Südengland und speziell Cornwall gelten als wildromantisch. Nicht umsonst ist es Schauplatz vieler gefühlvoller Filme. Was könnte also besser geeignet sein für eine Auszeit zu zweit? Wir haben innerhalb einer Woche die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten besucht und haben dabei Cornwall mit weiteren Highlights in Südengland kombiniert. In diesem Blogbeitrag verrate ich dir, wie unsere Erfahrungen mit Cornwall waren und wie unsere Reiseroute aussah.

Aktualisiert: Februar 2026

Unsere Reiseroute Südengland mit Cornwall (1 Woche)

Wir sind nach London geflogen, haben den Mietwagen übernommen und die Woche so aufgeteilt:

  • Tag 1: London → Stonehenge → Übernachtung in Bath
  • Tag 2: Bath erkunden → weiter Richtung Küste → Base in St Ives
  • Tag 3–5: Tagesausflüge ab St Ives (z. B. Land’s End, Newquay, Padstow)
  • Tag 6: Weiterfahrt an die Südküste → Übernachtung in Torquay
  • Tag 7: Letzte Nacht in Brighton → Rückflug ab London
Cornwall Tipps - die Küste
Cornwall, Filmkulisse vieler romantischer Filme

Karte Reiseroute Südengland mit Cornwall für eine Woche

Hier siehst du unsere Route auf einen Blick. Das war eine eher kompakte Woche mit mehreren Stopps – also nicht die „Slow-Travel“-Version. Wenn du weniger fahren willst, kannst du Teile davon streichen und dich stärker auf Cornwall konzentrieren (z. B. nur St. Ives + Ausflüge). Für den ersten Überblick hat die Route bei uns aber genau so gut funktioniert.

Cornwall-Reisetipps aus Erfahrung (das hätte ich gern vorher gewusst)

Cornwall ist wunderschön, aber es läuft vor Ort nicht automatisch „easy“. Ein paar Dinge hätten uns unterwegs Zeit gespart, wenn wir sie vorher auf dem Schirm gehabt hätten:

  • Parken ist überall Thema. In Küstenorten ist es oft teuer und streng geregelt. Am besten direkt beim Ankommen klären: Wo ist der nächste Parkplatz, wie lange darf man stehen, benötigt man Münzen oder eine Karte?
  • Das Wetter wechselt schneller, als du denkst. Sonne, Wind, Niesel, alles kann an einem Tag passieren. Eine leichte Regenjacke und feste Schuhe sind Gold wert, auch wenn es beim Frühstück noch nach Strandtag aussieht.
  • St. Ives als Basis funktioniert richtig gut. Du kannst vieles als Tagesausflug machen und musst nicht jeden zweiten Tag die Koffer neu packen. Für eine Woche war das für uns die entspannteste Lösung.
  • Klippen und Wind sind nicht zu unterschätzen. An Orten wie Land’s End ist es oft deutlich kühler als im Ort. Mütze und Windjacke machen den Unterschied, ob du nach 10 Minuten wieder ins Auto flüchtest.
  • Strände sind nicht automatisch Bade-Strände. Selbst wenn’s sonnig ist, kann das Wasser kalt sein, je nach Jahreszeit. Wir waren zum Schauen und Spazieren dort, nicht zum Schwimmen.
  • Essen klappt besser, als man denkt. Pubs sind perfekt für ein unkompliziertes Abendessen, und die Klassiker (Fish’n’Chips, Cornish Pasties) gehen einfach immer.
  • Timing macht viel aus. Morgens und später am Nachmittag ist an den Hotspots oft weniger los und das Licht an der Küste ist dann ohnehin am schönsten.
  • Nicht zu viel in einen Tag pressen. Die Strecken sehen auf der Karte oft harmlos aus, ziehen sich aber.

Wenn du Cornwall das erste Mal machst, hilft dir das schon sehr beim Planen und du hast vor Ort mehr Kopf frei fürs Schöne.

