Einmal um die Welt reisen. Das klingt nach Sabbatical, großem Lebensplan und sehr viel Zeit. Bei uns waren es am Ende keine sechs Monate und kein Jahr, sondern knapp drei Monate. Genauer gesagt: rund 80 Tage.

Für mich war schnell klar: Wenn wir schon einmal so lange am Stück reisen können, dann nicht dorthin, wo man auch gut in zwei oder drei Wochen hinkommt. Ich wollte Ziele einbauen, die von Deutschland aus weit weg sind, bei denen sich die lange Anreise aber wirklich lohnt. Gleichzeitig sollte die Route logisch bleiben. Keine wilden Flugkreuzungen, keine unnötigen Umwege, kein ständiges Kofferpacken alle zwei Tage.

So entstand unsere Weltreise-Route mit Westaustralien, Neuseeland, Fidschi, Oahu und San Francisco. Eine intensive Route für alle, die Natur, Roadtrips, besondere Tiererlebnisse und ein bisschen Südsee miteinander verbinden möchten.

In diesem Beitrag zeige ich dir unsere genaue Route, warum wir uns für diese Ziele entschieden haben, was gut funktioniert hat und ob ich bei der Planung heute etwas anders machen würde.

Unsere Weltreise-Route auf einen Blick

Unsere Weltreise dauerte knapp drei Monate und führte uns einmal um die Welt – von Deutschland über Australien und Neuseeland in die Südsee, weiter nach Hawaii und über San Francisco zurück nach Europa.

ReisezielNächteSchwerpunkt
Westaustralien28 NächteRoadtrip, Natur, Nationalparks, Küste
Neuseeland30 NächteRundreise, Wandern, Landschaften
Fidschi8 NächteSüdsee, Inselzeit, Tauchen
Oahu, Hawaii8 NächteStrand, Natur, entspannter Abschluss
San Francisco3 NächteStadtstopp vor dem Rückflug

Rückblickend war diese Aufteilung für uns ziemlich stimmig. Wir hatten genug Zeit für die beiden großen Roadtrip-Länder Australien und Neuseeland und haben trotzdem noch besondere Inselstopps eingebaut. Es war keine Weltreise im Schnellverfahren, sondern eine Route mit klaren Schwerpunkten.

Karte unserer Weltreise-Route

Auf dieser Karte kannst du im Überblick sehen, wie unsere Route einmal um den Globus ablief.

Unsere Flugverbindungen zwischen den Stopps

Damit du besser einschätzen kannst, wie aufwendig die Route tatsächlich war, habe ich dir hier unsere Flugverbindungen ergänzt. Die Zeiten beziehen sich auf unsere konkret gebuchten Verbindungen und dienen nur als Orientierung. Je nach Airline, Route, Umstiegsdauer und Reisezeit können die Flugzeiten natürlich abweichen.

StreckeUnsere Flugzeit
München – Bangkok – Perth18:40 Stunden inkl. Umstieg
Perth – Auckland6:35 Stunden
Christchurch – Nadi, Fidschi4:05 Stunden
Nadi – Honolulu, Oahu6:35 Stunden
Honolulu – San Francisco5:15 Stunden
San Francisco – München11:10 Stunden

Bis auf die Anreise nach Perth waren alle Flüge zwischen den Stopps ohne Umstieg. Das machte die Route für uns deutlich entspannter, als sie auf der Karte vielleicht erst einmal wirkt. Der Umstieg in Bangkok war mit rund 1,5 Stunden allerdings ziemlich knapp – wir haben den Anschluss gerade noch geschafft. Wenn du eine ähnliche Route planst, würde ich lieber etwas mehr Umstiegspuffer einplanen.

Wann waren wir auf Weltreise? Unsere Reisezeit

Wir starteten Anfang Oktober in unsere Weltreise – und für unsere Route war das rückblickend ein sehr guter Zeitpunkt. Besonders gut gepasst hat die Kombination aus Westaustralien im Frühling, Neuseeland im späten Frühling und anschließend Fidschi und Hawaii Anfang Dezember.

In Westaustralien bereisten wir zuerst den Norden. Das war Anfang Oktober ideal, denn später im Jahr kann es dort sehr heiß werden. Danach arbeiteten wir uns langsam Richtung Süden vor. In der zweiten Oktoberhälfte wurde es dort bereits angenehmer und etwas wärmer. Wichtig zu wissen: Westaustralien ist riesig, und die Temperaturunterschiede zwischen Norden und Süden sind deutlich. Du solltest die Reisezeit deshalb wirklich nach Region planen.

