Zusammen mit meiner Familie war ich für eine Woche in Slowenien unterwegs. Wir haben Ljubljana, den Westen rund um Bohinj und Bled sowie die slowenische Küste erkundet. Es war also keine komplette Rundreise durchs ganze Land, sondern eher eine kompakte Route mit Stadt, Bergen, Schluchten und Meer.
In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Slowenien Sehenswürdigkeiten sich für uns wirklich gelohnt haben, welche Orte uns weniger überzeugt haben und welchen Naturstrand an der Küste ich besonders empfehlen kann.
Aktualisiert: Mai 2026
Inhaltsverzeichnis
- Slowenien Sehenswürdigkeiten: Meine ehrliche Kurzbewertung
- 1) Ljubljana – Sloweniens entspannte Hauptstadt
- 2) Mostnica-Schlucht bei Bohinj – Naturhighlight abseits des größten Trubels
- 3) Piran – das schönste Küstenstädtchen unserer Slowenien-Reise
- 4) Portorož – für uns zu verbaut und zu wenig ursprünglich
- 5) Vintgar-Klamm & Škocjanske jame – schön, aber besser mit Planung
- 6) Bled – schönes Fotomotiv, aber für uns kein Lieblingsort
- 7) Mesečev zaliv im Naturpark Strunjan – unser schönster Strandtipp
- Weitere mögliche Slowenien Sehenswürdigkeiten – von uns nicht besucht
- Wo übernachten für diese Slowenien-Sehenswürdigkeiten?
- Mein Fazit: Welche Slowenien Sehenswürdigkeiten lohnen sich wirklich?
Slowenien Sehenswürdigkeiten: Meine ehrliche Kurzbewertung
Wenn du nur eine Woche Zeit hast, würde ich Ljubljana, die Mostnica-Schlucht bei Bohinj, Piran und den Naturstrand Mesečev zaliv klar priorisieren. Bled ist schön anzusehen, war für uns aber zu voll und zu wenig entspannt. Auch Vintgar und die Škocjan-Höhlen würde ich heute nur mit vorab gebuchtem Ticket und eher außerhalb der Hauptsaison einplanen.
Dieser Beitrag passt deshalb besonders für dich, wenn du keine komplette Liste aller Slowenien-Highlights suchst, sondern eine persönliche Einschätzung: Was lohnt sich wirklich – und was kannst du je nach Reisezeit auch auslassen?
Wenn du Slowenien mit dem Auto bereist, würde ich die Route nicht zu vollpacken. Die Entfernungen wirken auf der Karte kurz, aber rund um Bled, Bohinj und die Küste kann es in der Hauptsaison schnell zäh werden. Wie du Etappen und Übernachtungen sinnvoll planst, liest du in meinem Beitrag zum Roadtrip planen. Für die praktische Vorbereitung findest du hier außerdem meine Packliste für Roadtrips.
1) Ljubljana – Sloweniens entspannte Hauptstadt
Die kleine Hauptstadt Sloweniens hat uns positiv überrascht. Die Altstadt zieht sich direkt am Fluss entlang, ist überschaubar und hat stellenweise fast mediterranes Flair. Obwohl während unseres Besuchs viel los war, haben wir die Tage in Ljubljana sehr genossen. Für mich gehört die Stadt klar zu den Slowenien Sehenswürdigkeiten, die sich auch bei wenig Zeit lohnen.
Alle ausführlichen Tipps findest du hier: Ljubljana Sehenswürdigkeiten

2) Mostnica-Schlucht bei Bohinj – Naturhighlight abseits des größten Trubels
Die Fahrt ins Tal von Bohinj ist schon ein Teil des Erlebnisses. Im Vergleich zu Bled wirkte die Gegend auf uns ruhiger, ursprünglicher und deutlich entspannter. Die Mostnica-Schlucht gehört für mich deshalb zu den schönsten Naturerlebnissen unserer Slowenien-Reise.
Die Wanderung ist einfach, auch mit Kindern gut machbar und führt an mehreren Stellen direkt an der Schlucht entlang. Besonders schön fand ich die Mischung aus glasklarem Wasser, Wald und den schmalen Felsdurchbrüchen. Wir waren selbst in der Hauptsaison nicht von Menschenmassen umgeben – das war ein deutlicher Unterschied zu bekannteren Orten wie Bled oder Vintgar.
Für den Rundweg solltest du etwa zwei Stunden einplanen. Wenn du weiter durchs Voje-Tal bis zum Wasserfall gehst, brauchst du entsprechend länger. Offiziell wird für die längere Variante bis ans Ende des Voje-Tals etwa zweieinhalb Stunden pro Richtung genannt.
Für die Mostnica-Schlucht wird saisonal Eintritt erhoben. 2026 nennt Bohinj für Erwachsene 4 €, Kinder von 7 bis 14 Jahren 2 €. Zahlung ist laut offizieller Seite nur bar oder bei Gruppen per Rechnung möglich. Vor Ort daher besser etwas Bargeld dabeihaben.
Tipp: Nimm für Wanderungen in Slowenien Zeckenschutz* mit. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass FSME in Slowenien vorkommt und im gesamten Land ein Risiko besteht. Bei vielen Outdoor-Aktivitäten solltest du dich vor der Reise ärztlich zur FSME-Impfung beraten lassen.


