Prag Sehenswürdigkeiten gibt es viele – und genau das macht die tschechische Hauptstadt zu einem perfekten Ziel für ein Wochenende. Zwischen Karlsbrücke, Altstädter Ring und der imposanten Prager Burg reiht sich ein Highlight ans nächste. Uns hat Prag mit seiner Mischung aus Geschichte, Kultur und lebendigem Flair sofort gepackt.

In diesem Artikel nehme ich dich mit auf unseren Kurztrip, zeige dir die schönsten Prag Sehenswürdigkeiten und gebe dir praktische Tipps für Anreise, Essen und Kosten. Dazu gibt’s ein paar persönliche Erfahrungen, die dir helfen, die Stadt entspannt und authentisch zu erleben.

Aktualisiert: Juni 2026

Inhaltsverzeichnis

Prag Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Wenn du nur ein Wochenende in Prag hast, würde ich dich nicht mit zu vielen Programmpunkten vollpacken. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich gut auf zwei Tage aufteilen: Am ersten Tag erkundest du die Altstadt mit Altstädter Ring, Astronomischer Uhr, Karlsbrücke, Wenzelsplatz und den Sehenswürdigkeiten entlang der Moldau. Am zweiten Tag würde ich die Kleinseite und die Prager Burg einplanen – also den Bereich von der Karlsbrücke hinauf zum Burgviertel.

Meine wichtigsten Prag Sehenswürdigkeiten für den ersten Besuch:

  • Karlsbrücke – Prags bekanntestes Wahrzeichen und besonders früh morgens schön
  • Altstädter Ring – zentraler Platz mit historischer Kulisse und viel Trubel
  • Astronomische Uhr – sehenswert, aber zur vollen Stunde sehr überlaufen
  • Prager Burg mit St.-Veits-Dom – das große Highlight oberhalb der Stadt
  • Kleinseite Malá Strana – eines der schönsten Viertel für ruhige Gassen
  • Goldenes Gässchen – klein, fotogen, aber oft voll
  • Obecní dům und Pulverturm – Jugendstil und Gotik direkt nebeneinander
  • Tanzendes Haus – moderner Kontrast zur historischen Altstadt
  • Wenzelsplatz – historisch wichtig, aber für mich kein Muss, wenn du wenig Zeit hast
  • Alter jüdischer Friedhof / Josefov – spannend, wenn du dich für jüdische Geschichte interessierst

Mein Tipp: Starte am besten früh an der Karlsbrücke oder auf der Burg. Tagsüber wird es dort schnell voll.

Karte der wichtigsten Prag Sehenswürdigkeiten

Auf der Karte siehst du die wichtigsten Prag Sehenswürdigkeiten für ein Wochenende auf einen Blick. Besonders praktisch: Viele Highlights liegen in der Altstadt, auf der Kleinseite oder rund um die Prager Burg und lassen sich gut zu Fuß miteinander verbinden. So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, welche Route für deinen Kurztrip sinnvoll ist.

Warum sich ein Wochenende in Prag lohnt

Prag ist von Deutschland und Österreich aus gut erreichbar und eignet sich deshalb perfekt für einen Kurztrip. Je nach Startpunkt kommst du mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug bequem in die tschechische Hauptstadt.

Vor Ort ist Prag angenehm kompakt: Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich gut zu Fuß erkunden. Karlsbrücke, Altstädter Ring, Kleinseite und Prager Burg kannst du an einem Wochenende realistisch schaffen, ohne dich komplett abzuhetzen.

Genau das macht Prag für mich so attraktiv: Du bekommst viel Geschichte, schöne Architektur, gutes Essen und lebendige Stadtatmosphäre auf relativ engem Raum. Nur eines solltest du wissen: Ruhig und leer ist Prag selten. Wer die bekanntesten Highlights entspannter erleben möchte, startet am besten früh am Morgen.

