Die Galápagos-Inseln waren für mich lange eines dieser Reiseziele, bei denen ich nicht sicher war, ob die Realität die hohen Erwartungen überhaupt erfüllen kann. Nach unserer Reise kann ich sagen: ja, kann sie. Und zwar ziemlich mühelos.

Galápagos ist kein klassisches Tropenparadies, das einfach nur hübsch aussieht. Die Inseln sind rau, heiß, teils karg, an manchen Stellen fast bizarr – und genau das macht sie so besonders. Riesenschildkröten am Wegesrand, Meerechsen auf schwarzem Lavagestein, Seelöwen mitten im Ort und Unterwasserwelten, die selbst erfahrene Reisende noch umhauen. So fühlt sich Galápagos an.

Wir haben insgesamt elf Nächte auf den Inseln verbracht und drei Inseln miteinander kombiniert: Santa Cruz, Isabela und San Cristóbal. Die Aufteilung mit 3 Nächten auf Santa Cruz sowie je 4 Nächten auf Isabela und San Cristóbal hat sich für uns sehr bewährt. Geplant haben wir die Reise vorab mit einer lokalen Agentur aus Quito. Das war für uns sehr angenehm, weil Transfers, Ausflüge und auch die Tauchgänge bereits organisiert waren.

Galápagos war bei uns übrigens nicht die ganze Reise, sondern Teil einer größeren Ecuador-Rundreise. Unsere komplette Route über das Festland findest du hier: Ecuador Reiseroute.

In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du eine Galápagos-Reise sinnvoll planst, wie das Inselhopping zwischen Santa Cruz, Isabela und San Cristóbal abläuft, welche praktischen Punkte du bei Einreise und Fortbewegung kennen solltest und welche Insel sich für wen besonders lohnt. Die ausführlichen Tipps zu den einzelnen Inseln folgen bei mir später noch in separaten Beiträgen.

Warum sich eine Reise auf die Galápagos-Inseln lohnt

Die Galápagos-Inseln sind kein unkompliziertes Reiseziel, aber der Aufwand lohnt sich.

Was Galápagos so besonders macht, ist nicht nur die Tierwelt an sich, sondern die Nähe, in der man sie erlebt. Riesenschildkröten, Meerechsen, Seelöwen, Pinguine oder Meeresschildkröten sind keine Attraktion, sie sind einfach da. Genau das macht diese Inseln so eindrucksvoll. Vieles fühlt sich nicht nach klassischem Sightseeing an, sondern eher so, als wäre man mitten in einer Naturwelt unterwegs, in der der Mensch nur Gast ist.

Dazu kommt die Landschaft. Schwarze Lavafelder, karge Küsten, helle Sandstrände, türkisfarbenes Wasser, Vulkankrater und bizarre Felsformationen wechseln sich ständig ab. Galápagos ist dadurch viel abwechslungsreicher, als viele vor einer Reise erwarten. Die Inseln sehen nicht überall tropisch-postkartenhaft aus, sondern oft rau, ursprünglich und fast unwirklich. Gerade das macht ihren Reiz aus.

Auch unter Wasser ist Galápagos für viele ein absolutes Highlight. Selbst wer nicht taucht, kann beim Schnorcheln schon unglaublich viel erleben. Wir hatten Begegnungen mit riesigen Meeresschildkröten, Pinguinen, Seelöwen und einer beeindruckenden Vielfalt an Meeresleben. Wer taucht, hat zusätzlich die Chance auf spektakuläre Erlebnisse mit Haien und großen Fischschwärmen.

Galápagos ist sicher kein Reiseziel für jeden. Wer aber Natur, Tierbeobachtungen und besondere Landschaften sucht, wird hier ein Erlebnis haben, das lange im Kopf bleibt.

Meerechsen auf schwarzem Lavagestein auf Galápagos
Auf Galápagos gehören Tiere nicht zum Rahmenprogramm – sie sind einfach überall.