Verlauf & Dauer der Wanderung entlang der Mostnica
Die Wanderung beginnt im Dorf Stara Fužina an der Straße 633. Von der Bushaltestelle läufst du bis zur Brücke und gehst links am Bach entlang. Nach einer kleinen Brücke folgst du dem Weg rechts des Flusses weiter bis zum Ende des Dorfes. Dort kommst du am Apartmenthaus Rabič vorbei und gehst weiter durch ein Tor.
Ab hier ist der Weg gut nachvollziehbar. Nach etwa 20 Minuten erreichst du die Teufelsbrücke, wo du zum ersten Mal in die Mostnica-Schlucht blickst. Du kannst auf einer Seite des Gebirgsbachs hinaufgehen und auf der anderen Seite wieder zurücklaufen.




3) Piran – das schönste Küstenstädtchen unserer Slowenien-Reise
In Piran spürst du an vielen Ecken das venezianische Erbe: enge Gassen, alte Häuser, der Tartini-Platz und der kleine Hafen geben dem Ort ein deutlich anderes Gefühl als dem Landesinneren. Von allen Orten an der slowenischen Küste hat uns Piran am besten gefallen.Piran liegt auf einer Halbinsel und ist kompakt genug, um es gut zu Fuß zu erkunden. Besonders schön ist der Blick von der Kirche St. Georg bzw. vom Bereich oberhalb der Altstadt über die Dächer, den Hafen und die Bucht. Die Kirche St. Georg prägt die Silhouette der Stadt und der Glockenturm bietet einen weiten Blick über die Stadt und die Umgebung.



4) Portorož – für uns zu verbaut und zu wenig ursprünglich
Portorož ist einer der bekanntesten Ferienorte an der slowenischen Küste. Für uns war der Ort allerdings nichts. In der Hauptsaison wirkte alles sehr trubelig, touristisch und wenig ursprünglich. Wer breite Promenade, Hotels, Restaurants und klassische Ferienort-Infrastruktur sucht, kann hier richtig sein. Wenn du wie wir lieber Naturstrände, kleinere Orte und eine ruhigere Atmosphäre magst, würde ich Portorož nicht empfehlen.

5) Vintgar-Klamm & Škocjanske jame – schön, aber besser mit Planung
Die Vintgar-Klamm stand eigentlich auf unserer Liste, weil ich vorher viele schöne Bilder gesehen hatte. Vor Ort war die Schlange am Ticketschalter allerdings so lang, dass wir den Besuch abgebrochen haben. Im Nachhinein war das für uns die richtige Entscheidung, weil wir stattdessen die deutlich ruhigere Mostnica-Schlucht gewandert sind.
Heute würde ich Vintgar nur noch mit vorab gebuchtem Online-Ticket und möglichst außerhalb der Stoßzeiten einplanen. Die Ticketanzahl ist begrenzt. Plane den Besuch morgens oder nachmittags, da es zwischen 10 und 13 Uhr am vollsten ist.
Ähnlich war es bei den Höhlen von Škocjan. Auch hier war der Andrang bei unserem Besuch so groß, dass wir keinen Parkplatz mehr bekommen haben und den Ausflug abgebrochen haben. Die Höhlen selbst zählen zum UNESCO-Welterbe und sind sicher sehenswert, aber gerade in der Hauptsaison würde ich Tickets und Anreise unbedingt vorher planen. Die offizielle Seite empfiehlt für den Sommer ausdrücklich den Online-Kauf im Voraus*, da Touren ausverkauft sein können.
Aktueller Hinweis: Bitte prüfe Preise und Zeiten direkt vor deinem Besuch. 2026 kostet der Vintgar All-in-One-Pass für Erwachsene 15 €. Bei den Škocjan-Höhlen variieren die Preise je nach Saison; für Erwachsene werden aktuell 16 bis 24 € genannt.
6) Bled – schönes Fotomotiv, aber für uns kein Lieblingsort
Der Bleder See mit seiner Kircheninsel und der Burg gehört zu den bekanntesten Motiven Sloweniens. Schön ist der Anblick ohne Frage. Für uns war Bled trotzdem kein Ort, an dem wir länger bleiben wollten.
Der See liegt nah an der Straße, die Parkplätze waren bei unserem Besuch komplett voll und richtig entspannte Badestellen haben wir nicht so einfach gefunden. Mein Fazit deshalb: Bled lohnt sich, wenn du das klassische Fotomotiv sehen möchtest. Als ruhiger Naturort hat es uns aber weniger überzeugt als Bohinj und die Mostnica-Schlucht.

