Wie du die Gefahr auf Fernreisen mit Kindern minimierst

Fernreisen mit Kindern

Unsere erste Fernreise mit Kindern unternahmen wir, als unser Jüngster sechs Jahre alt war. Wir reisten nach Südafrika, um in den großen Nationalparks des Landes auf Safari zu gehen. Wir machten uns viele Gedanken, wie sicher oder unsicher eine Fernreise mit Kindern ist und wie wir die Risiken einschätzen und minimieren können.

Mittlerweile waren wir mit unseren Jungs schon auf einigen Fernreisen. Durch ausreichende Recherchen und die Befolgung von bestimmten Sicherheitsmaßnahmen, haben wir keine einzige schlechte Erfahrung gemacht. Ich gebe dir hier meine Erfahrungen und Tipps für sichere Fernreisen mit Kindern weiter.

Das richtige Fernreiseziel mit Kindern auswählen

Durch die Wahl eines geeigneten Fernreiseziels reduziere ich die Gefahr bereits im Vorfeld. Eine gute Quelle ist die von der internationalen Unternehmensberatung Control Risks jährlich erstellte Risk Map. Diese zeigt für jedes Land den Grad des Sicherheitsrisikos. Die Experten kategorisieren nach der aktuellen Sicherheitslage (Terrorismus, Unruhen, Krieg, allgemeine Kriminalität). Eigentlich ist die Risk Map für Unternehmen gedacht, ich finde die Karte jedoch auch für die Urlaubsplanung nützlich.

Die gefährlichsten Reiseländer der Welt

Laut Control Risk gelten Libyen, Afghanistan, Yemen, Irak, Syrien, Mali, Somalia und die Zentralafrikanische Republik als extrem gefährlich (höchste Risikostufe). Ehrlich gesagt sind das keine Länder, worüber ich jemals als Reiseland nachgedacht hätte. Mit Kindern sowieso nicht!

Sichere und sehr sichere Reiseländer für Fernreisen mit Kindern

Die grünen Bereiche der Karte zeigen die sicheren Reiseländer. In Afrika sind beispielsweise Namibia oder Botswana grün, im Nahen Osten das Sultant Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate. Aus persönlicher Erfahrung kann ich diese Länder absolut empfehlen. In Südostasien sind Thailand oder Vietnam sicher. In Amerika sind die USA, Kanada, viele Inseln der Karibik, Argentinien, Chile, Uruguay oder Paraguay im grünen Bereich. Auch Neuseeland und Australien sind sichere Reiseländer.

Sicherheit durch richtiges Verhalten

Jedes Land hat seine eigenen Besonderheiten. Ich informiere mich deshalb vor jeder Reise ganz genau. Ich lese Reiseführer und recherchiere im Internet. Eine besonders gute und zuverlässige Quelle ist das Auswärtige Amt. Dort findet man zu jedem Land wichtige Sicherheitshinweise und Tipps für das richtige Verhalten. Muss ich beispielsweise beim Geldabheben aufpassen, oder gibt es spezielle Sicherheitshinweise für den Straßenverkehr? Beim Auswärtigen Amt findest du übrigens auch Infos zu Einreisebestimmungen.

Ich nehme Wertgegenstände wie Schmuck erst gar nicht mit. Größere Geldmenge verstaue ich unterwegs in einem Brustbeutel unsichtbar am Körper. Nur kleine Barbeträge sind in meinem Geldbeutel. Wichtige Unterlagen und Reisepässe verstaue ich im Hotelsafe. Ebenso lasse ich niemals Gegenstände offen im Auto liegen.

Ebenso recherchiere ich die einzelnen Fahrstrecken schon zu Hause ganz genau. So weiß ich, wie lange wir für die Strecken brauchen und ob ich aufgrund der Streckenführung oder des Straßenzustandes Puffer einrechnen muss. Damit kann ich sicherstellen, die Unterkunft vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen.