Mystisches Stonehenge – ein Besuch ist Pflicht

Der Besuch läuft heute typischerweise über das Visitor Centre: Von dort kommst du mit dem Shuttlebus in Richtung Steinkreis – oder du gehst zu Fuß durch die Landschaft (je nach Zeit und Wetter). Wir hatten Glück, denn es waren nur wenige Besucher da, und so konnten wir die einzigartige Stimmung fast ungestört genießen. Unweigerlich stellten wir uns die Frage, wie es möglich war, zu prähistorischer Zeit diese gewaltigen Steine herbeizuschaffen. Welchem Zweck dienten sie? Der Sonnenbeobachtung und einem Sonnenkult? Wurden gar menschliche Opfer dargebracht? Die Experten sind sich bis jetzt nicht im Klaren darüber, welcher Funktion das Monument diente.

Mein Tipp: Die Eintrittskarte kannst du dir ganz easy im Voraus kaufen: Ticket ansehen*

Steinkreis von Stonehenge in Südengland bei bewölktem Himmel
Stonehenge – schwer zu greifen, aber vor Ort hat es echt eine besondere Stimmung.

Wundervolles Bath mit vielen Sehenswürdigkeiten

Nach diesem historischen Zwischenstopp ging es gleich weiter in die hübsche Stadt Bath. Der Kurort besitzt schön restaurierte Ruinen eines römischen Heilbades, welche absolut sehenswert sind. Bath besticht durch seinen Renaissance-Städtebau und wurde 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Wir nächtigten in einem Bed-and-Breakfast. Die Besitzer hatten ihr Heim liebevoll dekoriert und wir wurden sehr herzlich aufgenommen. Bei Sonnenschein ließen wir uns durch die liebenswürdige Stadt treiben und genossen die Atmosphäre. Es war herrlich, die Stadt zu erkunden. Viel Zeit verbrachten wir in den Roman Baths, welche zweifellos die größte Sehenswürdigkeit der Stadt sind.

Römisches Bad in Bath mit historischer Anlage und grünlichem Wasser
Die Roman Baths in Bath sind touristisch – ja. Aber trotzdem sehenswert, wenn du Geschichte magst.

Cornwall in Südengland – unsere Erfahrungen

Wir hatten uns in Cornwall eine feste Basis im Küstenort St. Ives ausgesucht. Von dort unternahmen wir Ausflüge zu verschiedenen Highlights der Region. Wir wohnten im Pedn-Olva Hotel*, welches uns durch seine fantastische Lage mit wundervollem Blick auf die Porthminster Beach und den Hafen überzeugte. Schon beim Frühstück genossen wir die herrliche Aussicht. Vom Hotel aus konnten wir wunderbar zu Fuß den charmanten Ort erkunden.

Unser »Restaurant-Tipp« für Cornwall

Wir kauften uns am Hafen recht günstig leckere Fish‘n Chips. Wir setzten uns auf eine Bank, um den Ausblick auf den Hafen während unseres Mahls zu genießen. Dies gestaltete sich allerdings recht schwierig, denn riesige Möwen flogen auf uns zu und wollten einen Happen abbekommen. Die Szene war einmalig!

Hafen von St Ives in Cornwall mit Booten und Häusern am Wasser
St Ives als Base war für uns perfekt: morgens Hafenblick, tagsüber Ausflüge entlang der Küste.
Möwe am Hafen von St Ives in Cornwall auf der Suche nach Essen
Fish’n’Chips am Hafen klingt idyllisch. Die Möwen sehen das ähnlich.

Land’s End – traumhafte Klippen und Ausblicke

Wir waren außerhalb der Hauptreisezeit unterwegs und kamen in den Genuss eines menschenleeren Land’s End. Den Parkplatz und den angrenzenden »Vergnügungspark« ließen wir rasch hinter uns und machten uns auf den Weg zu den traumhaften Klippen mit wunderschönen Ausblicken.