Im November ging es für uns weiter nach Neuseeland. Wir starteten auf der Nordinsel und reisten anschließend weiter auf die Südinsel. Auch diese Reihenfolge fand ich sinnvoll: Die Nordinsel ist tendenziell milder, während die Südinsel kühler und wetteranfälliger sein kann. Dadurch kamen wir auf der Südinsel etwas später im Frühling an, als es dort schon freundlicher wurde. Neuseeland kann im November trotzdem wechselhaft sein, vor allem im Süden.

Ein großer Vorteil unserer Reisezeit war, dass wir an vielen Orten noch in der Nebensaison unterwegs waren. Es war deutlich entspannter als in der Hauptreisezeit, Unterkünfte und Aktivitäten waren nicht ganz so stark nachgefragt.

Anfang Dezember waren wir auf Fidschi. Wir hatten dort durchgehend schönes, heißes Wetter. Trotzdem ist diese Reisezeit nicht ganz risikofrei, denn im Südpazifik beginnt zu dieser Zeit die Zyklonsaison. Das heißt nicht, dass du im Dezember automatisch schlechtes Wetter hast. Es bedeutet nur: Tropische Stürme sind grundsätzlich möglich. Bei uns war davon nichts zu spüren.

Oahu besuchten wir ebenfalls im Dezember. Wir hatten dort fast durchgehend trockenes Wetter mit viel Sonne, nur an einem Tag hat es leicht geregnet. Trotzdem hat man auch auf Hawaii im Dezember keine Schönwetter-Garantie. Das Wetter bleibt auf so einer langen Route immer ein Stück weit Glückssache.

Mein Fazit zur Reisezeit: Anfang Oktober bis Dezember war für unsere Weltreise-Route sehr stimmig. Wir würden diese Route zeitlich wieder genauso planen – auch weil wir dadurch viele Ziele noch vor der vollen Hauptsaison erlebt haben.

Wie wir unsere Weltreise-Route geplant haben

Am Anfang war die Liste möglicher Reiseziele ziemlich lang. Afrika, Südamerika, Indonesien, Australien, Neuseeland, Südsee – theoretisch wäre vieles möglich gewesen. Genau das macht die Planung einer Weltreise aber auch schwierig. Man kann fast alles kombinieren. Sinnvoll ist deshalb noch lange nicht alles.

Für uns waren drei Fragen entscheidend:

  1. Welche Ziele sind für einen normalen Jahresurlaub eigentlich zu weit weg?
  2. Welche Länder lassen sich logisch miteinander verbinden?
  3. Wo bekommen wir genug Zeit vor Ort, ohne ständig weiterreisen zu müssen?

Afrika fiel deshalb relativ schnell raus. Nicht, weil es nicht spannend gewesen wäre – ganz im Gegenteil. Wir haben dort schon viele Länder bereist und es gibt genug Ziele, die ich jederzeit wieder besuchen würde. Aber vieles lässt sich auch gut in zwei oder drei Wochen planen. Für diese Reise wollten wir bewusst weiter weg.

Australien hatte ich vorher gar nicht so richtig auf dem Radar. Es wirkte von Deutschland aus immer zu weit, zu groß, zu aufwendig. Genau deshalb wurde es plötzlich interessant. Wenn nicht jetzt, wann dann? Nach intensiver Recherche war für mich schnell klar, dass ich nicht die klassische Ostküste machen möchte, sondern den ruhigeren und ursprünglicheren Teil: Westaustralien.

Von dort war Neuseeland die logische Ergänzung. Auch Neuseeland wäre mir persönlich für nur drei Wochen fast zu weit gewesen – wegen der langen Anreise, der Zeitverschiebung und der vielen Orte, die man dort sehen möchte. In Kombination mit Australien ergab es dagegen Sinn.

Danach kam Fidschi dazu. Die Südsee war schon lange ein Traum von uns. Von Neuseeland aus ließ sich Fidschi deutlich einfacher einbauen als von Europa. Für mich als Taucherin war außerdem ein spezielles Erlebnis ausschlaggebend: Auf einer kleinen Insel im Fidschi-Archipel ist Tauchen mit Bullenhaien möglich.