Unsere Route: 3 Nächte Santa Cruz, 4 Nächte Isabela, 4 Nächte San Cristóbal

Für unsere Galápagos-Reise haben wir drei Inseln kombiniert: Santa Cruz, Isabela und San Cristóbal. Diese Aufteilung würden wir wieder so wählen, weil sie genug Zeit ließ, die Inseln wirklich zu erleben, ohne ständig nur mit der Weiterreise beschäftigt zu sein.

Unsere Reise begann auf Santa Cruz, wo wir nach der Landung auf Baltra (der Flughafeninsel bei Santa Cruz) zunächst drei Nächte verbrachten. Danach ging es mit der Fähre weiter nach Isabela, wo wir vier Nächte blieben. Zum Abschluss flogen wir mit einer kleinen Propellermaschine nach San Cristóbal und verbrachten dort ebenfalls vier Nächte.

3 Nächte auf Santa Cruz

Santa Cruz war für uns der Einstieg in die Galápagos-Welt. Die Insel ist lebhafter als Isabela und San Cristóbal, es gibt mehr Infrastruktur, mehr Unterkünfte, mehr Geschäfte und insgesamt mehr Betrieb. Gerade zu Beginn fanden wir das angenehm, weil man hier erst einmal ankommt und ein Gefühl für die Inseln bekommt.

Drei Nächte haben für uns auf Santa Cruz gut funktioniert. Das war genug Zeit, um erste Eindrücke zu sammeln und die Insel nicht nur als reinen Ankunftsort zu erleben. Besonders spannend fand ich hier die Riesenschildkröten an Land.

Übernachtet haben wir im Ikala Galápagos*, nur ein paar Meter vom Hafen entfernt. Die Lage war für den Start unserer Reise sehr praktisch. Dazu kamen ein Pool und ein gutes Frühstück.

Riesenschildkröte auf Santa Cruz auf den Galápagos-Inseln
Santa Cruz ist für viele der Einstieg nach Galápagos – lebhafter als die anderen Inseln, aber ideal zum Ankommen.

4 Nächte auf Isabela

Nach Santa Cruz ging es mit der Fähre weiter nach Isabela. Die Überfahrt dauerte bei uns gute zwei Stunden, je nach Seegang kann sie aber auch länger dauern.

Isabela war für mich die ursprünglichere Insel. Ruhiger, weniger geschniegelt, authentischer. Statt vieler asphaltierter Straßen hat man hier stellenweise eher Sandpisten, und insgesamt wirkte vieles entspannter als auf Santa Cruz. Vier Nächte waren hier genau richtig, weil Isabela mehrere starke Highlights bietet.

Besonders beeindruckend waren für mich die riesigen Meeresschildkröten beim Schnorcheln. Dazu kamen Pinguine und die vielen Meerechsen, die auf Isabela praktisch zum Inselbild dazugehören. Ein absolutes Highlight war für mich außerdem die Wanderung zur Sierra Negra und weiter zum Volcán Chico – eine bizarre Vulkanlandschaft, die fast schon an eine Mondlandschaft erinnert.

Gewohnt haben wir auf Isabela in La Casa de Marita am Ortsrand. Die direkte Strandlage war super und hat der Unterkunft einen besonderen Reiz gegeben.

Bizarre Lava- und Kraterlandschaft am Sierra Negra auf Isabela, Galápagos
Die Vulkanlandschaften auf Isabela gehören zu den eindrucksvollsten Erlebnissen auf Galápagos.
Galápagos-Iguana auf Felsen auf Isabela
Isabela wirkte auf uns ursprünglicher, ruhiger und landschaftlich besonders beeindruckend.

4 Nächte auf San Cristóbal

Von Isabela flogen wir mit einer kleinen Propellermaschine weiter nach San Cristóbal. Allein dieser kurze Flug war schon ein Erlebnis für sich.
San Cristóbal war für uns vor allem als Tauchziel stark. Wir haben dort zwei Tauchausflüge gemacht und fanden die Kombination aus entspanntem Ort, spektakulären Unterwassererlebnissen und den vielen Seelöwen richtig gut. Wer nicht taucht, kommt hier wahrscheinlich auch mit drei Nächten gut aus. Für uns waren vier Nächte aber ideal.