Übernachten in Prag: zentrale Lage lohnt sich

Für unser Wochenende in Prag haben wir uns ein zentrales Hotel mitten in der Altstadt ausgesucht – perfekt, um die wichtigsten Prag Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß zu erreichen. Das Auto war sicher in der Tiefgarage geparkt, sodass wir uns ganz entspannt ins Getümmel stürzen konnten.

Drei Beispiele in unterschiedlichen Preiskategorien:

  • Motel One Prague* – Florentinum (Prag 1): modernes Design-Hotel mit verlässlichem Standard, etwa 10 Gehminuten von der Altstadt entfernt – ideal, wenn du Wert auf Lage und Preis-Leistung legst.
  • BoHo Hotel (Altstadt)*: stilvolles Boutique-Hotel mitten im historischen Zentrum. Elegante Zimmer, ein kleines Spa und nur wenige Schritte bis zum Altstädter Ring machen es zu einer komfortablen Wahl.
  • Augustine, a Luxury Collection Hotel* (Malá Strana): luxuriöses 5-Sterne-Hotel in einem ehemaligen Kloster, ruhig gelegen zwischen Karlsbrücke und Burg. Perfekt für alle, die Prag besonders stilvoll erleben wollen.

Prag Sehenswürdigkeiten zu Fuß entdecken – mein Tipp: einfach loslaufen

Gerade in Prag macht es Spaß, sich treiben zu lassen. Am ersten Tag haben wir den Stadtplan beiseitegelegt und sind einfach losgelaufen. Und das funktioniert hier erstaunlich gut: Viele der schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag liegen dicht beieinander, sodass man automatisch beim Altstädter Ring oder an der Karlsbrücke vorbeikommt.

Mein Tipp: Nicht nur den klassischen Touristenwegen folgen, denn sobald du eine Seitenstraße einschlägst, entdeckst du eine ruhigere, authentische Seite von Prag.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag im Zentrum

Für den ersten Tag in Prag bietet sich das Zentrum an: Altstadt, Karlsbrücke und die Sehenswürdigkeiten entlang der Moldau liegen relativ nah beieinander und lassen sich gut zu Fuß verbinden. Plane trotzdem genug Pausen ein – Prag wirkt auf der Karte kompakt, ist aber durch Kopfsteinpflaster, Menschenmengen und Fotostopps schnell intensiver als gedacht.

Obecní dům (Gemeindehaus) und Pulverturm – Jugendstil und Gotik am Platz der Republik

Zu den weniger bekannten, aber sehr sehenswerten Sehenswürdigkeiten in Prag gehört das Obecní dům, das prachtvolle Gemeindehaus am Platz der Republik. Die kunstvolle Jugendstil-Fassade und die detailreiche Innenausstattung machen das Gebäude zu einem echten Hingucker. Heute wird es für Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Direkt daneben erhebt sich der Pulverturm, eines der historischen Stadttore. Er bildete einst den Eingang zur Altstadt und führt dich geradewegs in Richtung Karlsbrücke. Der Turm erinnert mit seiner dunklen Fassade und der Geschichte rund um das eingelagerten Schwarzpulver an die bewegte Vergangenheit Prags.

Jugendstil-Fassade des Obecní dům am Platz der Republik in Prag
Das Gemeindehaus Obecní dům mit dem Pulverturm

Altstädter Ring  (Staroměstské náměstí) – Herz der Prager Altstadt

Der Altstädter Ring ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Prag und gehört zu jedem Stadtrundgang. Im 12. Jahrhundert wurden hier Gewürze, Gemüse, Schmuck und Vieh verkauft. Die katholischen Habsburger ließen auf dem Altstädter Platz im 17. Jahrhundert viele protestantische Adelige und Standesherren hinrichten. Der Altstädter Ring ist der zentrale Platz in der Prager City mit vielen Cafés und Straßenkünstlern. Da ist immer etwas los.

Pulverturm in Prag am Platz der Republik
Der Pulverturm markiert den historischen Zugang zur Prager Altstadt.
Altstädter Ring in Prag bei Nacht
Der Altstädter Ring ist auch am Abend einer der lebendigsten Orte in Prag.

