Isabela war für mich die ursprünglichste Galápagos-Insel unserer Reise. Auf Isabela liegen Meerechsen auf Wegen, zwischen Lavasteinen und am Strand. Seelöwen blockieren Anlegestellen, als wäre das völlig normal. Beim Schnorcheln schwimmen plötzlich riesige Meeresschildkröten neben dir, und auf den Lavafeldern merkst du ziemlich schnell: Galápagos ist nicht nur Tierwelt und türkisblaues Wasser, sondern auch Vulkan, Hitze und ziemlich viel schwarzes Gestein.
Wir waren während unserer Galápagos-Reise nach Santa Cruz und vor San Cristóbal auf Isabela. Gewohnt haben wir direkt am Strand in Puerto Villamil, was für mich perfekt zur Insel gepasst hat. Isabela fühlte sich ruhiger und weniger geschäftig an als Santa Cruz. Gleichzeitig solltest du wissen: Die Insel ist heiß, manche Ausflüge sind anstrengender, als sie klingen, und nicht jede geführte Tour muss man machen.
In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Highlights auf Isabela sich aus meiner Sicht lohnen, wie viele Tage sinnvoll sind und was ich bei der Planung anders machen würde.
Isabela auf Galápagos auf einen Blick
Beste Basis: Puerto Villamil
Empfohlene Aufenthaltsdauer: mindestens 3 Nächte, besser 4
Meine Highlights: Los Túneles, Sierra Negra / Vulkan Chico, Tintoreras
Gut zu wissen: Isabela ist heiß, weniger bequem als Santa Cruz und ideal, wenn du Galápagos etwas ursprünglicher erleben möchtest
Inhaltsverzeichnis
- Isabela auf Galápagos: ursprünglicher, ruhiger und rauer als Santa Cruz
- Wie viele Tage solltest du für Isabela einplanen?
- Wie kommt man nach Isabela auf Galápagos?
- Die schönsten Erlebnisse auf Isla Isabela
- Mein Vorschlag für 3 bis 4 Tage auf Isabela
- Für wen lohnt sich Isabela – und für wen eher nicht?
- Praktische Tipps für Isabela
- Fazit: Lohnt sich Isabela auf Galápagos?
- FAQ zu Isabela auf Galápagos
Isabela auf Galápagos: ursprünglicher, ruhiger und rauer als Santa Cruz
Isabela ist die größte Insel des Galápagos-Archipels und stark vom Vulkanismus geprägt. Vor Ort merkst du das ganz konkret: schwarze Lavafelder, karge Abschnitte, dampfende Stellen am Vulkan und Wege, auf denen die Hitze vom Boden zurückstrahlt.
Der Hauptort für Reisende ist Puerto Villamil. Im Vergleich zu Puerto Ayora auf Santa Cruz wirkt der Ort kleiner, langsamer und weniger durchorganisiert. Es gibt Unterkünfte, Restaurants, Touranbieter und einen langen Strand. Aber Isabela ist kein Ort, an dem ich alles erst auf den letzten Drücker planen würde. Vor allem beliebte Ausflüge wie Los Túneles solltest du nicht zu knapp angehen.
Für mich war Isabela die Insel auf Galápagos, die am ursprünglichsten wirkte. Manchmal weniger bequem, ja. Aber auch echter. Und genau das mochte ich.
Wie viele Tage solltest du für Isabela einplanen?
Für Isabela würde ich mindestens 3 Nächte einplanen. Besser sind 4 Nächte, wenn du nicht jeden Tag komplett verplanen möchtest.
Wir hatten im Grunde dieses Programm:
- Anreise am Nachmittag mit dem Schnellboot von Santa Cruz nach Isabela
- Wanderung zum Sierra Negra und weiter zum Vulkan Chico
- Ausflug nach Los Túneles
- Fahrradtour Richtung Mauer der Tränen
- Ausflug nach Tintoreras und Weiterreise nach San Cristóbal per Propellerflugzeug
Das war machbar, aber ziemlich voll. Isabela wirkt zwar entspannt, aber die Ausflüge kosten Zeit und Energie. Vor allem die Hitze solltest du nicht unterschätzen. Schwarzer Lavaboden, direkte Sonne und wenig Schatten machen manche Unternehmungen deutlich anstrengender.
