Reisen ohne Teenager – so war’s

Reisen als Familie

Vor einem knappen Jahr hat unser Teenager-Sohn entschieden, nicht mehr auf Reisen mit zu fahren. Das war eine wirklich schwierige Situation für mich. Was sollten wir tun? Alle Zuhause bleiben, oder zu dritt verreisen?

Meine Gedanken, die ich mir damals gemacht habe, wie wir mit dieser Situation umgehen sollten, findest du hier: Reisen mit Teenager, oder doch nicht?

Im vergangenen Jahr waren wir nur noch zu dritt unterwegs

In Sri Lanka erkundeten wir Tempel, Teeplantagen, gingen auf Safari und badeten an traumhaften Stränden. Später ging es für ein paar Tage nach Slowenien, dort streiften wir zu dritt durch das wunderbare Ljubljana, gingen wandern und verbrachten ein paar Tage am Strand.

Zuletzt unternahmen wir mit dem Mietwagen einen Roadtrip durch Irland und bestaunten die Westküste der grünen Insel und besuchten die Hauptstadt Dublin. Das alles aber nur noch zu Dritt!

Als Familie in Sri Lanka

Wie war es nun ohne Teenager zu verreisen?

Zugegeben, es kostete mich schon einiges an Überwindung, den Großen zu Hause zu lassen. Klar war er gut versorgt bei Oma, die uns schon immer super unterstützt hat. Aber trotzdem war es komisch, Tschüss zu sagen für zwei Wochen.

Als unser Roadtrip durch Sri Lanka losging, habe ich ziemlich gut loslassen können. Wir haben so aufregende und schöne Sachen erlebt, dass ich weniger an den Zuhause gebliebenen Sohnemann dachte als vermutet. Macht mich das jetzt eigentlich zur Rabenmutter?

Dank Smartphone und WhatsApp haben wir uns natürlich täglich kurz geschrieben oder ein Bildchen geschickt. Die zwei Wochen gingen unheimlich schnell zu Ende.

Unser jüngstes ReiseSpätzchen wiederrum hat es ziemlich genossen, uns für sich alleine zu haben.

Wie war es für unseren Großen alleine zu Hause?

Ja klar, hat er mehr fern gesehen, als normalerweise, aber das war auch schon das Schlimmste das passierte. Für ihn war es toll, die Kochkünste von Oma zu genießen, denn natürlich schaltete Großmutter sofort auf „Verwöhnmodus“. Ein klitzekleines bisschen Sehnsucht war schon da, aber das kann man natürlich nicht zugeben, das wäre nicht cool.

Nach unserer Reise ohne Teenager

In dieser Zeit hatten wir gerade eine etwas „hitzige“ Teenager-Phase. Eigentlich hat uns eine kleine Pause voneinander sehr gut getan. Danach war alles viel entspannter. Wir haben uns bei unserer Rückkehr natürlich sehr auf ihn gefreut und umgekehrt war es genauso!

Tja, die „hitzige“ Phase haben wir mittlerweile sehr gut überstanden und die Reisen zu dritt haben unserer Familienharmonie nicht geschadet.

Wie geht es weiter?

Nächste Osterferien fliegen wir wieder zu dritt weg. Dieses Mal geht es für zwei Wochen nach Kapstadt und wir freuen uns schon riesig darauf. Unsere letzte Südafrika-Reise machten wir noch zu viert.

Südafrika mit Kindern

Damals in Südafrika…

Für den Sommer sind unsere Pläne noch offen, denn unser 15-jähriger Sohn überlegt, ob er uns wieder begleitet. Das Reiseziel würden wir dann gemeinsam festlegen. Es wäre total schön, wenn wir noch einmal als komplette Familie ein Reise-Abenteuer erleben könnten.

Das könnte dich vielleicht auch interessieren: Sri Lanka mit Kinderaugen sehen.

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Hast du auch einen Jugendlichen zu Hause? Verreist er noch mit euch? Wie macht ihr das? Verrate es mir in einem Kommentar!

 

3 Kommentare

  1. Liebe Sabin,

    ja, die Zeit kommt und dann hat man etwas „hart“ zu knabbern. Aber die Kinder fühlen sich zum ersten Mal „Erwachsen“ und genießen das Alleine sein ohne Mama und Papa 🙂 Aber schön, wie es sich überall gleicht :)!

  2. Liebe Sabine,
    an Deinen Post damals über die Entscheidung Eures Sohnes, lieber bei der Oma zu bleiben als mit Euch zu reisen, kann ich mich gut erinnern – als Teenager-Mom finde ich dieses Tema sehr spannend und frage mich auch Jahr für Jahr, wie es mit dem Familienreisen weitergeht. Ich denke, Ihr habt es richtig gemacht – Euren Sohn nicht gezwungen, sondern ihm die Freiheit gelassen, die er im Augenblick brauchte, auch wenn das nicht Eurer Gefühlslage entsprach. Jetzt kann er sich gelassen überlegen, ob er wieder mitreist – quasi als „Erwachsener“, der autonom entscheidet und von dem man nicht automatisch erwartet, dass er dabei ist. Vielleicht war so ein Autonomwerden für ihn gerade nötig.
    Meine Fünfzehnjährige ist im Augenblick für drei Monate in England. Viele fragen mich, wie es mir denn ohne sie geht, und natürlich fehlt sie mir, aber es ist, wie Du sagst: Dank Whatsapp etc. sind die Kids nicht so weit entfernt. Und manchmal spürt man selbst als Elternteil, dass sie einfach mal einen Break brauchen!
    Bin gespannt, wie es bei Euch, uns und den diversen anderen weitergeht mit dem Thema „Travel with Teens“.
    Liebe Grüße,
    Maria

    • Hallo Maria,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Es tut immer gut zu hören, wie andere Teenager-Eltern das sehen. Und das mit dem Autonomwerden trifft es wahrscheinlich sehr gut.
      Drei Monate London klingen sehr lang, werden aber bestimmt „ratz-fatz“ vergehen. Am Schönsten ist es dann, sich wieder zu sehen und die kleinen Veränderungen zu bemerken, die die Zeit gebracht hat. Die Teens werden dann halt doch erwachsen.
      Liebe Grüße,
      Sabine

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