Der malariafreie Addo Elephant National Park beherbergt die Big Five und ist ganz einfach als Selbstfahrer zu erkunden. Die Straßen sind perfekt ausgebaut und gut beschildert. Auch für Afrika Neulinge ist eine Safari im Addo ganz easy. Verpasse also nicht einen Besuch im Addo Park, wenn du eine Südafrika Reise unternimmst. Hier erhältst du neben praktischen Tipps für eine Safari auf eigenen Faust auch eine Empfehlung für eine gut gelegene Lodge.

Aktualisiert Januar 2023

Hinter uns liegen zwei wundervolle Wochen in Südafrika. Wir unternahmen einen coolen Roadtrip von Kapstadt zur Garden-Route, dabei sollte natürlich auch eine Safari nicht fehlen. Wir steuerten deshalb den Addo Elephant National Park, etwa 70 Kilometer nordöstlich von Port Elizabeth, an. Am Rande des Parks buchten wir in einer Lodge eine Übernachtung, damit unsere Safari ganz entspannt gleich am Morgen starten konnte.

Addo Elephant National Park – praktische Tipps

Der Addo Park kann über die Eingangstore Matyholweni Gate und Addo Gate beim Addo Main Camp befahren werden. Die Toröffnungszeiten richten sich nach dem Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und variieren je nach Jahreszeit. Am Eingang müssen Formulare ausgefüllt und Eintritt bezahlt werden. Du brauchst dazu unbedingt deinen Reisepass.

Eintrittspreise Addo Elephant Park
Erwachsene zahlen pro Tag R376 (circa 20 €) und Kinder R188
Öffnungszeiten
Täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang

Eingangstor Addo Elephant National Park
Matyholweni Gate – Eingangstor zum Addo Nationalpark

Für die Safari im Park gibt es einige Regeln zu beachten. Du darfst zum Beispiel nicht aussteigen, oder Körperteile aus dem Auto strecken. Am Jack’s Picnic Site, in der Mitte des Parks, kannst du dir mal die Beine vertreten und dort gibt es auch Toiletten. Das Tempolimit beträgt 40 km/h.

Im Addo Main Camp gibt es ein Restaurant. Wir sind immer morgens vom Matyholweni Gate gestartet und haben dann dort eine Mittagspause eingelegt. Am Nachmittag ging es dann weiter auf Safari quer durch den Park nach Süden. Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit im Park vergeht. Deshalb würde ich dir empfehlen, bereits früh morgens zu starten.

Elefanten im Addo Elefanten National Park
Elefanten im Addo Park
Wasserbüffel im Addo Park
Am Wasserloch

Mit Kindern im Addo National Park

Mit unserem Jüngsten, der nun auch schon 12 Jahre alt ist, können wir schon fast alles unternehmen. Der Addo Elephant Park ist jedoch in meinen Augen auch mit kleinen Kindern absolut machbar. Das Beste daran, der Park ist komplett frei von Malaria. Wenn du zudem im eigenen Mietauto auf Safari gehst, kannst du dir die Routen selber einteilen und kürzere Etappen planen.

Warzenschwein im Addo Nationalpark
Warzenschweinfamilie
Auf Safari an der Garden Route
Selbstfahrer Safari im Addo National Park

Logdes im Addo Elephant Nationalpark

Es ist generell möglich, direkt im Nationalpark zu übernachten. Von Zeltübernachtung bis zur Lodge gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Unterkünfte können über Sanparks maximal elf Monate im Voraus gebucht werden.

Wir haben leider keine Unterkunft im Park bekommen, obwohl wir es über ein halbes Jahr vorher versucht haben. Wobei das „leider“ relativ ist, denn dadurch haben wir in einer sehr authentischen und schönen Lodge, welche nur wenige Minuten vom Mathyholweni Eingang entfernt lag, übernachtet.

Die Zimmer der Elephants Footprint Lodge* sind groß und geräumig, mit einer Felsdusche im Freien. Das Abendessen, das der Inhaber John mit Hingabe präsentierte, war hervorragend. Wir genossen das authentische Afrikafeeling in vollen Zügen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Lodge ist sehr gut.

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Elephant Footprint Lodge am Addo Nationalpark
Elephants Footprint Lodge am Addo Nationalpark
Lodge in der Nähe des Addo Elephant Parks
Zimmer in der Addo Elephant Footprint Lodge

Diese Tiere gibt es im Addo National Park

Gleich eines vorweg, es gibt die Big Five im Addo Nationalpark. Zu den Big Five zählen Löwen, Leoparden, Nashörner, Wasserbüffel und Elefanten. Es gibt viele verschiedene Vögel, Warzenschweine, Schakale, Hyänen, Affen, Schildkröten, Schlangen und viele Tierarten mehr. Wenn du allerdings nach Giraffen Ausschau hältst, wirst du keinen Erfolg haben. Es gibt im Addo leider keine Giraffen.

Elefantenbaby auf Safari in Südafrika
Die Elefanten sind die Stars des Parks
Elefant auf Safari an der Garden Route
Imposanter Elefantenbulle
Elefanten im Addo Elephant Nationalpark
Süße Elefantenbabys

Wir haben viele, viele Elefanten gesehen. Für mich waren das die allerschönsten Tiererlebnisse. Tatsächlich sahen wir aber auch einige Löwen, jedoch nicht so nah wie die Elefanten. Um sie gut sehen zu können, brauchten wir dafür meistens ein gutes Fernglas.