Meine ehrliche Empfehlung:
Plane Isabela nicht als kurzen Zwischenstopp ein. Wenn du Los Túneles, Tintoreras und die Vulkanwanderung machen möchtest, brauchst du mindestens drei volle Tage. Mit An- und Abreise sind 3 Nächte schnell knapp. 4 Nächte wären entspannter. Wir hatten 4 Übernachtungen und fanden das perfekt.
Wie kommt man nach Isabela auf Galápagos?
Die meisten Reisenden erreichen Isabela über Santa Cruz. Auch wir fuhren am Nachmittag mit dem Schnellboot von Santa Cruz nach Puerto Villamil auf Isabela. Plane diesen Tag nicht zu voll: Die Überfahrten zwischen den Galápagos-Inseln finden mit kleineren Schnellbooten statt und dauern je nach Seegang zwei bis drei Stunden.
Wir sind später mit einem kleinen Propellerflugzeug von Isabela nach San Cristóbal weitergereist. Das spart Zeit und bietet tolle Ausblicke, ist aber eine eigene Kosten- und Planungsfrage. Alle Details zu Anreise, Route, Inselhopping und sinnvoller Reihenfolge findest du in meinem Beitrag zur Galápagos-Reiseplanung.
Die schönsten Erlebnisse auf Isla Isabela
Los Túneles: Schnorcheln mit riesigen Meeresschildkröten
Los Túneles war für mich eines der stärksten Erlebnisse auf Isabela. Der Ausflug verbindet Bootsfahrt, kurze Wege über Lavaformationen und Schnorcheln in einer Landschaft, die komplett anders aussieht als ein klassischer Schnorchelspot.
Los Túneles kannst du nicht einfach auf eigene Faust besuchen. Der Ausflug ist nur im Rahmen einer gebuchten Tour mit autorisiertem Guide möglich und startet in der Regel ab Puerto Villamil. Das ist auf Galápagos nicht ungewöhnlich, weil viele Besucherstellen im Nationalpark nur reguliert zugänglich sind. Für die Planung heißt das: Wenn Los Túneles für dich ein wichtiges Highlight ist, würde ich die Tour frühzeitig organisieren.
Bei uns war der Ablauf gut organisiert: Abholung an der Unterkunft, Transfer zum Anleger und dann weiter mit einem kleinen Boot. Los Túneles ist also kein kurzer Abstecher, sondern ein richtiger Ausflug mit Bootsfahrt, Lavawanderung und Schnorchelstopps.
Über und unter Wasser haben Lavaströme Bögen, Kanäle und natürliche Tunnel geformt. Schon der Spaziergang über die Lavabrücken ist besonders, auch wenn man wegen der Hitze nicht zu lange herumtrödeln möchte.
Richtig eindrücklich wurde es für mich unter Wasser. Wir schnorchelten mit großen Meeresschildkröten, die überhaupt nicht scheu wirkten. Nicht auf eine aufdringliche Art, sondern eher so, als wären wir einfach kurz in ihrer Welt zu Besuch. Genau solche Begegnungen kannst du kaum planen. Auf Galápagos passieren sie aber eben.
Bei Los Túneles sahen wir außerdem ein riesiges Pazifik-Seepferdchen. Auch wenn das Wasser an dieser Stelle sehr trüb war, konnten wir es richtig gut beobachten.
Was du wissen solltest: Die Lavafelder bei Los Túneles können extrem heiß werden. Es gibt keinen Schatten. Sonnenschutz ist hier Pflicht. Hut, Sonnencreme mit mindestens Schutzfaktor 50, UV-Shirt und Wasserflasche* solltest du auf keinen Fall vergessen.