Mit Fidschi bewegten wir uns ohnehin weiter Richtung Osten. Hawaii passte deshalb gut als nächster Stopp. Auch das ist ein Ziel, das von Deutschland aus weit entfernt ist und sich als Abschluss einer Weltreise deutlich sinnvoller anfühlt als kurzer Einzelurlaub. Zum Schluss planten wir noch drei Nächte in San Francisco ein, als spannenden Stadtstopp mit gutem Rückflug nach Hause.

Warum wir kein Round-the-World-Ticket gebucht haben

Bei der Planung habe ich mich intensiv mit Round-the-World-Tickets beschäftigt. Auf den ersten Blick klingt so ein Ticket perfekt für eine Weltreise: einmal buchen, mehrere Stopps verbinden, fertig.

Für unsere Route hat es am Ende aber nicht gepasst. Wir wollten flexibel bleiben und keine Flugverbindungen nehmen, nur weil sie in ein bestimmtes Ticket-System passen. Außerdem war unsere Route recht klar auf bestimmte Ziele ausgerichtet. Da ergab es für uns mehr Sinn, die Flüge einzeln zu planen.

Mehr dazu habe ich in meinem ausführlichen Beitrag aufgeschrieben: „Lohnt sich ein Round-the-World-Ticket?

Unsere Weltreise-Route im Detail

Unsere Route hatte zwei klare Hauptblöcke: Westaustralien und Neuseeland. Fidschi, Oahu und San Francisco ergänzten sie als Südsee-, Hawaii- und Stadtstopp auf dem Weg zurück nach Europa.

1. Westaustralien – 28 Nächte Roadtrip, Natur und Weite

Westaustralien war unser erster großer Stopp – und rückblickend mein persönliches Highlight der gesamten Weltreise: lange Straßen, einsame Strände, Nationalparks, rote Erde und dieses Gefühl von Weite, das man in Europa kaum findet.

Mit 28 Nächten hatten wir genug Zeit für einen intensiven Roadtrip. Trotzdem hätte ich in Westaustralien auch noch länger bleiben können, denn die Entfernungen sind groß und viele Orte verdienen mehr als nur einen kurzen Zwischenstopp.

Für unsere Weltreise war Westaustralien der perfekte Auftakt: viel Natur, viel Freiheit, wenig Hektik.

Mehr dazu: Meine genaue Route findest du im Beitrag »Westaustralien: perfekte 4-Wochen-Route für Abenteurer und Roadtrip-Fans«.

Roadtrip-Landschaft in Westaustralien mit weiter Natur und einsamer Umgebung
Westaustralien war der erste große Stopp unserer Weltreise – und am Ende auch unser persönliches Highlight.

2. Neuseeland – 30 Nächte für eine intensive Rundreise

Nach Westaustralien ging es weiter nach Neuseeland. Für mich ist Neuseeland ein klassisches Ziel, das sich in eine längere Reise besonders gut einbauen lässt. Von Deutschland aus wäre mir die Anreise für nur zwei oder drei Wochen zu weit gewesen. In Kombination mit Australien ergab es dagegen absolut Sinn.

Mit 30 Nächten hatten wir genug Zeit, um Neuseeland nicht nur oberflächlich zu bereisen und Nord- und Südinsel zu kombinieren. Trotzdem ist auch ein Monat schnell gefüllt, denn das Land ist unglaublich abwechslungsreich: Küsten, Seen, Berge, Wanderungen, kleine Orte und ständig neue Landschaften.

Nach der Weite Westaustraliens fühlte sich Neuseeland kompakter, grüner und landschaftlich sehr intensiv an.

Mehr dazu: Meine genaue Route findest du im Beitrag »Neuseeland Reiseroute 4 Wochen«.

Landschaft in Neuseeland mit Geothermiegebiet
Nach Westaustralien ging es weiter nach Neuseeland – für uns die perfekte Ergänzung auf der Route durch Ozeanien.

3. Fidschi – 8 Nächte Südsee und Runterkommen

Fidschi war unser Südsee-Stopp auf der Weltreise.Nach den intensiven Roadtrip-Wochen in Australien und Neuseeland war die Insel für uns genau richtig, um einmal wirklich runterzukommen. Außerdem war es die einmalige Gelegenheit, auf Kuata Island mit Bullenhaien zu tauchen.

Aber Fidschi funktioniert nicht nur für Taucher. Auch wenn du einfach entspannen, schnorcheln und ein paar ruhige Tage am Meer verbringen möchtest, ist der Stopp super.