Klippenlandschaft bei Land’s End in Cornwall mit Blick auf das Meer
Land’s End ist am schönsten, wenn du den „Vergnügungspark“-Teil schnell hinter dir lässt und einfach losläufst.
Raue Küste in Cornwall mit Felsen, Grün und Blick auf den Atlantik
Genau dieses Cornwall meinte ich: windig, wild, und trotzdem irgendwie beruhigend.

Newquay – englisches Seebad und Mekka für Surfer

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Newquay, Cornwalls größtem Seebad und dem Mekka von Surffreaks. Der Coast Path bei Newquay war wunderhübsch und naturbelassen. Nach einer Stippvisite am Strand (zum Baden war uns das Wasser zu kalt) bummelten wir noch etwas durch den Ort. Sehr zu empfehlen dort für den Hunger zwischendurch, sind die Cornish Pasties, welche auch in Bäckereien angeboten werden und sowohl mit Fleisch als auch mit Gemüse oder auch süß gefüllt sind. Wir gönnten uns diesen Snack in der Fußgängerzone in Newquay und beobachteten dabei auf einer Bank verweilend, das kleinstädtische Treiben.

Sandstrand in Newquay in Cornwall mit Wellen und weitem Himmel
Newquay ist Surf-Vibe pur – selbst wenn du nur am Coast Path spazieren gehst.

Die niedliche Hafenstadt Padstow

Bei einem weiteren Ausflug besuchten wir das schnuckelige Padstow. In der kleinen Hafenstadt gefielen mir die engen Gassen und die mittelalterlichen Häuser sehr gut. Padstow ist ruhiger und besitzt mehr Flair, als das eher hektischere Newquay.

Padstow in Cornwall mit kleinen Häusern und Hafen-Atmosphäre
Padstow fand ich deutlich entspannter als Newquay – mehr Charme, weniger Trubel.

Seebad Torquay in Südengland

Unsere nächste Station war das über 150 Jahre alte Seebad Torquay mit einem Jachthafen und einem hübschen 30 Kilometer langen Küstenstreifen. Wir bummelten durch das Städtchen und entlang der Küstenpromenade und genossen das mediterrane Flair mit vielen Blumen und Palmen. Das Besondere an Torquay ist, dass es auf insgesamt 40 Hügeln erbaut wurde und man von den Wegen entlang der Küste, oberhalb der teils steilen Felsen, zauberhafte Ausblicke auf das Meer hat.

Letzte Station: Brighton

Bevor es dann wieder nach Hause ging, verbrachten wir noch eine Nacht in Brighton. In Englands größtem Seebad sahen wir uns den historischen Pier an und schlenderten am breiten Strand entlang. Unseren Urlaub ließen wir schließlich in einem gemütlichen Pub ausklingen. Am nächsten Tag waren wir von Brighton aus innerhalb einer Stunde wieder am Londoner Flughafen und traten schließlich unsere Heimreise an.

Brighton Pier an der Küste Englands mit Strand und Promenade
Brighton war unser Abschluss: einmal Pier, einmal Strand, dann Pub – Bild NeilMorell, Pixabay

Unser Fazit zur Südengland- & Cornwall-Rundreise

Von wegen, in England regnet es immer, bei uns schien immer die Sonne. Die Engländer sind sehr höflich und gastfreundlich. Auch unsere Erfahrungen mit dem Essen in Cornwall waren durchweg positiv. Besonders gut gefallen haben uns die gemütlichen Pubs, in denen es zwar einfaches, aber schmackhaftes Essen gibt. Die Landschaften Cornwalls, mit den einerseits lieblichen Gegenden und anderseits mit der rauen Küste, haben uns total gut gefallen. In einer Woche konnten wir uns einen guten Überblick verschaffen und hoffen, einmal mal wiederzukommen.

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