7) Mesečev zaliv im Naturpark Strunjan – unser schönster Strandtipp
Die slowenische Küste hat klares Wasser, aber einen schönen, eher natürlichen Strand zu finden, ist nicht ganz so einfach. Unser Favorit war Mesečev zaliv, auch Moon Bay genannt, im Naturpark Strunjan zwischen Piran und Izola.
Die Bucht liegt unterhalb der hohen Flyschklippen und ist nur zu Fuß erreichbar. Genau das macht sie ruhiger als viele andere Strandabschnitte an der Küste. Gleichzeitig bedeutet es aber auch: Du brauchst festes Schuhwerk, solltest genügend Wasser mitnehmen und darfst keine Infrastruktur wie Liegen, Kiosk oder Duschen erwarten. Die offizielle Tourismusseite weist außerdem darauf hin, dass es unterhalb der Klippen zu Steinschlag kommen kann und man gefährdete Bereiche meiden sollte.
Um zur Bucht zu gelangen, folgst du von Strunjan aus dem Weg Richtung Strunjan-Kreuz. Von oben siehst du die Bucht bereits. Der Abstieg zum Strand ist nicht lang, aber stellenweise steil genug, dass Flipflops keine gute Idee sind.


Weitere mögliche Slowenien Sehenswürdigkeiten – von uns nicht besucht
Wir hatten nur eine Woche Zeit und konnten deshalb nicht das ganze Land erkunden. Die folgenden Orte standen nicht auf unserer Route oder haben zeitlich nicht mehr hineingepasst. Ich liste sie dir deshalb nur als zusätzliche Inspiration auf – nicht als persönliche Empfehlung aus eigener Erfahrung.
- Triglav-Nationalpark: Der Triglav-Nationalpark ist der bekannteste Nationalpark Sloweniens und vor allem für Wanderungen, Berglandschaften und den höchsten Gipfel des Landes interessant.
- Postojna-Höhle: Eine der bekanntesten Tropfsteinhöhlen Europas und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Sloweniens. Die Höhle besitzt große Hallen, unterirdische Flüsse und riesige Stalagmiten und Stalaktiten.
- Predjama Castle: Die Burg ist in den Felsen eingebaut und gilt als eine der ungewöhnlichsten Burgen. Sie thront hoch oben auf einem steilen Felsen und bietet Panoramablick auf die Umgebung.
- Lake Bohinj: Ein Gebirgssee im Triglav-Nationalpark, der von den Julischen Alpen umgeben ist. Der Lake Bohinj ist weniger touristisch als der Lake Bled, bietet aber einige Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Schwimmen und Kajakfahren.
- Soča-Tal: Das Tal ist bekannt für seinen smaragdgrünen Soča-Fluss. Auch hier sind Outdoor-Aktivitäten wie Rafting, Kajakfahren und Wandern sehr beliebt.
- Ptuj: Eine mittelalterliche Stadt, die als eine der ältesten Städte Sloweniens gilt. Ptuj ist für sein Schloss, seine engen Gassen, historischen Gebäude und das jährliche Karnevalsfest bekannt.
- Maribor: Die zweitgrößte Stadt Sloweniens, die für ihre Weinproduktion berühmt ist. Maribor bietet eine kleine Altstadt und das Maribor-Schloss. Hier findest du auch die weltweit älteste Weinrebe, die im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen ist.
Wo übernachten für diese Slowenien-Sehenswürdigkeiten?
Für diese Auswahl würde ich maximal zwei bis drei Standorte einplanen: Ljubljana für die Hauptstadt, Bohinj oder Bled für Mostnica und die Julischen Alpen sowie Piran, Portorož oder Strunjan für die Küste. Wenn du in der Hauptsaison reist, würde ich Unterkünfte nicht unbedingt spontan buchen, denn gerade an der Küste und rund um Bled kann es voll werden.
Mein Fazit: Welche Slowenien Sehenswürdigkeiten lohnen sich wirklich?