Wenn Tauchen keine Rolle spielt, reichen eventuell auch zwei Nächte weniger. Ganz streichen würde ich Fidschi aber nicht, wenn du Südsee-Gefühl in deine Route einbauen möchtest.

Mehr dazu: Meine Erfahrungen mit Fidschi findest du im Beitrag »Haitauchen mit Bullenhaien auf Kuata Island«.

Tropische Insel auf Fidschi mit Meer, Strand und Palmen
Fidschi war unser Südsee-Stopp zum Runterkommen – mit Meer, Inselgefühl und deutlich weniger Reisetempo.

4. Oahu, Hawaii – 8 Nächte Pazifik-Gefühl

Von Fidschi aus bewegten wir uns ohnehin weiter Richtung Osten. Dadurch passte Hawaii gut in unsere Weltreise-Route. Wir entschieden uns für Oahu und gegen Inselhopping, weil wir die Reise nicht unnötig komplizierter machen wollten.

Oahu war schön, ganz klar. Meer, Berge, tropische Landschaft und Strände – ich bin froh, dass wir es erlebt haben. Gleichzeitig war Oahu richtig teuer und für mich blieb das erwartete Aloha-Feeling leider aus. Für mich war es ein spannender Stopp, aber kein Ziel, zu dem ich unbedingt noch einmal reisen muss.

Als Teil unserer Route würde ich Oahu wieder einbauen. Wenn das Budget knapp ist, wäre Hawaii aber der Stopp, bei dem ich am genauesten schauen würde, ob ich kürze, oder gar komplett streiche.

Oahu in Hawaii mit tropischer Umgebung
Oahu brachte Hawaii-Gefühl in unsere Weltreise – wunderschön, aber auch der teuerste Stopp der Route.

5. San Francisco – 3 Nächte vor dem Heimflug

San Francisco war unser letzter Stopp vor dem Rückflug nach Hause. Wir haben die Stadt als praktischen und spannenden Abschluss der Weltreise geplant.

Nach Wochen voller Natur, Roadtrips, Inseln und Meer war ein kurzer Stadtstopp ein guter Kontrast. Außerdem hatten wir von San Francisco aus einen passenden Direktflug zurück nach Europa.

Drei Nächte waren für uns genau richtig. Länger hätte ich den USA-Stopp auf dieser Reise nicht ausdehnen wollen. Für einen ausführlichen Kalifornien-Trip würde ich lieber eine eigene Reise planen.

Stadtansicht von San Francisco als letzter Stopp der Weltreise
San Francisco war unser kurzer Stadtstopp vor dem Rückflug nach Europa.

Meine ehrliche Bewertung: Würde ich die Weltreise-Route wieder so planen?

Ja. Ganz ehrlich: Ich würde unsere Weltreise-Route wieder genauso planen.

Natürlich war nicht jeder Stopp gleich wichtig. Und natürlich war nicht alles günstig. Aber die Kombination aus Westaustralien, Neuseeland, Fidschi, Oahu und San Francisco hat für uns genau funktioniert. Wir hatten lange genug Zeit für die beiden großen Roadtrip-Ziele, danach Südsee-Gefühl, einen Hauch Hawaii und zum Schluss noch einen kurzen Stadtstopp vor dem Heimflug.

Unser persönliches Highlight war ganz klar Westaustralien. Die Weite, die Natur, die einsamen Strände, die Nationalparks – das war für mich der Teil der Reise, der am meisten hängen geblieben ist. Wenn ich heute an unsere Weltreise zurückdenke, denke ich zuerst an Westaustralien.

Neuseeland war für uns ebenfalls ein starker Teil der Route, aber auf eine andere Art als Westaustralien. Landschaftlich ist das Land unglaublich abwechslungsreich und für eine längere Rundreise perfekt geeignet. Trotzdem hat es mich emotional nicht ganz so gepackt wie Westaustralien. Vielleicht auch, weil manche Landschaften für uns Europäer vertrauter wirken: Berge, Seen, grüne Täler. Wunderschön, keine Frage – aber Westaustralien fühlte sich für mich fremder, weiter und besonderer an. In der Route würde ich Neuseeland trotzdem nicht kürzen. Dafür gibt es dort einfach zu viel zu sehen.

