Tansania war für uns keine entspannte Reise im klassischen Sinn, sondern eine intensive Safari-Rundreise mit langen Tagen im Jeep, viel Staub, frühen Starts – und einigen der stärksten Tierbeobachtungen, die wir bisher in Afrika erlebt haben.

In diesem Beitrag geht es deshalb nicht um die genaue Tagesroute, sondern um unsere ehrlichen Tansania-Erfahrungen: Welche Safari-Gebiete sich für uns besonders gelohnt haben, was anstrengend war, warum wir mit Fahrer und Guide gereist sind und für wen ich Tansania wirklich empfehlen würde.

Die komplette Route mit Tagesetappen, Unterkünften und Karte findest du hier: Tansania Rundreise Route für 2-3 Wochen: Safari & Sansibar.

Unsere Tansania-Reise auf einen Blick

PunktUnsere Erfahrung
Reisedauer18 Tage mit An- und Abreise
ReisezeitMitte September
Reiseartprivate Rundreise mit Fahrer und Guide
FokusSafari im Norden Tansanias plus Sansibar
Besuchte Safari-GebieteTarangire, Lake Manyara, Serengeti, Ngorongoro
Größtes HighlightGroße Tierwanderung am Mara River
Intensivster Teilmehrere Tage Serengeti mit langen Fahrten und frühen Starts
Würden wir es wieder so machen?ja – aber mit etwas mehr Zeit an einzelnen Stationen

Warum Tansania für uns eines der stärksten Safari-Länder ist

Tansania ist ein außergewöhnliches Safari-Land. Mehr als 20 Nationalparks, eine enorme Tierdichte und ikonische Landschaften wie die Serengeti oder der Ngorongoro-Krater machen das Land zu einem der besten Safari-Ziele weltweit. Die Serengeti und die Ngorongoro Conservation Area zählen zum UNESCO-Welterbe.

Wir waren bereits auf vielen Safaris in Afrika unterwegs – unter anderem im Okavango-Delta, im Etosha-Nationalpark, im Caprivi-Streifen und in Südafrika. Trotzdem hat uns Tansania noch einmal besonders beeindruckt. Die Weite, die Tierbegegnungen und die Vielfalt der Landschaften sind außergewöhnlich. Der Fokus lag auf Safari im Norden Tansanias, kombiniert mit einem Strandaufenthalt auf Sansibar. Eine Kombination, die für uns perfekt war.

Löwenrudel in der Serengeti während unserer Tansania Safari
Die Serengeti ist eines der besten Safari-Gebiete Afrikas

Unsere Tansania Safari Erfahrungen – ehrlich & ungefiltert

Unsere Tansania-Reise war intensiv, teilweise anstrengend – und genau deshalb so besonders. Lange Tage im Jeep, frühes Aufstehen, Staub und Hitze gehören dazu. Gleichzeitig erlebten wir Safari-Momente, die wir so zuvor noch nie gehabt hatten: riesige Tierherden, unglaublich viele Löwen, Leoparden, Elefanten und schließlich die Große Tierwanderung am Mara River.

Tansania ist kein klassisches „Easy“-Reiseziel. Wer kurze Fahrzeiten, wenig Planung und maximale Bequemlichkeit sucht, wird mit einer Safari-Rundreise im Norden vermutlich nicht glücklich. Wer aber echtes Safari-Feeling sucht und bereit ist, sich auf lange Tage draußen einzulassen, wird belohnt. Für uns war es eine der eindrucksvollsten Reisen überhaupt.

Safari-Jeep unterwegs  in Tansania
Safari in Tansania ist intensiv – aber jede Minute wert

Welche Safari-Stationen haben sich für uns gelohnt?

Die Safari-Gebiete im Norden Tansanias waren für uns nicht gleich stark. Die Serengeti war klar das intensivste Erlebnis, der Ngorongoro-Krater landschaftlich besonders, Tarangire ein sehr guter Einstieg – und Lake Manyara eher eine schöne Ergänzung als ein Hauptgrund für die Reise.

Serengeti Nationalpark & Große Tierwanderung

Die Serengeti hat uns am stärksten beeindruckt. Weite Grasflächen, trockene Steppen, Akazienlandschaften, Flüsse und einzelne Felsformationen wechseln sich ständig ab. Besonders in der Nord-Serengeti sahen wir riesige Tierherden, wie ich sie in dieser Größe vorher noch nie erlebt hatte.