Slowenien hat uns vor allem dort überzeugt, wo es weniger inszeniert wirkt: in Ljubljana, im Tal von Bohinj, an der Mostnica-Schlucht und an der Küste rund um Piran und Mesečev zaliv. Diese Orte würde ich wieder einplanen.
Bled, Vintgar und die Škocjan-Höhlen sind sicher nicht ohne Grund bekannt. Für uns waren sie aber in der Hauptsaison entweder zu voll oder zu umständlich. Mein Tipp wäre deshalb: Wenn du nur eine Woche Zeit hast, plane nicht zu viele große Klassiker hintereinander ein. Such dir lieber wenige Orte aus und achte auf Tageszeit, Saison und Vorab-Tickets.
Für unsere Art zu reisen war die Mischung aus Ljubljana, Bohinj, Piran und einem ruhigeren Strandtag an der Küste genau richtig.
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Aktualisierung Mai 2026: Ich habe diesen Beitrag überprüft und aktualisiert. Preise, Öffnungszeiten und Regeln können sich trotzdem ändern – prüfe sie deshalb bitte vor deinem Besuch direkt bei den jeweiligen Anbietern. Warst du kürzlich in Slowenien und hast weitere Tipps oder aktuelle Erfahrungen? Dann schreib sie gerne in die Kommentare. So bleibt der Beitrag auch für andere Leser hilfreich.
Hallo Sabine,
ich liege gerade am Strand Mesecez zaliv, vielen Dank für den Tipp! Trotz Hauptsaison haben wir hier schönes Plätzchen gefunden :)
Der Weg zur Kirche hoch ist für Autos mittlerweile gesperrt, aber am Hauptparkplatz kann man problemlos parken und den Rest laufen.
Schöne Grüße aus Slowenien!
Clarissa
Hallo Clarissa,
freut mich zu hören, dass ihr ein schönes Plätzchen gefunden habt! Ich werde die Info gleich mal anpassen, vielen Dank!
Ich wünsche euch noch eine tolle Zeit.
Liebe Grüße,
Sabine
Vielen lieben Dank für die Tipps. Ich plane gerade eine Reise für den Sommer 2019. Bled habe ich auch nur für eine Nacht als Zwischenstopp eingeplant. Dein Eindruck bestätigt mich da sehr :)
Liebe Grüße
Lynn
Hallo Lynn,
ich freue mich, dass dir meine Tipps gefallen! Viel Spaß auf deiner Reise!
Liebe Grüße,
Sabine
Bled ist nur unter der Woche schön. Leider total überlaufen. Highlight für uns war das Socatal!
Das mit Bled kann ich absolut bestätigen – im weiteren Reiseverlauf wirkte es rückblickend wie ein schlechter Traum. Im Gegensatz zu dieser Touristenburg wirkt das restliche Land wie ein Feenparadies mit super netten Einwohnern. Wir haben mit weiteren Stationen wunderbare Erfahrungen gemacht.
Tolle Bilder, die Lust auf Slowenien machen. Das sieht verdammt idyllisch aus. LG, Ines
Vielen Dank Ines! Im Landesinneren ist es wirklich sehr idyllisch, oder an den kleinen, unentdeckten Buchten.
Liebe Sabine!
Danke für den tollen Strandtipi! Wir waren gerade in Slowenien, haben die Küste aber ausgelassen – wegen Hauptsaisontrubel. In den Postoyna-Höhlen hatten wir vorher Tickets reserviert. Das hat gut funktioniert und die riesigen Höhlen, durch die man mit einem Bähnchen fährt, fand ich wirklich beeindruckend.
Liebe Grüße
Gela
Liebe Gela, das mit den Höhlen war schon schade, aber wir hatten einfach ein ganz schlechtes Timing. An dem Tag hat es geregnet und jeder wollte wohl in die Höhlen…Ich bin schon sehr gespannt auf deine Fotos und Reiseberichte. Schicke mir doch die Links und ich verlinke diese sehr gerne. Grüße, Sabine
Portoroz hat wirklich wenig Charme. Wenn, dann muss man dort schon ins Kempinski ;-)