Meine Einschätzung:
Los Túneles würde ich auf Isabela klar einplanen, wenn du schnorcheln möchtest. Für mich war es eines der absoluten Highlights der Insel.


Tintoreras: Pinguine, Meerechsen und Schnorcheln
Tintoreras liegt nahe bei Puerto Villamil und ist deutlich einfacher erreichbar als Los Túneles. Der Ausflug besteht aus einer kurzen Bootsfahrt, einer kleinen Wanderung über Lavagestein und Schnorcheln.
Auch Tintoreras ist kein Ort, den du einfach individuell ansteuerst. Der Besuch erfolgt im Rahmen einer geführten Tour mit autorisiertem Guide. Das gilt sowohl für die kleine Wanderung über die Lavainsel als auch für den Schnorchelteil. Praktisch ist aber: Tintoreras liegt nah bei Puerto Villamil und lässt sich dadurch deutlich einfacher in einen halben Tag einbauen als Los Túneles. Auch bei Tintoreras wurden wir an der Unterkunft abgeholt und zum Anleger gebracht. Von dort ging es mit einem kleinen Boot hinaus.
Bei unserer Tour sahen wir Galápagos-Pinguine, Meerechsen und Seelöwen. Danach ging es ins Wasser. Für mich war vor allem das Schnorcheln mit Pinguinen besonders. Es ist schon schräg: Du bist auf den Galápagos-Inseln, die Sonne ist stark, das Wasser ist kühl, und plötzlich schießen Pinguine durchs Wasser.
Die Wanderung über die Lavafelder fand ich landschaftlich schön, aber nicht so beeindruckend wie Los Túneles. Dafür ist Tintoreras unkomplizierter, näher am Ort und gut als kurzer Halbtagesausflug machbar. Wenn du am Nachmittag weiterreist, kannst du Tintoreras auch noch am Abreisetag mitnehmen.
Wenn du auf Isabela wenig Zeit hast, ist Tintoreras eine gute Möglichkeit, in kurzer Zeit viel Tierwelt zu sehen. Solltest du dich zwischen Tintoreras und Los Túneles entscheiden müssen, würde ich Los Túneles vorziehen.


Sierra Negra und Vulkan Chico: die wichtigste Wanderung auf Isabela
Die Wanderung zum Sierra Negra und weiter Richtung Vulkan Chico solltest du auf Isabela aus meiner Sicht nicht auslassen. Galápagos ist vulkanischen Ursprungs, und hier wird das nicht nur theoretisch verständlich, sondern sichtbar.
Unsere Tour startete nach einer Fahrt ins feuchtere Hochland. Von dort wanderten wir zum Kraterrand des Sierra Negra und weiter durch Lavafelder Richtung Vulkan Chico. Die Runde ist etwa 10 Kilometer lang und dauerte insgesamt rund 6 Stunden, inklusive Transfer und Pausen. Wir waren in einer kleinen Gruppe von sechs Personen mit einem autorisierten Nationalpark-Guide unterwegs. Allein losziehen würde ich hier ohnehin nicht – schon wegen der Orientierung, der Hitze und der besonderen Schutzregeln auf Galápagos.
Wir hatten Glück: Auf dem Weg zum Krater war es bewölkt. Das machte die Wanderung deutlich angenehmer. Auf den erstarrten Lavafeldern beim Vulkan Chico kann es dagegen schnell glutheiß werden. Der schwarze Boden speichert Wärme, Schatten gibt es praktisch nicht. Bei voller Sonne stelle ich mir diese Tour deutlich härter vor.
Die Landschaft ist karg, rau und komplett anders als die Küstenbereiche von Isabela. Keine niedlichen Seelöwen, keine Strände, keine türkisfarbenen Buchten. Dafür Lava, Weite und zu spüren, wie jung und aktiv diese Inseln geologisch noch sind.