Die tierische Besonderheit von San Cristóbal sind für mich ganz klar die Seelöwen. Sie liegen nicht nur an den Stränden, sondern gefühlt auch überall im Ort herum. Gerade abends, wenn sie aus dem Meer zurückkommen, ist das schon ziemlich beeindruckend. Dazu kommen tolle Schnorchelerlebnisse, bei denen man die Seelöwen auch unter Wasser erleben kann.

Auf San Cristóbal haben wir im Hotel Golden Bay* übernachtet. Wir hatten dort die Panoramic Ocean View Suite mit freiem Meerblick – die komplett verglaste Front war schon besonders. Auch die Lage des Hotels hat für uns sehr gut gepasst.

Seelöwe auf einer Bank auf San Cristóbal, Galápagos
San Cristóbal ist die Insel der Seelöwen – sie begegnen dir hier fast überall.
La Casa de Marita auf Isabela mit direkter Strandlage auf den Galápagos-Inseln
La Casa de Marita liegt etwas außerhalb von Puerto Villamil direkt am Strand – für uns eine besondere Unterkunft auf Isabela.

Unser Fazit zur Route

Für uns war diese Route genau richtig, weil sie drei sehr unterschiedliche Inseln sinnvoll verbunden hat. Wer Galápagos nicht nur anreißen, sondern wirklich erleben möchte, fährt mit einer solchen Aufteilung ziemlich gut.

Einreise nach Galápagos: Was du vorab wissen musst

Die Einreise nach Galápagos ist etwas aufwendiger als bei vielen anderen Inselzielen. Vor dem Flug solltest du ein paar Punkte erledigt haben, damit es am Flughafen nicht unnötig stressig wird.

Vor der Reise brauchst du die Transit Control Card, kurz TCT. Diese Karte dient dazu, den Aufenthalt von Besuchern auf den Galápagos-Inseln zu erfassen. Die Voranmeldung dafür ist online möglich. Du musst dort unter anderem deine persönlichen Daten, Flugangaben und Unterkünfte angeben.

Zusätzlich musst du vorab ein Online-Formular für die Einreise- bzw. Warenkontrolle ausfüllen. In unserem Fall lief ein Teil dieser Vorbereitung über die lokale Agentur aus Quito, was vieles einfacher gemacht hat. Wenn du deine Reise selbst organisierst, solltest du diese Punkte frühzeitig abhaken und nicht erst am Vorabend des Fluges danach suchen. Die offizielle Online-Erklärung läuft über die Biosecurity-Plattform von Galápagos.

Bei der Ankunft auf Baltra läuft die Einreise dann in mehreren Schritten ab. Zuerst stellst du dich an einem Schalter an, zeigst deinen Reisepass und die Unterlagen für Galápagos vor. Danach wird die Nationalparkgebühr fällig: Seit August 2024 liegt sie für Erwachsene bei 200 US-Dollar. Diese Summe solltest du unbedingt bar dabeihaben, es gibt keine Möglichkeit, Geld abzuheben.

Danach folgt die Gepäckkontrolle. Gerade auf Galápagos wird sehr genau darauf geachtet, was eingeführt wird. Frische Lebensmittel, Pflanzen oder andere sensible Dinge können problematisch sein. Unkompliziert ist die Einreise nicht, aber mit guter Vorbereitung absolut machbar.

Kleine Propellermaschine für Inlandsflüge zwischen den Galápagos-Inseln
Zwischen manchen Inseln spart ein Inlandsflug Zeit – und ist selbst schon ein Erlebnis.

Ankunft auf Baltra und Weiterreise nach Santa Cruz

Nach der Landung auf Baltra bist du noch nicht direkt auf Santa Cruz, sondern musst erst weiter zum Fähranleger. Dafür kaufst du vor Ort zunächst ein Busticket. Der Bus bringt dich in kurzer Zeit zum Hafen, von wo aus es mit der Fähre auf die andere Seite weitergeht. Diese Überfahrt ist nur sehr kurz.