Gesundheitsrisiken bei Fernreisen mit Kinder reduzieren

Vor einer Fernreise mit Kindern bereite ich mich gründlich vor. Ich spreche mindestens sechs Wochen vor der Reise mit dem Arzt, damit noch genügend Zeit für notwendige Impfungen bleibt. Für manche Länder ist eine Malariaprophylaxe notwendig. Auch drüber informiere ich mich vorher beim Arzt oder Tropenmediziner.

Generell achte ich bei der Reise in Länder mit einem Malariarisiko sorgfältig auf Mückenschutz. Ich nehme Moskitonetze für die ganze Familie und körperbedeckende helle Kleidung mit. Unsere Reiseapotheke ist zudem immer gut bestückt. Für den Notfall haben wir auch Antibiotika für die Kids und uns dabei.

Wir diskutieren in der Familie vor der Reise das Thema Hygiene, Ernährung und Verhalten. Ich verdeutliche, wie wichtig ausreichendes Händewaschen auf Fernreisen ist, warum Finger im Gesicht nichts verloren haben und warum Lebensmittel, die nicht gekocht oder geschält werden, tabu sind.  Aber nicht nur das richtige Verhalten in Bezug auf Hygiene ist wichtig, sondern auch andere Vorsichtsmaßnahmen. Gibt es im Reiseland Schlangen oder Skorpione, dürfen keine Steine aufgehoben oder in Höhlen gefasst werden. Schuhe sollten zudem vor dem reinschlüpfen umgedreht werden.

Bei einer Reise in tropische Länder nehme ich ausreichend Sonnencreme mit einem hohen Schutzfaktor mit.  Mit dabei sind auch immer Hüte oder Kappen und für Strandtage Schwimmshirts.

Checkliste Gesundheitsrisiken minimieren

  • Impfschutz mindestens 6 Wochen vor Abflug überprüfen.
  • Urlaubsapotheke überprüfen und auffüllen.
  • Gutes Mückenschutzmittel und Sonnencreme schon zu Hause kaufen.
  • Langärmlige, helle Kleidung als Mückenschutz einpacken.
  • Moskitonetze für alle mitnehmen.
  • Vor dem Anziehen in die Schuhe schauen.
  • Hygiene, Hygiene und nochmal Hygiene (Hände waschen, Handdesinfektionsmittel).
  • Cook it, boil it, peel it or forget it.
  • Nur aus versiegelten Flaschen trinken.
  • Zähneputzen nur mit Flaschenwasser.

Wie gefährlich sind Fernreisen mit Kindern tatsächlich?

Wenn du mit deiner Familie nicht gleich in ein Krisengebiet reist, sind Fernreisen auch nicht gefährlicher als Reisen innerhalb Europas. Die Information und Vorbereitung macht den Unterschied. Natürlich sind die Anreisezeiten länger. Sind die Kids aber ausreichend beschäftigt, ist das kein Problem. Große Zeitverschiebungen können je nach Alter des Kindes anstrengend sein. Deshalb würde ich mit kleinen Kindern Reiseländer mit einer geringeren Zeitumstellung bevorzugen.

Sri Lanka mit Kindern

Warum Fernreisen mit Kindern eine Bereicherung sind

Auf unseren weltweiten Reisen haben wir viele spannende Erfahrungen gemacht, die uns als Familie zusammenschweißten. Die Kids haben bereits unterschiedliche Kulturen kennengelernt und damit Offenheit und Toleranz gelernt. Die vielfältigen Erlebnisse und Erfahrungen haben ihr Selbstbewusstsein und Urvertrauen gestärkt. Armut kennenzulernen, veränderte ihre Sichtweise auf unseren Lebensstil. Wir haben also viel dazu gelernt und jede Fernreise ist für uns ein wertvolles Geschenk.

Ich kann jeden nur ermutigen, die ferne weite Welt mit den Kindern zu erforschen. Es gibt im Leben keine absolute Sicherheit. Ich finde, man sollte sich nicht so verrückt machen. Das beste Rezept gegen die Angst ist: recherchiere gut vor der Reise, bereite dich ausreichend vor und lass dann einfach los und genieße! Trau dich und du wirst es nicht bereuen!

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