Astronomische Uhr (Pražský orloj) am Altstädter Rathaus

Die Astronomische Uhr ist eines der berühmtesten Wahrzeichen von Prag. Bloß, wie liest man die Uhr? Wahrscheinlich wissen das die meisten der Leute, die in einer Menschentraube auf die volle Stunde warten, auch nicht! Zur vollen Stunde jedenfalls bewegen sich hier die kleinen Figuren. Meiner Meinung nach muss man das nicht unbedingt gesehen haben. Ich empfand es als angenehmer, unter der Stunde die Schönheit der Uhr zu bestaunen, ohne gefühlt mit tausend anderen Touristen.

Astronomische Uhr (Pražský orloj) am Altstädter Rathaus in Prag
Die Astronomische Uhr ist schön anzusehen – zur vollen Stunde aber sehr voll.
Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus in Prag
Die berühmte Astronomische Uhr am Rathaus

Karlsbrücke (Karluv Most) – Prags bekanntestes Wahrzeichen

Vom Altstädter Ring aus kannst du dich eigentlich nicht verlaufen. Folgst du der belebtesten Straße, kommst du automatisch an die Karlsbrücke. Sie ist eines der meistfotografierten Highlights in Prag. Die Brücke ist nur für Fußgänger geöffnet, begrenzt von zwei Türmen und gesäumt von Heiligenfiguren. Sie ist Prags älteste erhaltene Brücke und wurde im 14. Jahrhundert unter Karl IV. begonnen.

Heute verbindet sie die Altstadt mit der Kleinseite und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die wunderschöne Brücke ist zu jeder Tageszeit sehr belebt. Musiker, Händler und Künstler tragen ihren Teil dazu bei.

Wenn du die Karlsbrücke Richtung Westen überquerst, landest du direkt auf der Kleinseite. Genau dort beginnt für mich der schönste Weg hinauf zur Prager Burg.

Laut einer Sage hat Kaiser Karl der IV. bei Baubeginn der Brücke im 14. Jahrhundert die böhmische Bevölkerung um Hilfe gebeten. Der Architekt brauche Eier, Milch und Wein, um den Mörtel widerstandsfähig zu machen. Als vor 18 Jahren bei Sanierungsarbeiten Proben vom Fundament der Karlsbrücke genommen wurde, stellte sich heraus, dass das Bindemittel proteinhaltig ist und tatsächlich aus Eiern und Milchprodukten gewonnen wurde. Vielleicht ist die Brücke ja deshalb so stabil und eine der ältesten Steinbrücken Europas?

Karlsbrücke in Prag mit Heiligenfiguren und Blick über die Moldau
Die Karlsbrücke – eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Prag
Karlsbrücke mit Besuchern und Blick auf Prag
Auf der Karlsbrücke ist fast immer etwas los – früh morgens ist es am schönsten.
Heiligenfiguren auf der Karlsbrücke in Prag
Die Statuen der Karlsbrücke prägen das Bild der berühmten Moldaubrücke.

Tanzendes Haus (Tančící dům) – moderner Kontrast an der Moldau

Eine der modernsten Sehenswürdigkeiten in Prag ist das berühmte Tanzende Haus am Ufer der Moldau. Das markante Gebäude mit seinen geschwungenen Linien wird von den Einheimischen liebevoll „Ginger & Fred“ genannt – nach dem legendären Tanzpaar Ginger Rogers und Fred Astaire. Entworfen wurde es von den Architekten Vlado Milunić und Frank Gehry und gilt heute als Symbol für die neue Architektur nach der Wende.

Besonders spannend ist der Kontrast zur historischen Altstadt: Hier triffst du auf futuristische Formen direkt neben klassischen Fassaden. Im Inneren findest du ein Restaurant mit Panoramablick über Prag – ein Tipp für alle, die die Stadt einmal aus einer anderen Perspektive erleben wollen.

