoretisch könnte man auch mit der Zahnradbahn hochfahren, doch dann würde man sich die schönen Ausblicke während des Aufstieges entgehen lassen.
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6) Kap der Guten Hoffnung – früher von Seefahrern gefürchtet, heute ein Magnet für Touristen
Das Kap der Stürme, wie es sein Entdecker Bartolomeu Diaz nannte, liegt nahe dem Cape Point. Fälschlicherweise wird dem Kap häufig das Attribut »südlichster Punkt Afrikas« oder »wo zwei Ozeane aufeinandertreffen« zugeordnet. Diese Auszeichnung gebührt jedoch dem Cape Agulhas, welches 140 km südöstlich liegt. Der Ausblick vom Kap der Guten Hoffnung ist spektakulär: türkisfarbenes, klares Wasser und eine faszinierende Küstenlandschaft.
Kap der Guten Hoffnung – gut zu wissen
✔ Der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz entdecke das Kap der Guten Hoffnung im 15. Jahrhundert bei einer Umrundung der Kap-Halbinsel. Im Auftrag von Prinz Heinrich sollte er neue Seewege in den Osten erschließen.
✔ Das Kap der Guten Hoffnung wird vom Atlantik umspült. Erst am Cape Agulhas treffen der Atlantik und der Indische Ozean aufeinander.
✔ Diaz benannte die Felsenzunge zunächst „Cabo das Tormentas“, was so viel heißt wie „Kap der Stürme“. Erst später wurde es von vom portugiesischen König Johann II. zu „Kap der Guten Hoffnung“ umbenannt, da der Seeweg nun nach Indien entdeckt war.
✔ Das Kap der Guten Hoffnung ist der südwestlichste Punkt Afrikas. Kap Agulhas ist der südlichste Punkt Afrikas.
7) Dias Beach – ein weißer Traumstrand
Der Dias Beach ist der Hammer! Sand, so weiß wie Schnee – einfach unglaublich. Wir wurden an dem leeren Parkplatz von halbwüchsigen Straußen begrüßt, damit war die Idylle perfekt. Leider kamen wir aber erst ziemlich spät am Strand an und hatten deshalb nicht so lange Zeit. Der späten Stunde war es aber sicherlich auch zu verdanken, dass wir einen menschenleeren Strand genießen durften.
Wie viel Zeit du für das Kap der Guten Hoffnung und die Kap-Halbinsel einplanen solltest
Wir haben alle genannten Sehenswürdigkeiten der Kap-Halbinsel innerhalb eines Tages erkundet. Die Gesamtstrecke (ab/bis Chapman’s Peak Drive) beträgt ungefähr 120 Kilometer. Wenn du früh am Morgen startest, lässt sich das gut machen. Solltest du aber mehr Zeit haben, kannst du die Kap-Highlights auch gut auf zwei Tage aufteilen.
Wenn du zwei Tage Zeit hast, würde ich am ersten Tag den Chapmans Peak Drive, den Noordhoek Beach, Muizenberg und Boluders Beach erkunden und am zweiten Tag den Nationalpark mit Cape Point, Kap der Guten Hoffnung und dem Dias-Beach. Somit hast du noch Zeit, um im Park einen der vielen Wanderwege auszuprobieren. Vorschläge für kurze Wanderungen findest du hier: Best short walks and hikes around Cape Point.
Alle Stationen auf der Kap-Halbinsel haben mir super gut gefallen: die putzigen Pinguine am Boulders Beach, das unbändige Meer am Cape, die traumhaften Strände von Nordhooek und Dias Beach sowie die bunten Strandhäuser in Muizenberg. Keines davon hätte ich missen wollen. Den Capmans Peak Drive sind wir sogar zweimal gefahren. Von Kapstadt aus erkundeten wir anschließend die Garden Route und setzten unseren zweiwöchigen Südafrika Roadtrip fort. Eine wundervolle Tour!
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Nadine von Planet Hibbel war auch mit ihrer Familie in Südafrika unterwegs, hier kannst ihre Tipps für die Kapregion nachlesen. Auch Bloggerkollegin Ines von Viermal Fernweh hat über die Kap-Halbinsel geschrieben.
Hast du die Kap-Provinz schon einmal besucht? Welche Tipps hast du?
Die Kap-Halbinsel hat uns auf unser Tour entlang der Gardenroute auch verzaubert. Wir hatten uns eine Nacht am Boulders Beach einquartiert und so konnten wir mehrfach die dort lebenden Pinguine besuchen – einfach ein Traum.
LG, Christoph
Hi Christoph,
die Pinguine fanden wir auch total putzig!
LG, Sabine
Hach, schon wieder zwei Jahre her. Die Kap-Region haben wir auch sehr ins Herz geschlossen, eine kleine Liebeserklärung habe ich auf meinem Blog ja auch schon vor längerer Zeit geschrieben. Die Klassiker sind nach wie vor sehr sehenswert und gar nicht so überlaufen. Eure Bilder sehen schön sommerlich aus. Uns sind am Kap der guten Hoffnung fast die Mützen vom Kopf geflogen. Wir waren im afrikanischen Winter dort. :-) Liebe Grüße, Ines
Unsere Reisezeit waren die Osterferien, also April. Das Wetter war meist sehr schön und auch nicht besonders windig. Deinen Bericht über die Kap-Halbinsel habe ich gleich nochmal verlinkt :-)