In der Zentral-Serengeti begegneten wir dagegen unglaublich vielen Löwen – teilweise sogar auf Bäumen liegend. Es waren so viele, dass wir irgendwann aufgehört haben zu zählen.

Ein besonderer Moment war die Überquerung der Gnu-Herden am Mara River. Nach mehreren Stunden Warten wagte die Herde schließlich den Sprung ins Wasser. Tausende Tiere stürzten gleichzeitig die Böschung hinab. Das war einer dieser Safari-Momente, bei denen man erst später richtig begreift, was man da gesehen hat.

Große Tierwanderung am Mara River in der Serengeti
Die Große Tierwanderung in der Serengeti ist ein einmaliges Naturerlebnis
Tierherde in der Serengeti in Tansania
Große Tierherden in der Nord Serengeti

Tarangire Nationalpark

Im Tarangire Nationalpark verbrachten wir einen Safari-Tag. Der Park ist landschaftlich sehr abwechslungsreich: Trockene Steppen, lichte Akazienwälder, Wasserlöcher und riesige Baobab-Bäume prägen das Bild.

Hier sahen wir zum ersten Mal die berühmten baumkletternden Löwen. Besonders beeindruckend waren außerdem die vielen Elefanten, die sich häufig an Wasserstellen aufhielten. Tarangire hat uns vor allem durch seine Landschaften begeistert.

Tarangire Nationalpark
Im Tarangire sahen wir sogar einen Löwen im Baum.
Elefantenherde im Tarangire Nationalpark
Der Tarangire ist bekannt für Elefanten

Lake Manyara Nationalpark

Der Lake Manyara Nationalpark ist vergleichsweise klein, aber landschaftlich ganz anders als die übrigen Parks. Geprägt wird er durch einen großen alkalischen See, tropische Wälder und das Seeufer.

Wir sahen hier viele Vögel, Elefanten und riesige Pavian-Gruppen. Die berühmten baumkletternden Löwen haben wir hier zwar nicht gesehen, trotzdem hat uns der Park sehr gefallen – gerade wegen seiner Vielfalt auf kleinem Raum.

Große Pavian-Gruppe im Lake Manyara Nationalpark
Lake Manyara ist bekannt für seine großen Pavian-Gruppen
Vögel in Tansania
Im Park gibt es auch viele bunte Vögel

Ngorongoro Krater & Conservation Area

Der Ngorongoro Krater entstand vor über zwei Millionen Jahren durch einen Vulkanausbruch und zählt seit 1979 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Vom Kraterrand auf rund 2.200 Metern Höhe bietet sich ein spektakulärer Blick auf die riesige Caldera.

Im Krater selbst sahen wir Flamingos an einem alkalischen See, viele Nilpferde, weite Steppen und sogar ein Nashorn mit Jungtier. Die ganz großen Herden blieben während unseres Besuchs im September aus, da es sehr trocken war – landschaftlich war der Krater trotzdem ein Highlight.

Aussichtspunkt mit Blick in den Ngorongoro Krater in Tansania
Der Ngorongoro Krater ist eines der Highlights jeder Tansania Safari
Alkalischer See im Ngorongoro Krater
Alkalischer See im Krater

Tansania als Selbstfahrer oder mit Guide?

Obwohl wir sonst oft als Selbstfahrer unterwegs sind, entschieden wir uns in Tansania bewusst für einen privaten Fahrer mit Guide. Das Land ist nur bedingt auf Selbstfahrer ausgelegt: Straßenschilder sind selten, viele Strecken sind unbefestigt und in schlechtem Zustand.

Selbstfahren ist möglich, erfordert aber sehr gute Vorbereitung. Unterwegs trafen wir kaum andere Selbstfahrer. Mit unserem Guide Radjabu hätten wir viele Tierbeobachtungen ohne sein Wissen und seine Erfahrung schlicht verpasst. Rückblickend war die Entscheidung absolut richtig.

Safari mit privatem Fahrer und Guide in Tansania
Mit Guide verpasst man auf Safari deutlich weniger

Organisation und Planung unserer Tansania-Reise mit FairAway (Werbung)

Unsere Tansania-Reise haben wir über FairAway gebucht. Für uns hat die Organisation gut funktioniert, weil wir direkt mit Henry aus Tansania geplant haben und die Route zu unserem Reisestil passte: Safari-Fokus, gute Unterkünfte, private Begleitung und zum Abschluss ein paar Tage Sansibar.