Moldau in Prag mit Weg zum Tanzenden Haus
Spaziergang entlang der Moldau zum Tanzenden Haus.
Das Tanzende Haus (Tančící dům) mit moderner Architektur in Prag
Architektur-Highlight: Das Tanzende Haus in Prag

Wenzelsplatz (Václavské náměstí) – historisch wichtig, aber kein Muss

Der Wenzelsplatz gehört zu den bekanntesten Plätzen in Prag und ist ein Mix aus Geschichte, Politik und Shoppingmeile. Im Mittelalter fand hier der Pferdemarkt statt, später wurde er Schauplatz wichtiger Demonstrationen, unter anderem während der Samtenen Revolution 1989. Heute reihen sich hier Geschäfte, Hotels und Restaurants aneinander.

Als Sehenswürdigkeit in Prag ist der Wenzelsplatz nur interessant, wenn du dich für die neuere Geschichte der Stadt interessierst oder einfach durch die Läden schlendern möchtest. Wer nur wenig Zeit hat, kann den Platz aber auch eher als Durchgang nehmen und die Highlights in der Altstadt priorisieren.

Wenzelsplatz in Prag mit dem Nationalmuseum im Hintergrund
Wenzelsplatz – Mischung aus Geschichte und Shopping

Alter jüdischer Friedhof (Starý Židovský hřbitov) – kurzer Außenblick oder richtig besuchen?

Der Alte Jüdische Friedhof gehört zu den eindrucksvollsten historischen Orten in Prag. Er wurde über mehrere Jahrhunderte genutzt, die Grabsteine stehen heute dicht an dicht, weil Verstorbene wegen Platzmangels in mehreren Schichten übereinander bestattet wurden.

Wenn du dich wirklich für das jüdische Viertel Josefov interessierst, lohnt sich eher der komplette Rundgang durch das Jüdische Museum mit mehreren Synagogen und dem Friedhof. Wenn du dagegen nur einen kurzen Eindruck bekommen möchtest, kannst du auch von außen einen Blick auf den Friedhof werfen. Wir haben damals eine kleine Öffnung in der Mauer entdeckt, durch die man kurz hineinsehen konnte.Gehe dazu vom Rudolfinus Richtung Norden, die Straße 17. listopadu an einer langen Mauer entlang. So kommst du direkt an die Tür mit dem Guckloch.

Mein ehrlicher Eindruck: Für einen schnellen Prag-Bummel reicht ein kurzer Blick von außen. Wenn du geschichtlich tiefer einsteigen möchtest, solltest du dir Zeit nehmen und das Ticket für den gesamten Rundgang einplanen.

alter jüdischer Friedhof
Guckloch zum alten jüdischen Friedhof
Verkaufsstände im jüdischen Viertel Josefov in Prag
Verkaufsstände im jüdischen Viertel Josefov.
Eingang zum Alten Jüdischen Friedhof in Prag
Eingang zum Alten Jüdischen Friedhof in Josefov.
Blick von außen auf den Alten Jüdischen Friedhof in Prag
Ein kurzer Blick von außen auf den Alten Jüdischen Friedhof.
prag, rudolfinum
Rudolfinum an der Moldau

Prager Burg, Kleinseite und ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Für den zweiten Tag in Prag bietet sich die Kombination aus Kleinseite und Prager Burg an. Die Kleinseite, auf Tschechisch Malá Strana, liegt direkt unterhalb der Burg und verbindet die Karlsbrücke mit dem Burgviertel. Genau deshalb würde ich sie nicht als einzelne Sehenswürdigkeit abhaken, sondern als schönen Spaziergang hinauf zur Prager Burg einplanen.

Nimm dir für diesen Bereich genügend Zeit: Die Burganlage ist groß, und mit St.-Veits-Dom, Goldenem Gässchen, Altem Königspalast und Basilika St. Georg bist du schnell mehrere Stunden beschäftigt. Für mich ist das der ideale zweite große Block bei einem Wochenende in Prag.