Sobald du auf Santa Cruz angekommen bist, geht es weiter per Taxi oder organisiertem Transfer. Wenn du individuell reist, ist das grundsätzlich machbar, weil dort in der Regel Taxifahrer auf ankommende Gäste warten.

Flug, Kontrolle, Bus, Fähre, Taxi – genau diese Abfolge sollte man vorher kennen, damit der Anreisetag keine unnötige Überraschung wird.

Inselhopping auf Galápagos: So kommst du zwischen den Inseln weiter

Wer mehrere Galápagos-Inseln kombinieren möchte, sollte das Inselhopping nicht unterschätzen. Die Distanzen wirken auf der Karte oft überschaubar, in der Praxis sind die Transfers aber ein fester Teil der Reise. Deshalb sollte man die Route vorab gut planen und Inselwechsel nicht zu eng takten.

Wir sind zunächst von Santa Cruz mit der Fähre nach Isabela gefahren. Die Überfahrt dauerte bei uns gut zwei Stunden. Je nach Wetter und Seegang kann das aber auch bis zu drei Stunden dauern. Wer empfindlich auf Wellengang reagiert, sollte das nicht auf die leichte Schulter nehmen und eine halbe Stunde vor Abfahrt eine Tablette gegen Seekrankheit nehmen.

Bei der Ankunft auf Isabela solltest du Bargeld griffbereit haben. Zuerst wird für das Wassertaxi ein kleiner Betrag von etwa 1 US-Dollar fällig, danach auf der Insel noch eine zusätzliche Gebühr von 20 US-Dollar pro Person.

Von Isabela nach San Cristóbal sind wir nicht mit dem Boot, sondern mit einer kleinen Propellermaschine weitergeflogen. Das war nicht nur deutlich angenehmer als eine weitere längere Bootsfahrt, sondern auch ein besonderes Erlebnis.

Inselhopping lohnt sich auf Galápagos definitiv – man sollte nur nicht unterschätzen, dass die Transfers Zeit in Anspruch nehmen.

Galápagos mit Agentur planen oder selbst organisieren?

Galápagos kann man grundsätzlich selbst planen. Flüge, Unterkünfte, Transfers und Ausflüge lassen sich auch individuell buchen. Trotzdem ist es eines dieser Reiseziele, bei denen ich gut verstehe, warum viele sich Unterstützung holen. Denn die eigentliche Frage ist nicht nur, ob es selbst machbar ist, sondern auch, wie viel Zeit und Aufwand man vor Ort oder schon im Vorfeld investieren möchte.

Wir haben unsere Reise mit einer lokalen Agentur aus Quito geplant. Das hatte für uns einen klaren Vorteil: Transfers, Unterkünfte, Ausflüge und auch die Tauchgänge waren im Voraus organisiert. Vor Ort mussten wir uns also nicht mehr darum kümmern, freie Plätze zu suchen, Fahrten abzustimmen oder spontan zu überlegen, wie wir die nächsten Tage sinnvoll koordinieren.

Der größte Vorteil war für uns der geringe Zeitaufwand vor Ort. Wir mussten keine Anbieter vergleichen, keine Touren zusammensuchen und keine Transfers spontan koordinieren. Gerade auf Galápagos, wo Einreiseformalitäten, Inselwechsel, Fähren, Flüge und Gebühren ineinandergreifen, war das sehr angenehm.

Der Nachteil liegt auf der Hand: Man gibt ein Stück Flexibilität ab und zahlt oft mehr, als wenn man alles selbst einzeln bucht. Wer sehr unabhängig reist, gern spontan entscheidet und kein Problem damit hat, Zeit in Recherche und Organisation zu stecken, kommt vermutlich auch gut ohne Agentur klar.