Besonders wichtig war für uns der private Fahrer mit Guide. Rückblickend war das eine sehr gute Entscheidung, weil wir viele Tierbeobachtungen ohne die Erfahrung unseres Guides vermutlich verpasst hätten.

FairAway legt Wert auf Reisen mit lokaler Wertschöpfung. Deshalb fiel die Wahl unter anderem auf Unterkünfte wie die Rhotia Valley Lodge und die Africa Amini Maasai Lodge, bei denen soziale Projekte und die lokale Bevölkerung eine Rolle spielen. Das war für uns ein zusätzlicher Pluspunkt, ersetzt aber natürlich nicht die persönliche Prüfung, ob Anbieter, Route und Unterkünfte zum eigenen Reisestil passen.

Begegnung mit Einheimischen während unserer FairAway Reise in Tansania
FairAway legt Wert auf authentische Begegnungen

Du suchst die genaue Route?
Die komplette Tagesplanung mit Stationen, Unterkünften, Karte und meiner Einschätzung zu 2 oder 3 Wochen Tansania findest du in meinem separaten Beitrag zur Tansania Rundreise Route.

Safarifahrzeug in Tansania
Eine Rundreise durch Tansania ist abwechslungsreich mit einer hohen Tierdichte.

Würden wir wieder nach Tansania auf Safari reisen?

Ja. Aber nicht, weil Tansania besonders einfach, günstig oder bequem ist. Sondern weil die Tierbeobachtungen, die Serengeti und die Kombination aus verschiedenen Safari-Landschaften für uns außergewöhnlich stark waren.

Wieder wählen würde ich eine private Safari mit Guide und mehrere Tage in der Serengeti. Anders planen würde ich höchstens das Tempo: weniger Ortswechsel oder mehr Zeit an einzelnen Stationen. Die genaue Routenplanung habe ich deshalb in einem separaten Beitrag aufgeschlüsselt.

Serengeti Safari
Eine Leopardensichtung ist ein absolutes Highlight
Massai in Tansania
Singen und tanzen mit den Massai

Praktische Hinweise aus unserer Tansania-Erfahrung

Beste Reisezeit für Tansania

Für unsere Reise Mitte September war die Trockenzeit ideal, weil wir die Safari im Norden mit der Großen Tierwanderung am Mara River verbinden wollten. Trotzdem bleibt die Migration nie planbar. Wir hatten Glück – garantiert ist eine Flussüberquerung nicht.

Wenn du deine Route gezielt auf die Große Tierwanderung ausrichten möchtest, ist nicht nur der Monat wichtig, sondern vor allem die genaue Lage deiner Unterkunft in der Serengeti. Die detaillierte Einordnung dazu findest du in meinem Routenbeitrag.

Löwenrudeln während einer Safari in Tansania
Tansania ist ein wundervolles Reiseland

Einreise & Visum für Tansania

Der Reisepass muss mindestens noch 6 Monate gültig sein. Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Tansania ein Visum. Ich würde heute klar empfehlen, das E-Visum vorab über das offizielle Portal zu beantragen und genügend Vorlauf einzuplanen. Das Auswärtige Amt nennt aktuell mindestens zehn Arbeitstage Bearbeitungszeit. Ein Visa on Arrival ist für touristische Reisen zwar möglich, aber nicht garantiert und kann mit Wartezeiten verbunden sein. Das Ordinary Visa kostet derzeit 50 US-Dollar.

Bei mir funktionierte das E-Visum damals problemlos und kam bereits nach einem Tag per Mail. Darauf würde ich mich heute aber nicht verlassen. Die offizielle Seite dazu findest du hier: E-Visum Tansania. Reist du mit Minderjährigen, beachte folgende Hinweise des Auswärtigen Amts.

Wichtig für Sansibar: Seit Oktober 2024 benötigen Besucher Sansibars zusätzlich eine obligatorische Einreiseversicherung der Zanzibar Insurance Corporation. Sie muss für die Dauer des Aufenthalts abgeschlossen werden und ersetzt keine normale Auslandskrankenversicherung. Prüfe die aktuellen Vorgaben unbedingt vor der Reise auf der offiziellen Seite bzw. beim Auswärtigen Amt.

Zeitunterschied Tansania

Während der Sommerzeit ist es in Tansania eine und während der Winterzeit zwei Stunden später als in Deutschland.