Kleinseite (Malá Strana) – Prags charmantes Viertel am Burgberg

Am Fuß der Prager Burg liegt die Kleinseite, auf Tschechisch Malá Strana. Das Viertel gehört zu den ältesten Teilen der Stadt und verzaubert mit seinen engen Kopfsteinpflaster-Gassen, barocken Palästen und kleinen Cafés. Hier geht es deutlich ruhiger zu als am Altstädter Ring – perfekt, um einfach durch die Straßen zu schlendern und das besondere Flair zu genießen.

Besonders schön ist ein Spaziergang von der Karlsbrücke hinauf zur Burg, vorbei an historischen Häusern und versteckten Innenhöfen. Wer Prag abseits der großen Touristenströme erleben möchte, sollte sich die Kleinseite auf keinen Fall entgehen lassen.

Enge Kopfsteinpflaster-Gasse in der Kleinseite (Malá Strana) in Prag
Die malerischen Gassen der Kleinseite laden zum Schlendern ein
Historische Häuserfassaden in einer Gasse der Prager Kleinseite
Die Kleinseite – charmantes Viertel mit historischen Gebäuden

Prager Burg (Pražský Hrad) – das große Highlight oberhalb der Stadt

Das Gebiet rund um die Burg heißt Hradschin (Burgviertel) und liegt zwischen der Moldau und dem Stadtteil Malá Strana. Hinter den Burgtoren erwartet dich eine kleine Stadt in der Stadt – mit königlichem Palast, dem imposanten St.-Veits-Dom, der Basilika St. Georg, dem Goldenen Gässchen und weiteren historischen Gebäuden. Plane hier unbedingt genügend Zeit ein, denn die Anlage ist weitläufig und voller Sehenswürdigkeiten.

Tipp: Besonders spannend ist eine kombinierte Führung: Sie startet an der Karlsbrücke, führt mit der Straßenbahn hinauf zur Burg und schließt den Eintritt bereits ein. So bekommst du viele Hintergrundinfos und musst dich nicht selbst um die Tickets kümmern.*

Wachablöse vor der Prager Burg
Stündliche Wachablöse an der Prager Burg
Blick von der Prager Burg auf die Altstadt
Von der Burganlage hast du einen schönen Blick über die Altstadt.
Prager Burg
Königlicher Palast

Sankt-Veits-Dom (Chrám sv. Víta) – gotisches Meisterwerk der Prager Burg

Der St.-Veits-Dom ist eine der wichtigsten Kirchen Tschechiens und zählt zu den absoluten Must-Sees in Prag. Ein Rundgang durch den Dom solltest du nicht versäumen. Der Bau des Veitsdoms begann im 14. Jahrhundert. In diesem imposanten gotischen Bau gibt es wunderschöne hohe Buntglasfenster, das Grab des heiligen Johannes von Nepomuk und die Wenzelskapelle. Die Wenzelskapelle ist die letzte Kapelle im Chorumgang. Sie wurde über dem Grab des Heiligen errichtet.

St.-Veits-Doms in der Prager Burg
Der St.-Veits-Dom ist das beeindruckendste Bauwerk der Prager Burg.

Basilika des Hl. Georgs (Bazilika sv. Jiří) – romanische Kirche im Burgviertel

Direkt hinter dem St.-Veits-Dom findest du die Basilika des Hl. Georg, eine der ältesten Kirchen in Prag. Gegründet wurde sie bereits im Jahr 920, und ihre schlichte romanische Architektur hebt sich deutlich von den prunkvollen Bauten ringsum ab. Besonders sehenswert ist die schlichte Innenausstattung mit den dicken Mauern und den klaren Linien – ein spannender Kontrast zum benachbarten Dom.

Die Basilika ist Teil der großen Besichtigungsrunde durch die Prager Burg und gehört damit zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Prag. Wer sich für Architekturgeschichte interessiert, sollte hier unbedingt einen Stopp einlegen.