Mein Tipp:
Nimm ausreichend Wasser mit, trag gute Schuhe und unterschätze die Sonne nicht. Technisch fand ich die Wanderung nicht schwierig. Die Hitze kann sie aber deutlich anstrengender machen.
Für mich gehört diese Tour zu den wichtigsten Unternehmungen auf Isabela. Nicht wegen spektakulärer Tierbegegnungen, sondern weil sie eine andere Seite von Galápagos zeigt.


Fahrradtour zur Mauer der Tränen: Was du vorher wissen solltest
Die Fahrradtour Richtung Mauer der Tränen war bei uns eine geführte Tour. Rückblickend: Das war vollkommen überflüssig.
Die Strecke ist einfach, verläuft weitgehend geradeaus, und man kann sich kaum verfahren. Unser Guide erzählte uns nichts, was für uns wirklich neu oder hilfreich war. Ich würde beim nächsten Mal einfach ein Fahrrad ausleihen und früh starten.
Und mit früh meine ich: wirklich früh.
Wir fuhren erst gegen 9:30 Uhr los. Das war zu spät. Irgendwann war die Hitze schlicht zu viel. Der schwarze Boden speichert die Wärme, viele Abschnitte liegen in der Sonne, und aus einer eigentlich schönen Fahrradtour wurde eher ein Hitzetest.
Schön an der Strecke ist, dass du aus Puerto Villamil herausfährst, an Stränden vorbeikommst und unterwegs immer wieder Tiere sehen kannst. Wir sahen Meerechsen und Riesenschildkröten. Auf dem Fahrrad ist das prinzipiell schön, weil du dich langsam, in deinem eigenen Tempo, durch diese Landschaft bewegst.
Zu Fuß würde ich die Strecke nicht machen. Dafür ist sie mir zu lang und bei Hitze zu zäh. Mit dem Fahrrad ist sie ideal, solange du früh genug losfährst.
Wir sind nicht mehr bis zur Mauer der Tränen weitergefahren. Es war einfach zu heiß. Nicht besonders heldenhaft, aber ehrlich: Manchmal ist die beste Entscheidung nicht, alles durchzuziehen, sondern umzudrehen, wenn es sehr unangenehm wird.
Mein Tipp:
Leih dir ein Fahrrad, starte sehr früh und sieh die Mauer der Tränen nicht zwingend als Pflichtziel. Schon der Weg dorthin ist interessant.


Puerto Villamil: Strand, Seelöwen und langsamer Inselrhythmus
Puerto Villamil hat mir als Basis auf Isabela gut gefallen. Wir wohnten direkt am Strand im La Casa de Marita*, und das passte für mich perfekt zur Insel. Nach den Ausflügen einfach wieder am Meer zu sein, ohne Taxi und ohne längere Wege – das war angenehm.
Am Strand von Puerto Villamil gibt es einige entspannte Cafés, Restaurants und Bars. Du musst dich also nicht nur von Ausflugsproviant ernähren. Besonders schön saßen wir im Pink Iguana: mit den Füßen im Sand, einem Cocktail zur Happy Hour und Blick aufs Meer – ein ziemlich guter Abschluss nach einem heißen Tag auf Isabela.
Auf Isabela hatte ich öfter das Gefühl, dass die Tiere nicht „besichtigt“ werden, sondern einfach zum Alltag gehören. Seelöwen an den Anlegestellen. Meerechsen auf Wegen. Schildkröten unterwegs bei der Fahrradtour. Man läuft nicht durch eine Kulisse. Man muss eher aufpassen, niemandem im Weg zu stehen.
An den Anlegestellen von Puerto Villamil lagen überall Seelöwen herum. Ein Seelöwenjunges schnupperte mir sogar an den Zehen. Das war natürlich ein besonderer Moment, aber auch einer, bei dem man sich wieder klar machen muss: Die Tiere sind wild. Sie wirken auf Galápagos oft wenig scheu. Trotzdem solltest du Abstand halten und sie nicht bedrängen.