Zebras im Addo Nationalpark
und immer wieder Zebras
Schakale im Addo Nationalpark
Schabrakenschakal
Löwen im Addo Nationalpark
Der König der Tiere im Addo Elephant Park

Ein besonderes Augenmerk legt die Parkverwaltung auf die Dung Beetles, die großen Mistkäfer. Eigens für diese Käfer gibt es an den Straßenrändern Verkehrsschilder. Es ist zudem verboten über Elefantendung zu fahren, da sich der Käfer davon ernährt und sich somit darin aufhält. Der Elefantendung wird durch die kleinen Kerle in reinen Naturdünger umgewandelt. Wir haben tatsächlich viele Bremsmanöver und Ausweichmanöver für diese kleinen nützlichen Tiere gemacht.

Dung Beetles im Addo Elefenat Nationalpark
Mistkäfer haben Vorfahrt
Mitkäfer im Addo Nationalpark
Nützlicher Mistkäfer

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Safari im Addo Elefanten Park – als Selbstfahrer und organisiert

Wer noch nie auf Safari war, der sollte unbedingt wenigstens einmal eine organisierte Tour im offenen Jeep mitmachen. Man muss jedoch wissen, dass im Addo Park auch die Jeeps nur auf den Wegen fahren dürfen und nicht Offroad, wie in manchen privaten Game Reserves. Der Park eignet sich allerdings perfekt für Selbstfahrer. Besorge dir dazu am Gate eine Karte, dann kann nichts schiefgehen. Du kannst dir aber auch hier schon in dieser Übersichtskarte einen Überblick über den Park verschaffen.

Es ist einfach, sich im Park zurechtzufinden und es macht jede Menge Spaß durch den Park zu fahren und nach Tieren Ausschau zu halten. So kannst du überall so lange stehen bleiben, wie du willst und die Tiere in freier Wildbahn bestaunen. Es sind zwar hauptsächlich Sand- und Schotterpisten, aber in sehr gutem Zustand. Du kannst deshalb den Park mit jedem Pkw befahren.

Die Kosten für eine organisierte Safari belaufen sich auf 435 Rand (rund 23 Euro) und dauern meist um die zwei Stunden. Für eine Fahrt im offenen Jeep solltest du dir je nach Jahreszeit unbedingt warme Klamotten mitnehmen. Buchen kannst du einen Game-Drive direkt bei Sunparks.

Elefanten - Safari mit Kind im Addo Nationalpark
Ganz schön viel los :)
Mit dem Auto auf Safari im Addo Park
Safari als Selbstfahrer im Addo Elephant National Park

Wie viele Tage du für den Addo Elephant National Park einplanen solltest

Für den Addo Park solltest du mindestens zwei Tage mit einer Übernachtung einplanen. So kannst du mindestens einen kompletten Tag im Park verbringen und die Tierwelt in Ruhe erkunden. Je nach An- oder Abreise lässt sich auch noch gut ein weiterer halber Tag im Park einplanen.

Grüne Landschaft im Addo Elefanten Park
Elandantilope
Zebrasichtung auf Safari an der Garden Route
Addo Park in Südafrika

Beste Reisezeit für den Addo Elephant National Park

Das Klima im Addo ist gemäßigt bis heiß. Die Temperaturen im afrikanischen Sommer (November bis Februar) können sogar über 40 Grad erreichen. Die Tage im Winter sind mild, mit kalten Nächten, manchmal sogar mit Frost. Am meisten regnet es im Februar und März. In den trockenen Monaten von Mai bis September sind die Chancen auf Tiersichtungen am höchsten. Grundsätzlich kannst du den Park aber das ganze Jahr über besuchen.

Vergleich der Nationalparks im südlichen Afrika

Ich war nun zum dritten Mal mit meiner Familie in Afrika unterwegs. Das erste Mal in Südafrika mit Kindern lag unser Fokus auf möglichst vielen Safaris und purem Afrikafeeling. Wir besuchten dort unter anderen den Krüger Nationalpark, den Hluhluwe Nationalpark und den iSimangalisi Nationalpark. Das zweite Mal waren wir auf unserer Rundreise in Namibia im Etosha Nationalpark unterwegs. Hier war der Etosha Park nur ein Teil einer großen Rundreise und der Fokus lag mehr auf Landschaftserlebnissen.

Der Krüger Nationalpark ist mit knapp 20.000 km² gut zehnmal so groß wie der Addo Elepahant Park. Der Etosha Park ist sogar mit 22.000 km² noch etwas größer. Also rein von der Fläche kann hier der Addo nicht mithalten. Aber auch in Sachen Tierreichtum und Artenvielfalt hat der Addo im Vergleich mit den beiden großen Parks keine Chance.

Dennoch habe ich noch nie so viele Elefanten auf einmal gesehen wie im Addo Park. Man sollte also den Addo nicht unbedingt mit seinen großen Brüdern vergleichen. Der Addo Elephant Park ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Wer noch nie in einem vergleichbaren Nationalpark war, wird absolut begeistert sein.

Addo Elephant National Park - Elefanten
Elefanten könnte ich ewig beobachten
Kudu im Addo Elephant National Park
Eine Safari durch den Addo Elephant National Park macht der ganzen Familie Spaß
Antilopen im Addo Nationalpark
Sichtungen bei einer Selbstfahrer Safari

Für uns war es bis dato der erste „grüne“ Nationalpark in Afrika. Als wir im Krüger und im Etosha Nationalpark waren, herrschte im August Trockenzeit. Zu dieser Jahreszeit war es dort immer sehr kahl und braun. Umso mehr war ich von den satten grünen Farben im Addo Park absolut fasziniert. Inzwischen waren wir allerdings ebenso in Tansania und im Okavango Delta, wo es auch sehr grün war. Insgesamt verbrachten wir zwei wundervolle Tage im Addo Park. Ich freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen mit Afrika.

Weiterlesen: Viele weitere Bilder und einigen Tipps zum Addo Park gibt es auch auf dem Blog Gin des Lebens.

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