Romanische Basilika des Hl. Georg in der Prager Burg
Die schlichte Basilika St. Georg im Burgviertel

Goldenes Gässchen (Zlatá ulička) – Spaziergang ins Mittelalter

Zu den beliebtesten Prag Sehenswürdigkeiten innerhalb der Burg zählt das Goldene Gässchen. Im 16. Jahrhundert wohnten hier Burgwächter und Handwerker. Du kannst sehen, wie die Menschen damals in den winzigen Häuschen gelebt haben. Im Obergeschoss werden unter anderem mittelalterliche Rüstungen ausgestellt. Sofern man kein eingefleischter Fan von Rüstungen ist, kann man sich das Gedränge beim engen Treppenaufstieg sparen. Das Goldene Gässchen kann nur mit einer Eintrittskarte betreten werden.

Historische Häuschen im Goldenen Gässchen in der Prager Burg
Spaziergang durch das Goldene Gässchen

Alter Königspalast (Starý královský palác) – Teil des Burgrundgangs

Der Alte Königspalast war bis ins 16. Jahrhundert Sitz der böhmischen Fürsten und Könige. Besonders eindrucksvoll ist der Vladislav-Saal mit seinem hohen Gewölbe, in dem einst Ritterturniere und Krönungsfeierlichkeiten stattfanden. Heute gehört der Palast zum Rundgang durch die Prager Burganlage.

Ein Besuch lohnt sich, wenn du ohnehin die Burg erkundest – für sich allein genommen ist der Palast weniger spektakulär als der Veitsdom oder das Goldene Gässchen. Trotzdem vermittelt er einen spannenden Einblick in die Machtgeschichte Tschechiens.

Alter Königspalast in der Prager Burg
Der Alte Königspalast gehört zum Rundgang durch die Prager Burg.

Weitere Prag Sehenswürdigkeiten für mehr Zeit

Neben den von mir besuchten Highlights gibt es natürlich noch viele weitere Sehenswürdigkeiten in Prag, die oft in Top-Listen auftauchen. Ich selbst habe diese Orte bei meinem Kurztrip nicht besucht, möchte sie dir aber der Vollständigkeit halber nennen:

  • Nationalmuseum am Wenzelsplatz – eines der bedeutendsten Museen des Landes, beeindruckendes Gebäude mit Ausstellungen zur tschechischen Geschichte.
  • Klementinum – bekannt für seine historische Bibliothek und den astronomischen Turm mit Blick über die Stadt.
  • Josefov (Jüdisches Viertel) – mit seinen Synagogen, vor allem der Spanischen Synagoge, gilt als kulturell besonders spannend.
  • Vyšehrad – alte Festungsanlage etwas außerhalb des Zentrums, mit angeblich herrlichem Blick über Prag.
  • Letná-Park – beliebter Aussichtspunkt mit Panoramablick über Moldau und Altstadt.
  • Petřín-Hügel mit Aussichtsturm – auch „kleiner Eiffelturm“ genannt – mit Aussicht über die Stadt.

Wenn du mehr Zeit in Prag hast, lohnt es sich, auch diese Orte einzuplanen. So bekommst du einen noch umfassenderen Eindruck von der Stadt.

Essen & Trinken in Prag

Trdelník – süße Pause zwischendurch

Mein Tipp für eine kleine Stärkung zwischendurch: In Prag kommst du kaum an den Straßenständen mit Glühwein und Trdelník vorbei. Mein Tipp für eine süße Pause zwischendurch: In Prag kommst du kaum an den Ständen mit Trdelník vorbei. Das Hefegebäck wird über offener Glut gebacken und anschließend in Zucker, Zimt und Nüssen gewälzt.

Ganz ehrlich: Es ist eher ein touristischer Streetfood-Klassiker als ein echtes Prager Traditionsgericht. Warm schmeckt es trotzdem gut – besonders an kühlen Tagen zwischen zwei Sehenswürdigkeiten.