Mein Eindruck nach dieser Reise ist deshalb ziemlich nüchtern: Beides kann sinnvoll sein. Wenn du möglichst flexibel reisen möchtest, dich gern selbst kümmerst und Spaß an der Planung hast, kannst du Galápagos auch individuell organisieren. Wenn du aber mehrere Inseln verbinden, Ausflüge im Voraus sichern und vor Ort möglichst wenig organisatorischen Aufwand haben willst, kann eine lokale Agentur sehr angenehm sein.

Welche Insel passt zu dir? Santa Cruz, Isabela und San Cristóbal im Vergleich

Die drei bewohnten Hauptinseln Santa Cruz, Isabela und San Cristóbal unterscheiden sich deutlich voneinander. Genau deshalb lohnt es sich, sie nicht nur nach Logistik, sondern auch nach ihren Stärken auszuwählen.

Santa Cruz: der beste Einstieg für die erste Galápagos-Reise

Santa Cruz ist die Insel, auf der die meisten Reisen beginnen, und das merkt man auch. Hier ist mehr los, es gibt mehr Infrastruktur, mehr Unterkünfte, mehr Geschäfte und insgesamt einen lebhafteren Ort als auf den anderen Inseln. Für uns war Santa Cruz ein guter Einstieg, weil man hier erst einmal ankommt und sich langsam in die Galápagos-Welt einfindet.

Besonders stark fand ich auf Santa Cruz die Riesenschildkröten an Land. Wenn du genau dieses typische Galápagos-Gefühl suchst, ist Santa Cruz dafür ein sehr guter Startpunkt.

Santa Cruz passt zu dir, wenn du

  • zum ersten Mal auf Galápagos bist
  • eine gute Infrastruktur schätzt
  • möglichst unkompliziert ankommen willst
  • Riesenschildkröten an Land erleben möchtest
Strand auf Santa Cruz mit hellem Sand und klarem Wasser
Santa Cruz überrascht nicht nur mit Tierbegegnungen, sondern auch mit schönen Stränden.

Isabela: ursprünglicher, ruhiger und landschaftlich spektakulär

Isabela hat sich für mich deutlich ursprünglicher angefühlt als Santa Cruz. Ruhiger, weniger touristisch durchgetaktet, stellenweise fast ein wenig rau. Genau das macht die Insel aber auch so besonders.

Dazu kommt, dass Isabela landschaftlich extrem stark ist. Die Wanderung zur Sierra Negra und weiter zum Volcán Chico war für mich eines der eindrucksvollsten Erlebnisse der Reise. Dazu kamen beim Schnorcheln riesige Meeresschildkröten, Pinguine und die vielen Meerechsen, die auf der Insel praktisch überall präsent sind.

Isabela passt zu dir, wenn du

  • es ruhiger und ursprünglicher magst
  • spektakuläre Vulkanlandschaften erleben willst
  • gerne schnorchelst
  • Galápagos nicht nur bequem, sondern auch etwas wilder erleben möchtest
Galápagos-Pinguine beim Schnorcheln vor Isabela unter Wasser beobachtet
Pinguine beim Schnorcheln auf Isabela zu sehen, war für uns eines der eindrucksvollsten Erlebnisse auf Galápagos.

San Cristóbal: entspannt, tierreich und besonders stark für Taucher

San Cristóbal war für uns der perfekte Abschluss der Reise. Die Insel hat eine angenehme, entspannte Atmosphäre und gleichzeitig eine starke Tierpräsenz – vor allem durch die vielen Seelöwen. Die liegen nicht nur am Strand, sondern auch im Ort gefühlt überall herum.

Für uns war die Insel aber vor allem als Tauchziel spannend. Wir haben hier zwei Tauchausflüge gemacht und fanden genau diese Mischung aus gechilltem Ort, starken Unterwassererlebnissen und guter Tierbeobachtung richtig gelungen.

San Cristóbal passt zu dir, wenn du

  • tauchst oder gerne schnorchelst
  • Seelöwen liebst
  • eine entspannte Insel mit viel Tierkontakt suchst
  • zum Abschluss der Reise noch einmal einen anderen Charakter erleben möchtest
Mehrere Seelöwen am Strand auf San Cristóbal, Galápagos
Kaum eine andere Insel verbinden wir so sehr mit Seelöwen wie San Cristóbal.