Gerade bei Seelöwen ist das im Alltag nicht immer einfach, weil sie teilweise genau dort liegen, wo Menschen entlanggehen. Umso wichtiger ist es, nicht noch aktiv näher heranzugehen, keine Selfies aus nächster Nähe zu machen und Jungtiere in Ruhe zu lassen.


Mein Vorschlag für 3 bis 4 Tage auf Isabela
Wenn du Isabela in deine Galápagos-Route einbauen möchtest, würde ich die Tage ungefähr so planen.
Variante mit 3 Nächten auf Isabela
Tag 1: Anreise von Santa Cruz nach Isabela, Ankommen in Puerto Villamil, Strandspaziergang
Tag 2: Wanderung Sierra Negra und Vulkan Chico
Tag 3: Los Túneles
Tag 4: Tintoreras am Vormittag, danach Weiterreise
Das ist machbar, aber eng. Vor allem, wenn eine Tour wegen Wetter verschoben wird, hast du kaum Puffer.
Variante mit 4 Nächten auf Isabela
Tag 1: Anreise und Ankommen
Tag 2: Sierra Negra und Vulkan Chico
Tag 3: Los Túneles
Tag 4: Frühe Fahrradtour Richtung Mauer der Tränen (evtl. Tintoreras am Nachmittag, anstatt an Tag 4; sofern eine Nachmittagstour angeboten wird)
Tag 5: Tintoreras am Vormittag, danach Weiterreise
Diese Variante finde ich sinnvoller. Sie lässt etwas Luft und passt besser zum Rhythmus der Insel. Isabela ist keine Insel, die davon profitiert, wenn man sie komplett durchhetzt.

Für wen lohnt sich Isabela – und für wen eher nicht?
Isabela lohnt sich für dich, wenn …
- du Galápagos ursprünglicher erleben möchtest als auf Santa Cruz
- du Meerechsen, Schildkröten, Pinguine und Seelöwen sehen möchtest
- du gern schnorchelst
- dich Vulkanlandschaften interessieren
- du mindestens 3 Nächte Zeit hast
- du mit Hitze, Bootstransfers und einfacherer Inselinfrastruktur klarkommst
Isabela lohnt sich eher weniger, wenn …
- du nur sehr wenig Zeit auf Galápagos hast
- du möglichst einfache Logistik möchtest
- du Touren nicht gut im Voraus planen willst
- du Hitze schlecht verträgst
- du hauptsächlich Restaurants, Shops und Infrastruktur suchst
- du nur einen kurzen ersten Eindruck von Galápagos bekommen möchtest
Wenn du zum ersten Mal nach Galápagos reist und wenig Zeit hast, ist Santa Cruz meist praktischer als Einstieg. Wenn du aber mehrere Inseln kombinierst, würde ich Isabela auf keinen Fall streichen. Für mich war sie im Rückblick eine der wichtigsten Inseln, weil sie so anders ist.
Hier findest du meinen Beitrag zu Santa Cruz:
Santa Cruz auf Galápagos
Und hier den Überblick zur Reiseplanung:
Galápagos-Inseln planen: Route, Inselhopping und Erfahrungen
Praktische Tipps für Isabela
Starte Touren möglichst früh
Das gilt besonders für die Fahrradtour Richtung Mauer der Tränen. Wir starteten um 9:30 Uhr, und das war deutlich zu spät. Bei schwarzem Boden und wenig Schatten wird die Hitze schnell sehr unangenehm.
Auch bei anderen Ausflügen ist ein früher Start meist angenehmer. Nicht nur wegen der Temperaturen, sondern auch, weil du danach noch etwas Luft im Tag hast.
Nimm Sonnenschutz ernst
Los Túneles, Tintoreras, Vulkan Chico und die Fahrradtour haben alle eines gemeinsam: viel Sonne, viel Lavagestein, wenig Schatten. Ein Hut, UV-Shirt*, Sonnencreme* und ausreichend Wasser sind aus meiner Sicht Pflicht.