Trdelník Gebäck an einem Straßenstand in Prag
Trdelník ist in Prag überall zu finden – eher touristisch, aber warm trotzdem lecker.

Böhmisches Bier – Teil der Prager Kultur

Nach einem langen Tag voller Eindrücke gibt es kaum etwas Typischeres, als ein frisch gezapftes böhmisches Bier in einer der urigen Kneipen zu probieren. Es schmeckt hervorragend, kostet in Prag deutlich weniger als bei uns und gehört für viele Besucher fest zum Erlebnis der Stadt. Selbst wer eigentlich kein großer Bierfan ist, sollte sich ein Glas gönnen – es ist Teil der Kultur.

Restauranttipps für Prag

Wer Lust auf ein gemütliches Abendessen hat, findet in Prag eine große Auswahl an Restaurants. Meine Tipps stammen von unserem Besuch, deshalb solltest du Öffnungszeiten und aktuelle Bewertungen vorab noch einmal prüfen.

La Piccola Perla: Ein kleiner Italiener in der Altstadt, der für Pasta, Pizza und Wein eine gute Adresse ist, wenn du nach viel deftiger böhmischer Küche etwas anderes suchst. Die Lage ist zentral und für einen unkomplizierten Abend praktisch.

Typische Bierkneipe in Prag mit frisch gezapftem böhmischem Bier
Böhmisches Bier gehört in Prag einfach dazu

Kosten für ein Wochenende in Prag

Für ein Wochenende in Prag musst du kein Vermögen ausgeben. Mit zwei Übernachtungen im Hotel, Essen in Restaurants und den wichtigsten Eintritten kommst du als Paar auf ungefähr 400–500 € Gesamtkosten. Wer günstiger wohnt oder öfter Streetfood probiert, reist entsprechend billiger. Nach oben hin gibt es – wie in jeder Großstadt – kaum Grenzen.

Prag Reisetipps – Praktisches & Wissenswertes

Lage & Geografie

Prag ist die Hauptstadt der Tschechischen Republik und liegt an der Moldau. Die Stadt zählt inzwischen rund 1,4 Millionen Einwohner. Der historische Stadtkern gehört zum UNESCO-Welterbe und umfasst unter anderem Altstadt, Kleinseite und Neustadt.

Einreise

Für EU-Bürger genügt Personalausweis oder Reisepass. Ein Aufenthalt bis zu 90 Tagen ist visumfrei möglich.

Anreise nach Prag

  • Mit dem Auto: Wenn du über tschechische Autobahnen nach Prag fährst, brauchst du für einen normalen Pkw eine digitale E-Vignette. Die 10-Tages-Vignette kostet 2026 300 CZK. Kaufe sie am besten direkt über die offizielle Seite edalnice.cz, da es viele teurere Drittanbieter gibt. In Prag selbst würde ich ein bewachtes Parkhaus oder ein Hotel mit Parkplatz wählen. Parke am besten in bewachten Parkhäusern.
  • Mit der Bahn: Der Hauptbahnhof (Praha hlavní nádraží) liegt zentral und ist gut angebunden.
  • Mit dem Flugzeug: Der Václav-Havel-Flughafen liegt 20 km westlich des Zentrums. Shuttlebusse und Metro bringen dich günstig in die Stadt.

Unterwegs in Prag

Die meisten Prag Sehenswürdigkeiten erreichst du gut zu Fuß. Für weitere Strecken sind Metro und Straßenbahn praktisch. Für Besucher eignen sich vor allem 24- oder 72-Stunden-Tickets. Der Prague Visitor Pass kann sich lohnen, wenn du viele kostenpflichtige Attraktionen besuchen möchtest. Für ein eher entspanntes Wochenende mit viel Spazierengehen würde ich vorher genau gegenrechnen.

Reiseführer für Prag – brauchst du den?