Welche Insel würde ich empfehlen?

Ganz ehrlich: Jede dieser drei Inseln lohnt sich. Wenn du genug Zeit hast, würde ich genau deshalb auch mehrere kombinieren.

Wenn ich sie aber ganz grob einordnen müsste, dann so:

  • Santa Cruz für den Einstieg und die Infrastruktur
  • Isabela für Landschaft, Ruhe und Ursprünglichkeit
  • San Cristóbal für Tauchen, Seelöwen und entspannte Atmosphäre

Wer nur wenig Zeit hat, muss stärker auswählen. Wer dagegen etwa zehn bis elf Nächte auf Galápagos einplant, kann mit einer Kombination aus diesen drei Inseln sehr viel von dem erleben, was die Inselgruppe so besonders macht.

Tauchen und Schnorcheln auf Galápagos: Für wen es sich lohnt

Galápagos ist nicht nur an Land beeindruckend. Ein großer Teil dessen, was diese Inseln so besonders macht, spielt sich unter Wasser ab. Wenn du nach Galápagos reist, solltest du Wasseraktivitäten deshalb von Anfang an mitplanen.

Schnorcheln auf Galápagos: schon ohne Tauchschein ein Highlight

Auch ohne Tauchausbildung kannst du auf Galápagos schon unglaublich viel erleben. Für mich war das einer der stärksten Punkte dieser Reise. Beim Schnorcheln hatten wir faszinierende Begegnungen mit riesigen Meeresschildkröten, Pinguinen, Seelöwen und vielen weiteren Meerestieren.

Tauchen auf Galápagos: stark, aber nicht für jeden automatisch ideal

Wenn du tauchst, kann Galápagos noch einmal eine ganz andere Liga sein. Für uns waren besonders die Tauchgänge rund um San Cristóbal ein großes Highlight. Dort hatten wir spektakuläre Erlebnisse mit riesigen Schwarzspitzenhaien und Hammerhaien.

Auch auf Santa Cruz hatten wir bereits einen Tauchausflug, zwar mit etwas schlechterer Sicht, aber schönen Unterwassererlebnissen mit Seelöwen und riesigen Fischschwärmen.

Trotzdem würde ich Galápagos nicht pauschal jedem Taucher blind empfehlen. Es geht hier nicht um gemütliches Urlaubstauchen in glasklarem Badewasser, sondern oft um eher naturorientierte Tauchgänge mit stärkerer Strömung, bei denen die Tierwelt im Vordergrund steht.

Welche Insel lohnt sich wofür?

Für mich hat sich das ungefähr so angefühlt:

  • Santa Cruz war ein guter Einstieg, auch fürs Tauchen
  • Isabela war beim Schnorcheln überragend, vor allem wegen der riesigen Meeresschildkröten und der Chance auf Pinguine
  • San Cristóbal war für uns die stärkste Insel fürs Tauchen

Ohne Schnorcheln oder Tauchen würdest du aus meiner Sicht einen ziemlich wichtigen Teil des Reizes verpassen.

Kosten, Gebühren und Bargeld: Damit solltest du rechnen

Bei den Kosten solltest du auf Galápagos nicht nur Flüge und Unterkünfte einrechnen, sondern auch die zusätzlichen Gebühren und Transfers.

Wichtig zu wissen: In Ecuador ist der US-Dollar die offizielle Währung. Auch auf den Galápagos-Inseln zahlst du deshalb mit US-Dollar.

Der größte feste Posten ist die Nationalparkgebühr. Für internationale Besucher liegt sie seit 1. August 2024 bei 200 US-Dollar pro erwachsener Person. Diese Gebühr wird bei der Einreise fällig und muss in bar bezahlt werden.

Dazu kommt die Transit Control Card (TCT), die du vorab organisieren musst. Sie gehört ganz normal zu den Einreiseformalitäten für Galápagos dazu.