Geld & Währung

In Tansania zahlst du offiziell mit Tansania-Schilling. In unseren Lodges konnten wir meist auch mit Kreditkarte zahlen, teilweise mit zusätzlicher Servicegebühr. Zusätzlich würde ich ausreichend Bargeld in USD oder EUR mitnehmen. Bei USD-Noten solltest du auf neuere Scheine achten; Banken und Wechselstuben akzeptieren laut Auswärtigem Amt meist nur Noten ab Prägedatum 2006.

Sicherheit in Tansania

Wir persönlich haben uns während unserer Reise in Tansania sicher gefühlt. Die Menschen sind uns freundlich begegnet und wir hatten keine Situation, in der wir uns unwohl gefühlt hätten. Das ist aber nur unsere Erfahrung von damals und ersetzt keine aktuelle Sicherheitsprüfung. Vor deiner Reise solltest du unbedingt die Hinweise des Auswärtigen Amts prüfen, da sich die Lage in Tansania kurzfristig ändern kann.

Gesundheit & Impfungen Tansania

Welche Impfungen für dich die richtigen sind, solltest du immer mit einem Reisemediziner besprechen. Denke hier an eine entsprechende Vorlaufzeit von mindestens sechs Wochen. Eine Malariaprophylaxe wird empfohlen. Da wir uns viel in Höhenlagen befanden und zudem in der Trockenzeit reisten, hatten wir auf dem Festland nur wenig Moskitos. Auf Sansibar jedoch gab es wesentlich mehr dieser Plagegeister.

Generell würde ich dir empfehlen, körperbedeckende helle Kleidung zu tragen, siehe dazu auch meine Safari Packliste. Von dunkler Kleidung werden TseTse-Fliegen angezogen, welche die Schlafkrankheit übertragen können. Denke deshalb auch an stabile Schuhe und feste, helle Socken. Auch ein Moskitospray (meine Empfehlung: Nobite*) ist hier hilfreich. Besonders in der Serengeti, im Tarangire- und im Lake Manyara Nationalpark waren die TseTse-Fliegen aktiv.

Um Durchfallerkrankungen zu vermeiden, solltest du ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken. Wir haben uns mit einer Flasche mit Filter (meine Empfehlung: Life Straw*) vor der Reise eingedeckt, die wir unterwegs immer wieder mit Wasser auffüllten. Benutze auch beim Zähneputzen ausschließlich Flaschenwasser und vermeide Lebensmittel, die gewaschen und nicht geschält wurden (Salat, Obst…). „Cook it, peel it or leave it!“.

Löwen in Tansania
Eine fantastische Tansania Rundreise

Tansania Sprache

In Tansania gibt es über 100 gesprochene Sprachen und Dialekte. Die offizielle Sprache Tansanias ist jedoch Swahili. Da in den Schulen von Tansania jedoch Englisch gelehrt wird, kommt man mit Englisch einwandfrei zurecht. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass es sehr gut ankommt, wenn man wenigstens ein paar Wörter in Swahili sprechen kann: „Jambo“ heißt beispielsweise „Hallo“, „Kwa heri“ steht für „Auf Wiedersehen“, „Asante“ bedeutet „Danke“ und „Karibu“ heißt „Bitte“.

Fazit: Für wen lohnt sich ein Tansania Urlaub?

Für uns war Tansania eine der intensivsten Safari-Reisen bisher. Nicht bequem im klassischen Sinn, nicht günstig und auch nicht immer entspannt. Aber landschaftlich und wegen der Tierbeobachtungen außergewöhnlich stark.

Besonders die Serengeti, die riesigen Tierherden und die Große Tierwanderung am Mara River bleiben hängen. Gleichzeitig sollte man wissen: Eine Safari-Rundreise in Tansania bedeutet lange Fahrten, frühes Aufstehen, Staub und viele Stunden im Jeep.

Ich würde Tansania vor allem empfehlen, wenn du Safari wirklich in den Mittelpunkt deiner Reise stellen möchtest. Für einen reinen Badeurlaub oder eine unkomplizierte Einsteigerreise gibt es einfachere Ziele. Für intensive Tierbeobachtungen gehört Tansania für mich aber zu den stärksten Reiseländern in Afrika.

Unsere genaue Route mit Tagesetappen, Unterkünften und Planungstipps findest du hier: Tansania Rundreise Route für 18 Tage: Safari & Sansibar.

Weitere Beiträge zu Tansania, Sansibar und Safari-Reisen findest du außerdem auf meiner Tansania-Übersichtsseite und auf der Afrika-Übersichtsseite.