Gerade auf den Lavaflächen merkt man oft erst zu spät, wie stark die Sonne wirklich ist.
Nicht jede Tour braucht einen Guide
Nicht jede Unternehmung auf Isabela benötigt aus meiner Sicht einen zusätzlich gebuchten privaten Guide. Bei Los Túneles, Tintoreras und anderen geschützten Besucherstellen läuft der Besuch über autorisierte Touren mit Guide – das ist richtig und auf Galápagos auch sinnvoll.
Bei der Fahrradtour Richtung Mauer der Tränen fand ich unsere geführte Variante dagegen überflüssig. Die Strecke ist einfach, und mit einem geliehenen Fahrrad bist du flexibler. Ich würde das beim nächsten Mal individuell machen.
Direkt am Strand wohnen lohnt sich
Für uns war die Lage direkt am Strand am Ortsrand ein großer Pluspunkt. Isabela lebt nicht von vielen klassischen Sehenswürdigkeiten im Ort, sondern von dieser Mischung aus Strand, Ruhe, Ausflügen und Tierbeobachtungen.
Plane Puffer ein
Bootsfahrten, Wetter und Tourverfügbarkeiten können auf Galápagos immer eine Rolle spielen. Wenn du Los Túneles unbedingt machen möchtest, würde ich Isabela nicht auf Kante planen.
Mit einem zusätzlichen Tag reist es sich deutlich entspannter.
Fazit: Lohnt sich Isabela auf Galápagos?
Ja, Isabela lohnt sich aus meiner Sicht sehr.
Für mich war Isabela die ursprünglichste Galápagos-Insel unserer Reise. Ruhiger als Santa Cruz, weniger bequem, rauer und heißer. Dafür hatte ich hier einige der eindrücklichsten Erlebnisse: Schnorcheln mit riesigen Meeresschildkröten bei Los Túneles, Pinguine bei Tintoreras, die Vulkanlandschaft am Sierra Negra und überall diese Meerechsen, die für mich fast zum Symbol der Insel geworden sind.
Ich würde Isabela wieder einplanen, aber nicht zu knapp. Drei Nächte sind das Minimum, vier Nächte wären besser. Wer nur schnell die bekanntesten Galápagos-Motive sehen will, startet auf Santa Cruz einfacher. Wer aber erleben möchte, wie rau, tierreich und vulkanisch Galápagos sein kann, sollte Isabela unbedingt in die Route aufnehmen.
Mehr zu unserer gesamten Ecuador-Reise findest du hier:
Ecuador-Reiseroute: unsere Route durch Anden, Amazonas und Galápagos
FAQ zu Isabela auf Galápagos
Ich würde mindestens 3 Nächte einplanen, besser 4. So hast du genug Zeit für Los Túneles, Tintoreras, Sierra Negra und die Fahrradtour Richtung Mauer der Tränen.
Ja, wenn du auf Isabela schnorcheln möchtest. Für mich war Los Túneles eines der stärksten Erlebnisse – vor allem wegen der großen Meeresschildkröten und der Lavaformationen.
Nein, beide Ausflüge laufen im Rahmen gebuchter Touren mit autorisiertem Guide. Bei uns wurden wir an der Unterkunft abgeholt und mit einem kleinen Boot zu den jeweiligen Orten gebracht.
Teilweise. Puerto Villamil, der Strand und die Fahrradtour Richtung Mauer der Tränen lassen sich gut individuell machen. Für Los Túneles, Tintoreras und Sierra Negra brauchst du eine geführte Tour.
Santa Cruz ist praktischer und besser für den Einstieg. Isabela wirkt ruhiger, ursprünglicher und rauer. Wenn du genug Zeit hast, würde ich beide Inseln kombinieren.
Die Fahrradtour ist nett, aber für mich kein Muss auf Isabela. Die Strecke ist einfach, wird bei Hitze aber schnell unangenehm. Für mich war der Weg interessanter als das Ziel selbst.
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