Oahu war schön, aber auch richtig teuer. Ich bin froh, dass wir Hawaii auf diese Weise eingebaut haben, weil ich dadurch zumindest einen kleinen Teil davon erlebt habe. Die Landschaft, die Strände und dieses Pazifik-Gefühl waren toll. Gleichzeitig wirkte Oahu auf mich vielerorts deutlich amerikanischer, als ich es erwartet hatte. Dieses besondere Aloha-Gefühl, das ich im Kopf hatte, kam bei mir deshalb nicht so richtig an. Trotzdem war es ein spannender Stopp – nur eben kein Ziel, zu dem ich unbedingt noch einmal reisen muss.

Fidschi war dagegen genau der richtige Stopp zum Herunterkommen. Nach Australien und Neuseeland fühlten sich die acht Nächte wie eine echte Pause in der Reise an. Wenn Tauchen keine Rolle spielt, reichen eventuell auch zwei Nächte weniger – aber als Südsee-Stopp würde ich Fidschi nicht streichen.

Rückblickend war unsere Route keine Weltreise zum Länder-Sammeln. Sie war eher eine intensive Reise mit wenigen, dafür sehr bewusst ausgewählten Stopps. Genau das hat sie für uns so gut gemacht.

Reisebloggerin Sabine in Westaustralien während ihrer Weltreise
Wenn ich an unsere Weltreise zurückdenke, denke ich zuerst an Westaustralien. Genau wegen solcher Momente würde ich die Route wieder genauso planen.

Für wen eignet sich diese Weltreise-Route?

Diese Route passt gut, wenn du Natur, Roadtrips und besondere Landschaften liebst. Westaustralien und Neuseeland sind keine Ziele, bei denen man nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit springt. Beide Länder leben stark vom Unterwegssein, von Landschaften, kleinen Stopps, Nationalparks und davon, dass man sich Zeit nimmt.

Auch wenn du nicht möglichst viele Länder sammeln möchtest, sondern lieber weniger Ziele intensiver erlebst, kann diese Route gut passen. Knapp drei Monate klingen erst einmal lang, sind bei einer Weltreise aber schnell gefüllt. Für uns war deshalb klar: lieber fünf Stopps mit genug Zeit als zehn Länder, an die man sich später kaum noch richtig erinnert.

Gut geeignet ist die Route für dich, wenn du:

  • Natur und Roadtrips liebst
  • weit entfernte Ziele sinnvoll kombinieren möchtest
  • nicht ständig weiterfliegen willst
  • Abenteuer und Komfort verbinden möchtest
  • Lust auf Australien, Neuseeland und Südsee hast
  • eine Weltreise planst, aber kein ganzes Jahr unterwegs sein kannst

Weniger passend ist die Route, wenn du möglichst günstig reisen möchtest. Auch wenn du viele Städte, Kulturstopps oder sehr unterschiedliche Länder in kurzer Zeit sehen möchtest, wäre eine andere Route vermutlich sinnvoller.

Was du beim Budget für diese Weltreise-Route wissen solltest

Unsere Weltreise-Route war definitiv keine Billig-Route. Das sollte dir bewusst sein, wenn du eine ähnliche Reise planst. Westaustralien, Neuseeland, Fidschi, Hawaii und San Francisco gehören nicht zu den günstigen Reisezielen. Besonders Oahu war extrem teuer – deutlich teurer, als ich es anfangs erwartet hatte.

Wie hoch die Kosten am Ende wirklich ausfallen, hängt natürlich stark von deinem Reisestil ab. Der größte Unterschied liegt meist bei der Unterkunftskategorie. Übernachtest du eher einfach, buchst du Apartments oder Ferienwohnungen, oder möchtest du schöne Hotels mit guter Lage und Komfort? Gerade bei einer längeren Reise summiert sich dieser Unterschied schnell.

Ein weiterer großer Kostenblock ist das Essen. Wenn du jeden Tag essen gehst, wird diese Route deutlich teurer. Wir haben unterwegs auch öfter Brotzeit im Hotelzimmer gemacht oder in der Ferienwohnung selbst gekocht. Das spart auf Dauer richtig Geld.

Dazu kommen Flüge, Mietwagen, Benzin, Aktivitäten und Ausflüge. Gerade bei einer Weltreise sollte man nicht nur die großen internationalen Flüge im Blick haben, sondern auch Inlandsflüge, Fähren, Gepäckkosten und Transfers zwischen Flughafen, Unterkunft und Mietwagenstation.