Neben diesen offiziellen Pflichtkosten gibt es noch kleinere Ausgaben, die man leicht unterschätzt. Bei uns wurde zum Beispiel bei der Ankunft auf Isabela direkt eine zusätzliche Gebühr von 20 US-Dollar pro Person verlangt. Auch diese musst du bar parat haben.

Dazu kommen auf Galápagos typische Transferkosten wie Wassertaxis, Bootsfahrten zwischen den Inseln oder andere kleinere Zahlungen, die oft nicht mit Karte bezahlt werden können. Genau deshalb würde ich auf Galápagos grundsätzlich nicht zu knapp mit Bargeld kalkulieren.

Galápagos ist teuer – nicht überraschend, sondern schlicht wegen Logistik, Schutzgebiet und Aktivitäten. Man sollte das nicht schönreden. Wer auf die Inseln reist, sollte finanziell nicht auf Kante planen.

Uns wurde außerdem empfohlen, schon auf dem Festland genügend Bargeld abzuheben, weil die Geldautomaten auf den Inseln teilweise unzuverlässig funktionieren. Gerade auf Galápagos würde ich deshalb nicht zu knapp kalkulieren.

Beste Reisezeit für Galápagos und unser Eindruck im März

Eine pauschal perfekte Reisezeit für Galápagos gibt es nicht – es hängt stark davon ab, was dir wichtig ist.

Wir waren im März auf den Galápagos-Inseln. In dieser Zeit war es bei uns durchgehend heiß, meist um die 30 Grad. Bei Landausflügen hat es sich oft noch heißer angefühlt, weil das dunkle Lavagestein die Wärme zusätzlich speichert und der Untergrund sich stark aufheizt.
Genau deshalb sind für diese Reisezeit guter Sonnenschutz (am besten textil), genug Wasser und ein realistisches Gefühl für die Belastung an Land wichtiger, als man vielleicht zuerst denkt.

Unter Wasser war es für uns dagegen richtig angenehm. Die Temperaturen beim Schnorcheln und Tauchen haben wir als sehr gut empfunden. Mit einem 5-mm-Neoprenanzug war es sehr angenehm. Für uns war das eine starke Kombination: an Land heiß und teils schweißtreibend, im Wasser dann genau richtig.

Wichtiger als die reine Wetterfrage ist auf Galápagos oft, was du erleben willst – viel Zeit an Land oder möglichst viel im Wasser.
Für uns hat Anfang März sehr gut funktioniert. Wir hatten intensive Tage an Land, starke Tiererlebnisse und sehr angenehme Bedingungen im Wasser.

Sonnige Lava-Landschaft auf Galápagos bei heißem Wetter
Anfang März war es auf Galápagos durchgehend heiß – vor allem auf dunklem Lavagestein.

Unser Fazit zur Galápagos-Reise

Galápagos war für uns eines dieser Reiseziele, bei denen der Aufwand am Ende ziemlich schnell in den Hintergrund rückt.
Gerade die Mischung aus den drei Inseln hat dafür gesorgt, dass wir Galápagos nicht nur oberflächlich erlebt haben. Santa Cruz war ein guter Einstieg, Isabela die ursprünglichste und landschaftlich eindrucksvollste Insel und San Cristóbal für uns der perfekte Abschluss mit starken Tauch- und Schnorchelerlebnissen sowie den vielen Seelöwen.

Was mir besonders in Erinnerung bleibt, ist dieses Gesamtgefühl aus Tiernähe, rauer Vulkanlandschaft und außergewöhnlicher Unterwasserwelt. Galápagos ist nicht geschniegelt, nicht schön im klassischen Sinn und auch nicht immer bequem – aber genau das macht die Inseln so besonders.

Ganz ehrlich: Galápagos ist teuer, organisatorisch etwas aufwendiger und sicher kein Ziel für jeden. Aber wenn es dich reizt, dann ist es eines dieser Reiseziele, bei denen der Aufwand am Ende ziemlich schnell vergessen ist.