Für ein Wochenende in Prag ist ein Reiseführer kein Muss. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, und die wichtigsten Orte findest du problemlos mit Google Maps. Trotzdem mag ich bei Städtereisen einen kleinen Reiseführer dabeihaben – vor allem für Hintergrundinfos, kurze Erklärungen und spontane Ideen unterwegs.

Wenn du nicht alles online nachlesen möchtest, sind kompakte Ausgaben wie Marco Polo Prag* oder Reise Know-How Prag* praktisch. Sie passen in die Tasche und reichen für einen Kurztrip völlig aus.

Währung & Bezahlen

Bezahlt wird in tschechischen Kronen (CZK). Für 1 € bekommst du aktuell etwa 24–25 CZK (Stand 2025). Euro werden zwar teils akzeptiert, der Wechselkurs ist aber schlechter. Bargeld benötigst du für kleine Läden, ansonsten werden Kreditkarten fast überall akzeptiert. Trinkgeld: In Restaurants sind 5–10 % üblich.

Sprache

Die Amtssprache ist Tschechisch. Mit Englisch kommst du in Prag fast überall weiter, auch Deutsch wird oft verstanden.

Beste Reisezeit für Prag

Am schönsten ist Prag im Frühling und Herbst, wenn es nicht zu heiß und weniger voll ist. Der Sommer ist Hochsaison mit vielen Touristen. Tipp: Auch im Winter lohnt sich die Stadt – vor allem zur Adventszeit mit den berühmten Weihnachtsmärkten.

Sicherheit

Prag gilt als sicheres Reiseziel. Trotzdem solltest du dich vor Taschendieben in der Altstadt schützen und nur offizielle Taxis oder Apps wie Bolt nutzen. Dein Auto stellst du am besten in bewachten Parkhäusern ab.

Sightseeing-Touren in Prag

Wenn du die Highlights nicht allein erkunden möchtest, gibt es viele spannende Touren – von Stadtführungen über Bootstouren bis zu Kulinarik-Rundgängen. Beliebt ist z. B. eine Kombination aus Karlsbrücke, Altstadt und Prager Burg. Hier findest du passende Touren und kannst direkt Tickets buchen.*

Notrufnummern / Ländervorwahl

  • 150 – Feuerwehr
  • 155 – Rettungsdienst
  • 156 – Städtische Polizei
  • 158 – Polizei
  • 112 – einheitliche europäische Notrufnummer
  • Ländervorwahl +420

Fazit: Prag Sehenswürdigkeiten für ein Wochenende

Prag ist ideal für ein Wochenende, wenn du historische Altstadt, schöne Architektur und lebendige Stadtatmosphäre suchst. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Karlsbrücke, Altstädter Ring, Kleinseite und Prager Burg lassen sich gut kombinieren, ohne dass du ständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein musst.

Mein wichtigster Tipp: Starte früh, vor allem an der Karlsbrücke und auf der Burg. Prag ist beliebt, voll und touristisch – aber trotzdem lohnt sich die Stadt. Gerade dann, wenn du nicht nur die großen Plätze abhaken möchtest, sondern dir auch Zeit für kleine Gassen, Cafés und den Blick über die Moldau nimmst.

Wenn du darüber hinaus noch tiefer einsteigen möchtest: Die offizielle Seite von Czech Tourism bietet viele weitere Informationen zu Prag und Tschechien

Wenn du Lust auf weitere Inspiration für Städtereisen hast, schau dir auch meine Artikel zu Budapest, Lissabon oder Stockholm an – dort findest du ebenso viele Tipps und Höhepunkte für ein verlängertes Wochenende.

Wenn du noch mehr Inspiration suchst, findest du hier weitere persönliche Reiseberichte über Prag von Bloggerkollegen: Ein Wochenende in Prag von Bravebird, Städtereise Prag von Zeit und Lust zu reisen,  6 Insider-Tipps für deine Reise nach Prag von 22places, Unsere Tipps für einen wunderschönen Urlaub in Prag von Lilies Diary, sowie Tipps für deine Kurzreise nach Prag von Ferngeweht.

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