Trotzdem hatte unsere Route auch einen finanziellen und organisatorischen Vorteil: Wir haben bewusst weniger Länder eingeplant und sind dafür länger an den einzelnen Reisezielen geblieben. Dadurch hatten wir weniger Flugwechsel, weniger Transfers und weniger ständige Neuorganisation. Das spart zum einen Geld und es reduziert vor allem Stress.

Mein ehrliches Fazit zum Budget: Diese Route lohnt sich, wenn du bewusst in besondere Reiseziele investieren möchtest. Sie ist aber nichts für eine möglichst günstige Weltreise. Wenn dein Budget knapp ist, würde ich vor allem Hawaii kritisch prüfen. Bei Westaustralien und Neuseeland würde ich dagegen nicht zu stark sparen, denn genau diese beiden Stopps waren für uns der Kern der Reise.

Was du bei einer Weltreise-Route für 3 Monate beachten solltest

Drei Monate klingen nach viel Zeit. Bei einer Weltreise sind sie es aber nur bedingt. Je weiter die Ziele auseinanderliegen, desto wichtiger wird die Planung. Jeder Flug kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Energie.

Deshalb würde ich bei einer Route für drei Monate nicht zu viele Länder einplanen. Für uns waren fünf Stopps ideal, wobei Westaustralien und Neuseeland ganz klar die Hauptziele waren. Fidschi, Oahu und San Francisco hatten jeweils eine andere Funktion: Erholung, Hawaii-Erlebnis und Heimflug-Stopp.

Wichtig ist auch, die Reiseroute nicht nur nach Traumzielen zu planen, sondern nach Logik. Welche Länder lassen sich sinnvoll verbinden? Wo vermeidest du unnötige Umwege? Wo brauchst du wirklich Zeit? Gerade auf einer Weltreise ist weniger oft besser.

Wie du unsere Weltreise-Route anpassen könntest

Unsere Route war für uns sehr stimmig. Trotzdem lässt sie sich je nach Zeit, Budget und Interessen anpassen.

Wenn du weniger Zeit hast, würde ich zuerst bei den kürzeren Stopps kürzen, nicht bei Westaustralien oder Neuseeland. Fidschi könnte man etwas kürzer planen, wenn Tauchen keine Rolle spielt. Auch Oahu würde ich nur einbauen, wenn das Budget passt und du Hawaii wirklich erleben möchtest.

Wenn du mehr Zeit hast, würde ich dagegen nicht sofort neue Länder ergänzen. Ich würde eher Westaustralien oder Neuseeland verlängern. Beide Ziele bieten genug für deutlich mehr Zeit. Auch auf Fidschi könnte man länger bleiben, wenn man bewusst mehr Erholung einbauen möchte.

Wenn du eine günstigere Weltreise-Route suchst, wäre unsere Route nur bedingt ideal. Australien, Neuseeland und Hawaii sind keine Sparziele. Dafür bekommst du eine sehr besondere Kombination aus Natur, Roadtrip, Südsee und Pazifik – aber eben nicht zum kleinen Budget.

Reichen 3 Monate für eine Weltreise und wie viele Stopps sind sinnvoll?

Ja, drei Monate können für eine Weltreise reichen – wenn du nicht zu viele Länder einplanst. Für uns waren wenige, bewusst ausgewählte Stopps sinnvoller als eine lange Liste an Ländern.

Aus meiner Sicht sind drei bis fünf größere Stopps realistisch. Bei mehr Zielen wird die Reise schnell unruhig, teurer und organisatorisch aufwendiger. Jeder zusätzliche Stopp bedeutet neue Flüge, Transfers, Unterkünfte und wieder neue Planung.

Weiterlesen: Mehr zur Planung deiner Weltreise

Wenn du deine eigene Route durch Ozeanien planst, findest du in meinen Detailbeiträgen noch mehr konkrete Tipps. Für Neuseeland habe ich dir im Beitrag »Neuseeland Reisetipps – dein ultimativer Guide für die Planung« alle wichtigen Infos zur Reisevorbereitung, Route und praktischen Planung zusammengestellt.

Für Australien empfehle ich dir meinen Beitrag »Westaustralien – Dein kompletter Guide«. Dort findest du alles, was du für einen Roadtrip durch den ursprünglicheren Westen Australiens wissen solltest.

Alle meine Beiträge rund um unsere Weltreise, Westaustralien, Neuseeland und weitere Stopps findest du außerdem gesammelt auf meiner Übersichtsseite Ozeanien.